PFT: Was machen da die Kreisgrünen?

By Matthias um 12:57 am Friday, April 25, 2008

PFT-Skandal: Grüne weiter in der Kritik
Westfalen, 24.04.2008, Von Walter Bau, 0 Kommentare
Düsseldorf. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat seine Kritik an der Rolle der NRW-Grünen im PFT-Skandal verschärft.

Zuletzt hatte der BUND NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) Erfolge im Kampf gegen PFT im Trinkwasser bescheinigt - und damit die grüne Opposition im Landtag gegen sich aufgebracht. In einem Schreiben an die Grünen-Fraktion, das der WR vorliegt, erhebt BUND-Landeschef Paul Kröfges nun schwere Vorwürfe gegen die Grünen.

So heißt es, die Grünen seien “im Verlauf der PFT-Debatte, wohl auch mit Blick auf frühere eigene Verantwortlichkeiten, aus unserer Sicht mehrfach zu irritierenden Fehlinterpretationen der Situation gekommen”. Auch hätten die Grünen “bisher an keiner Stelle zugestanden, dass die PFT-Belastung an allen Messstellen an Möhne und Ruhr abgesenkt werden konnte und die getroffenen Maßnahmen (…) durchaus Wirkung zeigten”. Kröfges bemängelt weiter, die Grünen hätten “leider von Anfang an in der Verursacherfrage nicht klar und eindeutig agiert”. Und weiter: “Höhepunkt dieser Fehleinschätzung war, dass im Hochsauerlandkreis ein Antrag der Grünen eingebracht wurde, wonach der Ruhrverband und seine Kläranlagen maßgeblicher Verursacher der PFT-Belastung sei…” Dies sei eine Fehleinschätzung, “die den Grünen nicht gut ansteht”.

aus: Westfaelische-Rundschau

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Kreisgrüne auf Irrwegen!

By Matthias um 11:39 am Wednesday, March 26, 2008

POLITIK/363: PFT - Ein Negativ-Lehrstück in Umweltkommunikation (BBU)
BBU-WASSER-RUNDBRIEF Nr. 882 - 31. Januar 2008 - 27. Jahrgang
Freiburger Arbeitskreis Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz e.V. (BBU)
PFT - Ein Negativ-Lehrstück in Umweltkommunikation
Die Belastung der Ruhr mit “Perfluorierten Tensiden” (PFT, s. RUNDBR.
873/2-3, 854/2-4, 851/2-3) hat vor allem in der nordrhein-westfälischen
Politik und Presse zu einer hochpolitisch aufgeladenen Debatte geführt - die
völlig aus dem Ruder gelaufen ist! Die Konsequenzen, die in Politik und
Presse aus der Belastung gezogen werden, zäumen das Pferd von hinten auf:
Ausgerechnet die Letzten in der Kette zwischen industrieller PFT-Nutzung,
Abwassereinleitung und Trinkwassergewinnung - also die Wasserwerke entlang
der Ruhr - wurden für die PFT-Belastung der TrinkwasserkonsumentInnen
verantwortlich gemacht. Die Wasserwerke sollten dauerhaft mit einer
Aufrüstung ihrer Aufbereitungsanlagen die Gefahr bannen, so die lauthals
vorgetragene Forderung. Neben den PFT-Emissionen aus verseuchten
Ackerflächen im oberen Ruhr-Einzugsgebiet wird jetzt zunehmend deutlich,
dass indirekt-einleitende Industrie- und Gewerbegebiete maßgebliche
PFT-Frachten zur Belastung der Ruhr beisteuern. Im Gefolge dieser Erkenntnis
bekommt derzeit auch der RUHRVERBAND Prügel, weil er in seinen Kläranlagen
das PFT nicht aus dem Abwasser holt. Bei den gut wasserlöslichen Stoffen aus
der PFT-Familie würde eine PFT-Eliminierung in den Verbands-Kläranlagen
enorme Investitionen nach sich ziehen, die zudem mit einem beachtlich
höheren Energiebedarf und Abfallanfall verbunden wären.
Sonderbarerweise fordert kaum jemand der politischen Akteure in NRW die
konsequente Durchsetzung des Verursacherprinzips. Neben einer effizienten
Sanierung der kontaminierten Ackerflächen kann vernünftigerweise nur die
radikale Einschränkung der PFT-Nutzung im industriell-gewerblichen Bereich
die PFT-Frachten in der Ruhr wirkungsvoll begrenzen. Wobei man darauf acht
geben muss, dass in der Textil-, Papier- und Metallbranche die
hochfluorierten PFTs nicht durch geringer fluorierte Tenside mit niedrigerem
Molekulargewicht ersetzt werden. Diese wären noch schwieriger zu analysieren
und würden noch leichter bis in die Trinkwassergewinnung durchbrechen. Denn
die derzeit eingesetzten PFTs sind “nur die Spitze eines Eisberges”, wie
Prof. WOLFGANG KÜHN vom Technologiezentrum Wasser auf der WAT2008 am 22.
Februar 2008 in Augsburg hervorgehoben hat.
Die Politiker, die in NRW mit dem Brustton der moralischen Empörung die
Wasserwerke wegen ihrer ungenügenden Aufbