Grüne beantragen Diskussion zur Postschließung im kommenden Hauptausschuss

By Matthias um 19:28 am Sunday, November 16, 2008

Klaus Korn
Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Randweg 50 , 69856 Sundern

An die Stadt Sundern
Bürgermeister Wolf

Sundern, 16.11.2008

Sehr geehrter Herr Bürgermeister

Hiermit beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünén die Erweiterung der Tagesordnung des kommenden Hauptausschusses um folgenden Punkt:

Aufforderung an die Post eine tragfähige und die Grundversorgung gewährleistende Konzeption für die Postdienstleistung in Sundern darzustellen.

Hierzu soll ein Vertreter der Post eingeladen werden um Stellung zu den Planungen zu beziehen.

Begründung:

Schon jetzt ist eine wohntortnahe Versorgung mit Postdienstleistungen in Sundern nicht mehr gewährleistet. Die Aufgabe eines Paketes beispielsweise ist für viele Menschen (insbesondere für ältere Menschen und Personen die auf den ÖPNV angewiesen sind) mittlerweile nahezu unmöglich oder mit erheblichem Aufwand verbunden. In den meisten Ortsteilen gibt es gar keine Poststationen mehr. Die Kommunikation auf dem Postweg gehört aber weiterhin zur Grundversorgung einer Gemeinde.
In der Diskussion zur Schließung der Postfiliale in Sundern beabsichtigt die Post ihre Dienstleistungen mit dem örtlichen Einzelhandel zu verknüpfen. Dort wo dieses bisher schon geschehen ist ist dieser Weg allerdings gescheitert. Wir erinnern an die vergeblichen Versuche eine Poststation im Ortsteil Stockum zu erhalten, nach mehrfachem Wechsel des Standortes existiert dort (obwohl es sich um ein größeres Dorf mit starkem Gewerbe handelt) keinerlei Poststation mehr.

Der Hauptausschuss /Rat der Stadt Sundern fordert daher die Post auf eine tragfähige Konzeption zu entwickeln um die Grundversorgung hinreichend zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus KOrn
Fraktionsvorsitzender

Filed under: Familien- und Kinderpolitik, Grüne Grundsätze kommentieren »

Grüne treffen sich am 31.10

By Matthias um 19:30 am Friday, October 3, 2008

Die nächste Mitgliederversammlung der Grünen Sundern ist am 31.10 um 19 Uhr im Gasthof Klöckner in Dörnholthausen.

Schwerpunktmäßig wird es dabei darum gehen wie die Grünen Sundern zur Kommunalwahl antreten.

Interessenten sind herzlich willkommen.

Filed under: Grüne Grundsätze kommentieren »

konsequente Recyclingwirtschaft ist notwendig!

By Matthias um 14:01 am Saturday, July 12, 2008

Mehr Recycling heißt höherer Lebensstandard für mehr Menschen
Lektion Airbus
KOMMENTAR VON MICHAEL BRAUNGART

Die Weltbevölkerung wächst. Immer mehr Produkte kommen auf den Markt, immer mehr Rohstoffe werden verarbeitet. Auch in Indien und China gibt es inzwischen einen Mittelstand mit zunehmenden Konsumbedürfnissen. Zunehmend hört man die ängstliche Frage: Kann das auf Dauer so weitergehen?

Michael Braungart ist Chemiker und lehrt als Professor für Verfahrenstechnik an der Universität Lüneburg. Er gründete u. a. EPEA, die Internationale Umweltforschung GmbH. Auf seine Thesen wird Wolfgang Neef antworten.
Dass die Menschheit wächst, muss kein Problem sein. Das macht, zum Beispiel, ein Blick auf die Ameise deutlich. Ihre Biomasse übersteigt die der Menschen um ein Vielfaches, ihr Kalorienverbrauch entspricht dem von etwa 30 Milliarden Menschen. Dennoch sind sie kein ökologisches Problem. Im Gegenteil: Während die Menschen in großem Umfang Abfälle produzieren, gibt es in der Welt der Ameisen nur Nährstoffe: Was sie ausscheiden, ist für andere Lebewesen nicht nur unschädlich, sondern sogar nützlich. Und was sie konsumieren, sind Ausscheidungen anderer Lebewesen. Insofern spielt in der Natur die Menge des eingesetzten Materials keine Rolle, weil sie ständig zirkuliert. Tatsächlich herrscht in der Natur so etwas wie lustvolle Verschwendung, wie ein blühender Apfelbaum in jedem Frühjahr eindrücklich belegt.

Anzeige
Demgegenüber gilt der Materialeinsatz der Menschen spätestens seit 1962 als destruktiv, als Rachels Carsons Buch “Silent Spring” erschienen ist. Dessen zentrale These: Die menschliche Produktion zerstört die Natur, verursacht Artenschwund und auch die Menschen selbst werden Opfer ihrer Wirtschaftsweise. Seveso, Bhopal, Tschernobyl, Basel, Exxon Valdes - alle diese Umweltkatastrophen führten zu dem weitverbreiteten Gefühl, dass die Menschen Schädlinge auf der Erde sind, die es besser gar nicht gäbe.

Aus diesem Schuldkomplex entstand der Brundtland-Report über Nachhaltigkeit, das Konzept der Öko-Effizienz und Null-Emission - alles mit dem Ziel, möglichst wenig schädlich zu sein und den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Es entstanden hocheffiziente Mülltechniken und Produkte, die etwas weniger giftig waren als ihre Vorgänger. Auch der vor kurzem verbreitete Ratschlag des Umweltbundesamts, das Auto öfters mal stehen zu lassen, ist Ausdruck einer solchen Ideologie. Umweltschutz wird definiert als “weniger zerstören”. Doch diese Perspektive ist so falsch wie eine Form von Kinderschutz, die Kinder nicht mehr täglich, sondern nur noch wöchentlich mit Schlägen bestraft.

Wer weniger zerstört, schützt nicht. Im Gegenteil. Wer falsche Systeme und Produkte optimiert, macht sie damit umso gründlicher falsch. So steckt heute in PET-Flaschen zwar etwas weniger krebserregendes Antimon als früher, doch in geringerer Konzentration ist der gesundheitsgefährdende Stoff weiterhin vorhanden. Diese relative Verbesserung hat bisher verhindert, dass ein völlig ungefährlicher, titanhaltiger Ersatzstoff überhaupt auf den Markt kommt.

Auch das 2006 erlassene EU-Verbot, Blei in der Elektronikproduktion einzusetzen, ist ein Beispiel für eine solch kurzsichtige Denkweise. Als Ersatzstoffe für Lötverbindungen werden nun Zinn, Silber, Kupfer, Nickel und Wismut verwendet. Das sind alles giftige oder seltene Metalle. Außerdem kommt Wismut in der Natur fast nur zusammen mit Blei vor, so dass mit jeder Tonne Wismut zugleich zehn Tonnen Blei gefördert werden - die dann selbstverständlich als relativ günstige Rohstoffe auf dem Weltmarkt untergebracht werden müssen. Außerdem ist Blei nur eine von 4360 Chemikalien, die in einem normalen Fernseher enthalten sind. Die möglichen Gefahren, die von den 4359 übrigen Stoffen ausgehen, bleiben unbeachtet. Daran wird auch das REACH-Chemikalienprogramm nichts ändern - es legalisiert im Gegenteil sogar Chemikalien, die nie für Menschen und Umwelt entwickelt wurden. Nicht umsonst ist die Innenraumluft durchschnittlicher Räume heutzutage durch ausgasende Elektrogeräte und Möbel so stark belastet, dass inzwischen jeder zweite Siebenjährige an Allergien leidet.

Von Albert Einstein stammt die Weisheit, dass kein Problem durch dieselbe Denkweise gelöst werden kann, durch die es verursacht wurde. Fest steht, dass es abgesehen von gelegentlichen Meteoriteneinschlägen keinen Materialinput aus dem Weltraum gibt. Die Verfügbarkeit technischer Nährstoffe wie Kupfer, Zinn, Zink, Mangan oder Kobalt ist also begrenzt, die Stoffe auf der Erde können nicht vermehrt werden. Eine Fortsetzung der industriellen Wirtschaftsweise der vergangenen 150 Jahre ist deshalb auf Dauer unmöglich.

Somit müssen wir künftig intelligent produzieren: Die eingesetzten Stoffe sind in technischen und biologischen Kreisläufen zu führen, damit kein Müll entsteht. Zum zweiten sollten wir uns von der Denkweise verabschieden, dass es erstrebenswert ist, etwas weniger schädliche Dingen herzustellen als zuvor. Vielmehr darf es nur noch Dinge geben, die weder Mensch noch Umwelt vergiften und deren Inhaltsstoffe nach Gebrauch möglichst sogar noch biologisch oder technisch nützlich sind. Statt alsoweiter nach dem Prinzip “von der Wiege bis zur Bahre” zu handeln, sollten wir uns an der Natur orientieren, wo das Motto herrscht: Von der Wiege zur Wiege.

Das erste Produkt eines solchen “Cradle to Cradle”-Designs, das von mir und William McDonough im MBDC-Institut entwickelt wurde, waren kompostierbare Möbelbezugsstoffe, die keineswegs mausgrau daherkommen, sondern mit den höchsten Designpreisen Europas ausgezeichnet wurden. Dass sie auch im funktionalen Sinne hohen Ansprüchen genügen zeigt sich schon daran, dass auch die Polster des neuen Airbus A 380 damit bezogen sind. Inzwischen orientieren sich immer mehr Firmen an dem Prinzip. So leiht der weltgrößte Teppichbodenhersteller SHAW Teppichböden nur noch als Dienstleistung an den Kunden aus und behält auf Dauer die Rohstoffe. Auch für die Turnschuhfirma Nike, die weltweit größten Büromöbelhersteller Steelcase und Hermann Miller und kleinere Unternehmen wie Marabu oder Trigema ist das “Cradle to Cradle”-Prinzip heute zentral. Dabei gilt der Grundsatz, nur gute, ungiftige Materialien einzusetzen bei Dingen, die mit den Nutzern in Kontakt kommen. Wo Gifte technisch unumgänglich sind, müssen sie in der Technosphäre bleiben.

Zum Glück wachsen inzwischen junge Wissenschaftler nach, die keine Chemikalien mehr herstellen wollen, die sich in Lebewesen anreichern oder die Fruchtbarkeit zerstören. Sie treffen zwar auf Sachwalter aus der Schuldkomplex-Generation, die auf Verzicht und ein bisschen weniger Gift setzen. Doch auf Dauer werden sich die Jungen mit ihrer Position durchsetzen.

Wenn wir durch ein solches “Total Beauty Design” lernen, für uns, unsere Mitmenschen und alle anderen Lebewesen auf der Erde nützlich zu sein und nicht weniger schädlich, dann haben wir auch kein Überbevölkerungsproblem. Dann können wir uns über das Potenzial jedes einzelnen Kindes freuen anstatt in seiner Existenz ein Problem für die Zukunft der Erde zu sehen.

aus: www.TAZ.de

Filed under: Abfallwirtschaft, Grüne Grundsätze, Hintergrund zu PFT1 Kommentar »

Kreisgrüne auf Irrwegen!

By Matthias um 11:39 am Wednesday, March 26, 2008

POLITIK/363: PFT - Ein Negativ-Lehrstück in Umweltkommunikation (BBU)
BBU-WASSER-RUNDBRIEF Nr. 882 - 31. Januar 2008 - 27. Jahrgang
Freiburger Arbeitskreis Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz e.V. (BBU)
PFT - Ein Negativ-Lehrstück in Umweltkommunikation
Die Belastung der Ruhr mit “Perfluorierten Tensiden” (PFT, s. RUNDBR.
873/2-3, 854/2-4, 851/2-3) hat vor allem in der nordrhein-westfälischen
Politik und Presse zu einer hochpolitisch aufgeladenen Debatte geführt - die
völlig aus dem Ruder gelaufen ist! Die Konsequenzen, die in Politik und
Presse aus der Belastung gezogen werden, zäumen das Pferd von hinten auf:
Ausgerechnet die Letzten in der Kette zwischen industrieller PFT-Nutzung,
Abwassereinleitung und Trinkwassergewinnung - also die Wasserwerke entlang
der Ruhr - wurden für die PFT-Belastung der TrinkwasserkonsumentInnen
verantwortlich gemacht. Die Wasserwerke sollten dauerhaft mit einer
Aufrüstung ihrer Aufbereitungsanlagen die Gefahr bannen, so die lauthals
vorgetragene Forderung. Neben den PFT-Emissionen aus verseuchten
Ackerflächen im oberen Ruhr-Einzugsgebiet wird jetzt zunehmend deutlich,
dass indirekt-einleitende Industrie- und Gewerbegebiete maßgebliche
PFT-Frachten zur Belastung der Ruhr beisteuern. Im Gefolge dieser Erkenntnis
bekommt derzeit auch der RUHRVERBAND Prügel, weil er in seinen Kläranlagen
das PFT nicht aus dem Abwasser holt. Bei den gut wasserlöslichen Stoffen aus
der PFT-Familie würde eine PFT-Eliminierung in den Verbands-Kläranlagen
enorme Investitionen nach sich ziehen, die zudem mit einem beachtlich
höheren Energiebedarf und Abfallanfall verbunden wären.
Sonderbarerweise fordert kaum jemand der politischen Akteure in NRW die
konsequente Durchsetzung des Verursacherprinzips. Neben einer effizienten
Sanierung der kontaminierten Ackerflächen kann vernünftigerweise nur die
radikale Einschränkung der PFT-Nutzung im industriell-gewerblichen Bereich
die PFT-Frachten in der Ruhr wirkungsvoll begrenzen. Wobei man darauf acht
geben muss, dass in der Textil-, Papier- und Metallbranche die
hochfluorierten PFTs nicht durch geringer fluorierte Tenside mit niedrigerem
Molekulargewicht ersetzt werden. Diese wären noch schwieriger zu analysieren
und würden noch leichter bis in die Trinkwassergewinnung durchbrechen. Denn
die derzeit eingesetzten PFTs sind “nur die Spitze eines Eisberges”, wie
Prof. WOLFGANG KÜHN vom Technologiezentrum Wasser auf der WAT2008 am 22.
Februar 2008 in Augsburg hervorgehoben hat.
Die Politiker, die in NRW mit dem Brustton der moralischen Empörung die
Wasserwerke wegen ihrer ungenügenden Aufbereitungstechnologie geißeln,
ignorieren folgendes: Je höher der Aufbereitungsaufwand getrieben wird,
desto weiter wird sich Trinkwasser von einem Naturprodukt entfernen - hin zu
einem Sterilwasser, dem beispielsweise nach einer Nanofiltration Mineralien
wieder künstlich zugesetzt werden müssten. Während dies aber eher noch als
“Geschmacksfrage” einzustufen wäre, hat die Aufrüstung von Wasserwerken zu
Wasserfabriken auch politisch fatale Faktoren. Je hochgezüchteter die
Aufbereitungstechnik im Wasserwerk, desto mehr kann die Politik mit
vergleichsweise hohen Schadstoffkonzentrationen und -frachten in den Flüssen
leben: Das Wasserwerk als Wasserfabrik wird es ja schon richten.
Auch das Engagement der Wasserwerker beim vorsorgenden Gewässerschutz wird
nach Einrichtung eines “Ultra-Wasserwerks” nicht gerade zunehmen. Bislang
waren die Wasserwerker die natürlichen Verbündenden der Umweltverbände, wenn
es um die vorsorgende Eliminierung von Schadstoffquellen ging - nicht nur im
industriell-gewerblichen Bereich, sondern beispielsweise auch im
Landwirtschaftsbereich bei der Reduzierung des Eintrages von Agrochemikalien
wie Stickstoffdüngern oder Pestiziden. Mithin höchste Zeit, dass die
PFT-Debatte in NRW vom Kopf auf die Füße gestellt wird - gerade auch von
Seiten der GRÜNEN. -ng-
WamS: “Möhnetalsperre und Ruhrverband sind PFT-Hauptverursacher”
Seit Monaten wird die WELT AM SONNTAG (WamS) offenbar von interessierter
Seite mit PFT-Infos gefüttert. Die dann folgenden “Enthüllungen” der WamS
werden anschließend regelmäßig von den GRÜNEN im Düsseldorfer Landtag
genutzt, um den NRW-Umweltminister anzugreifen. Waren die PFT-Artikel der
WamS zunächst gegen die Wasserwerke gerichtet, so ist jetzt auch der
RUHRVERBAND als Kläranlagenbetreiber ins Schussfeld gekommen. Am 20.01.08
berichtete die WamS: “Die Hauptverursacher [der PFT-Belastung der Ruhr] sind
die Kläranlagen des Ruhrverbandes.” Und: “Ein weiterer Verursacher: die
Möhnetalsperre, die ebenfalls vom Ruhrverband betrieben wird.” Dass aus der
Möhnetalsperre PFT-belastetes Wasser in die Ruhr fließt, liegt allerdings
daran, dass PFT-belastete Ackerflächen in die Zuflüsse der Talsperre
ausbluten - Ackerflächen, auf die mit umweltkrimineller Energie
PFT-kontaminierte “Bodenverbesserungsmittel” aufgebracht worden waren. Und
dass aus den Kläranlagen des RUHRVERBANDES Perfluorierte Tenside in die Ruhr
emittiert werden, ist auf die breite Anwendung von PFTs im
industriell-gewerblichen Bereich zurückzuführen. Sicher kann man darüber
diskutieren, ob man zur Elimination von gut wasserlöslichen Spurenstoffen
(dazu gehören auch die PFTs) die Kläranlagen mit zusätzlichen
Reinigungsstufen (Aktivkohlezugabe, Ozonierung, Membranfiltration) aufrüsten
sollte. Als “Hauptursache” für die PFT-Belastung der Ruhr aber die
Möhnetalsperre und die Kläranlagen des RUHRVERBANDES zu benennen, ist
grotesk - hat aber wohl Methode: Die WamS nimmt die wahren Verursacher -
also die PFT-einsetzende Industrie - aus dem Schussfeld, um umso besser die
Wasserwerke, den Ruhrverband und den CDU-Umweltminister an den Pranger
stellen zu können. Für den hegen wir zwar auch keine Sympathie, attestieren
ihm aber, dass er sich zumindest leidlich bemüht, der Industrie ihren
PFT-Konsum schrittweise abzugewöhnen. - ng -
Wer sind die wahren PFT-Einleiter?
Am 5. November 2007 hatte die BBU-Mitgliedsorganisation VSR-GEWÄSSERSCHUTZ
die NRW-Landesregierung um die Mitteilung der Firmen gebeten, die PFT in
kommunale Kanalisationen einleiten. Noch am 7. Dezember wurde
VSR-GEWÄSSERSCHUTZ mit dem Hinweis darauf vertröstet, dass noch geprüft
werden müsse, in wie weit Betriebsgeheimnisse von der Anfrage betroffen
wären. Hierzu stellte VSR-GEWÄSSERSCHUTZ fest:
“Hätte der zuständige Sachbearbeiter einen Blick in das UIG geworfen, hätte
es dieser Prüfung nicht bedurft: Angaben über Emissionen unterliegen
grundsätzlich nicht dem Betriebsgeheimnis.”
Am 20. Dezember gab NRW-Umweltminister UHLENBERG die Veröffentlichung
einiger PFT-Emissionsdaten im Internet bekannt, bevor die Anfrage der
VSR-Gewässerschützer am folgenden Tag beantwortet wurde. VSR-GEWÄSSERSCHUTZ
erachtete aber die meisten Angaben als “zu ungenau” - soll heißen, dass die
PFT-einsetzenden Firmen beispielsweise nur mit “Galvanik” oder
“Papierverarbeiter” umschrieben werden, der jeweilige Firmennamen aber nicht
mitgeteilt wird. Um öffentlichen Druck auf die PFT-Emittenten auszuüben,
wird VSR-GEWÄSSERSCHUTZ weitere Anfragen stellen und informieren.
Die Liste der Industrie- und Gewerbebetriebe, die kommunale Kläranlagen mit
PFT belasten,
kann im Internet auf der Homepage des Düsseldorfer Umweltministeriums
abgerufen werden:
http://www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/klaeranlagen/indirekteinleiter.pdf
Unsere megadicke Materialsammlung über die schlagzeilenträchtigen
“Pseudohormone” (Substanzen mit endokrin-hormoneller Wirkung auf
Wasserlebewesen) informiert über die entsprechende Debatte von den 80er
Jahren bis heute. Bezug gg. Voreinsendg. v. 15 Euro (V-Scheck, Briefm. Bar)
an den Ak Wasser, Rennerstr. 10, 79106 Freiburg.
Für den RUNDBRIEF und das BBU-WASSER-ARCHIV werden derzeit folgende
Tageszeitungen ausgewertet:
Badische Zeitung (BZ), Basler Zeitung (Bas.Ztg.), Frankfurter Rundschau (FR)
, Neue Zürcher Zeitung (NZZ),
Süddeutsche Zeitung (SZ), Stuttgarter Zeitung (St.Z.) und Wormser Zeitung
(WZ).
Wir freuen uns immer, wenn Ihr uns “Wasserartikel” aus Euren
Regionalzeitungen
zuschickt - und bitten schon jetzt um Entschuldigung, wenn wir uns
nicht in jedem Einzelfall dafür bedanken können!

*

Quelle:
BBU-WASSER-RUNDBRIEF - Nr. 882/2008
Herausgeber:
Freiburger Arbeitskreis Wasser im Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU)
Rennerstr. 10, D-79106 Freiburg
Tel.: 0761/275693; 45687153
E-Mail: nik@akwasser.de
Internet: http://www.akwasser.de

Filed under: Abfallwirtschaft, Grüne Grundsätze, wer ist Dr. Friedrich kommentieren »

Krieg ist entsetzlich langweilig!

By admin um 12:25 am Monday, October 15, 2007

Im folgenden dokumentieren wir einen Artikel aus der Zeitschrift *Brandeins* über ein Buch von Werner Pieper. Der Autor ist in Meschede geboren und in Sundern - Dörnholthausen aufgewachsen. Er ist frühzeitig dem Sauerland *entflohen* und wurde erfolgreicher Verleger in Heidelberg.

Kultur-Kolumne: Der Krieg ist vorbei

Was bisher geschah: Den modernen Menschen gibt es seit etwa 150 000 Jahren. Seitdem führt er Krieg. Wird Zeit, dass sich etwas ändert.
Text: Peter Lau Foto: Patrick Wirbeleit
- Zum Krieg gehören zwei. Wenn einer nicht will, kann ihn der andere überfallen, unterwerfen oder gar vernichten, aber er kann gegen ihn keinen Krieg führen. Die 68er riefen zum Krieg gegen das System und verloren: den Kampf gegen den viel stärkeren Staat oder sich selbst im Marsch durch die Institutionen. Doch die sechziger Jahre waren auch der Beginn einer unklareren Bewegung, die heute gern unter “Hippies” zusammengefasst wird. Sie führte keinen Krieg - und konnte deshalb nicht verlieren.
In Werner Piepers großartigem Buch “Alles schien möglich …” erzählen prominente (Günter Wallraff, Peter-Paul Zahl, Hans Peter Duerr etc.) und weniger bekannte “Aktive der 60er”, was sie in jenem Jahrzehnt bewegte und was daraus wurde. Alle Autoren erwähnen natürlich die damaligen Machtverhältnisse, die heute, mit Abstand, grotesk wirken: Das Land wurde von aggressiven Idioten regiert, die von der Politik bis zum Haarschnitt alles bestimmen wollten. Der gesellschaftliche Deal war dabei denkbar schlecht: Verlangt wurde unbedingter Gehorsam, wofür man einen Platz in einer Gesellschaft bekam, von deren Inhalten nur noch Symbole übrig waren - Gesetze statt Gerechtigkeit, störrische Patriarchen statt weiser Alter.
Dagegen rebellierten sämtliche in dem Buch versammelten Autoren, doch für die meisten war der Widerstand nur ein Zwischenstopp: Mit der Zeit wandten sie sich eigenen Interessen zu, Drogen und Esoterik, Fernreisen und fremden Kulturen, Kunst und sinnvoller Arbeit. Und dabei, schreiben sie übereinstimmend, erlebten sie etwas Neues: Sie waren nicht allein.
Das war die Geburtsstunde der Kommunen, WGs, Betriebe im Besitz der Belegschaft und so weiter. Wir kennen das, und wir wissen auch, dass viele gescheitert sind. Aber die Betonung auf die Fehlschläge verdanken wir nicht einer überwältigenden Reihe von Enttäuschungen, sondern einer Macke, die der Mensch im Laufe der Evolution entwickelt hat - wir nehmen vor allem Ausnahmen wahr. In der Vorzeit war das sinnvoll, um auf Neues reagieren zu können, aber in der Medienwelt blockiert unsere Fixierung auf das Besondere den Blick für das Normale. Wir vergessen bei jedem Flugzeugabsturz sowohl die Flugzeuge, die zur selben Zeit nicht abstürzen, wie die Menschen, die gleichzeitig bei Autounfällen sterben - weil die so alltäglich sind.
(mehr …)

Filed under: Grüne Grundsätze, Humanismus im Sauerland, Jugendpolitik, Kultur im Sauerland kommentieren »

Die Grünen Kreissprecher und die “Politischen” Termine …

By admin um 23:47 am Tuesday, September 18, 2007

Am 20. Juni hatte die Kreismitgliederversammlung der Grünen im HSK einen eindeutigen Beschluß gefaßt: “Nächster Termin für eine Mitgliederversammlung ist Mittwoch, der 19.09.2007″.

Also dürfte es eigentlich keinen Zweifel geben, daß am morgigen Mittwoch eine Kreismitgliederversammlung der Grünen im HSK stattfindet.

Doch die beiden Sprecher des Grünen Kreisvorstandes haben schon öfters einen Grund gefunden, Beschlüsse der Kreismitgliederversammlung nicht auszuführen. Am 18. September sollte in Düsseldorf beim Landesschiedsgericht der Grünen eine Verhandlung gegen 5 SBL-Mitglieder stattfinden. Es geht um den vom Grünen Kreisvorstand beantragten Parteiausschluß. Das scheint nun die ganze politische Kraft der beiden Kreissprecher in Anspruch zu nehmen. Denn in einem Rundbrief vom 6. September teilten Sie den Parteimitgliedern u.a. mit:
“Um das Ergebnis dieses Termins in Düsseldorf gründlich vorzubereiten und dies der MV mitzuteilen, hat der Kreisvorstand beschlossen, die für den 19.09.07 geplante MV zu verschieben.”
Als neuer Termin wurde der 9. Oktober angekündigt.

Aber es geht noch weiter mit den Verschiebungen. Denn das Landesschiedsgericht setzte die Verhandlung vom 18. September wieder ab. Grund: Mehrere Beteiligte hatten die Ladung erst mehrere Tage zu spät erhalten.

Darauf hin wurden die Kreissprecher erneut “aktiv”. In einer E-Mail von heute abend teilten sie einigen Parteimitglieder mit:
Da wir auf der Mitgliederverammlung am 09.10.07 insbesondere über das Ergebnis des o.g. Termins berichten wollten, um die daraus folgende Situation mit euch zu diskutieren, sehen wir uns leider veranlasst, die MV auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.”

Vielleicht reicht dann beim nächsten Mal wieder die Zeit nicht aus, um die Mitteilung des Verhandlungsergebnisses vorzubereiten … Oder steht doch mal wieder ein inhaltliches Thema an???

Filed under: Antrag auf Parteiausschluss, Grüne Grundsätze kommentieren »

Wiedervereinigung der Fraktionen gescheitert?

By admin um 23:55 am Wednesday, August 1, 2007

Die Kreismitgliederversammlung der Grünen im HSK hatte im Juni beschlossen, dass die Kreistagsfraktionen SBL und B90/Die Grünen durch Verhandlungen bis zum 31.7. versuchen sollten, sich wieder zu einer gemeinsamen Fraktion zusammenzuschließen. Diesen Beschluß hatten auch die Mitglieder der SBL-Fraktion ausdrücklich mitgetragen. Doch zunächst einmal ist das Vorhaben gescheitert.

Denn die Grüne Fraktion bestand bei den Gesprächen am 22. Juli und am 29. Juli darauf, dass Matthias Schulte-Huermann sein Kreistagsmandat niederlegen sollte. Diese Forderung ist für die Fraktion der Sauerländer Bürgerliste nicht akzeptabel.

Ob es nun zu weiteren Gesprächen kommt oder bis zur nächsten Kommunalwahl im Herbst 2009 weiterhin zwei grüne Fraktionen im Kreistag vertreten sein werden, ist noch offen.Sofern es Neuigkeiten gibt werden wir hierüber selbstverständlich berichten.

Filed under: Antrag auf Parteiausschluss, Grüne Grundsätze kommentieren »

Hardliner im Grünen Kreisvorstand erschweren Kooperation der Fraktionen

By admin um 15:06 am Tuesday, June 26, 2007

Nach der Veröffentlichung der Pressemitteilung von B`90/Die Grünen Kreisverband Hochsauerland am 25.06. sehen sich die Mitglieder der Kreistagsfraktion der Sauerländer Bürgerliste veranlasst , einige Erläuterungen zu der sehr einseitigen Darstellung der Kreissprecherin Mechthild Thoridt abzugeben.

Vorweg, die Sauerländer Bürgerliste steht keineswegs vor dem AUS.

(mehr …)

Filed under: Antrag auf Parteiausschluss, Grüne Grundsätze, Pressemitteilungen kommentieren »

Steht die SBL wirklich vor dem Aus? Nein!

By admin um 18:41 am Monday, June 25, 2007

Folgende Meldung kam soeben über Radio Sauerland (www.radiosauerland.de)

Die Sauerländer Bürgerliste steht offenbar vor dem Aus.

Die Sauerländer Bürgerliste steht offenbar vor dem Aus. Für deren Abspaltung von den Grünen im Kreis, gäbe es keine gesetzlichen Grundlagen, sagt die Sprecherin der grünen Kreistagsfraktion, Mechthild Thoridt:

ORIGINALTON ANHÖREN

Die Sauerländer Bürgerliste hatte sich vorigen Herbst nach einem Streit in der grünen Kreistagsfraktion gegründet. Die Fraktionsmitglieder gehören aber weiterhin den Grünen im Kreis an. Sie waren zu einer Stellungnahme nicht erreichbar.

Filed under: Antrag auf Parteiausschluss, Grüne Grundsätze kommentieren »

Kreismitgliederversammlung für Vereinigung von SBL und grüner Kreistagsfraktion

By admin um 12:40 am Thursday, June 21, 2007

Auf der gestrigen Kreismitgliederversammlung haben sich die Mitglieder mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass die beiden grünen Kreistagsfraktionen Sauerländer Bürgerliste und Bündnis 90/Die Grünen bis zum 31.7. ihre Wiedervereinigung beschließen sollen.

Das Votum der Mitglieder entstand unter dem Eindruck, die positiven inhaltlichen Initiativen der vergangene Monate wieder in einer gemeinsamen Fraktion zu bündeln. Reinhard Loos und Matthias Schulte- Huermann sollen als gleichberechtigte Fraktionsmitglieder wieder in die grüne Kreistagsfraktion aufgenommen werden, die Ausschussbesetzungen werden neu geordnet und es sollen *Spielregeln* für die inhaltliche Arbeit erlassen werden.

Gleichzeiitig wird verstärkt auf die Trennung von Amt und Mandat (sofern personell möglich) geachtet.

Bis zum 31.7. werden nun über die gleichberechtigten Modalitäten der *Wiedervereinigung* Verhandlungen geführt.

Filed under: Antrag auf Parteiausschluss, Aus Kreistag und Kreishaus, Fraktionssitzung, Grüne Grundsätze, Uncategorized, Unsere Ziele kommentieren »
Nächste Seite »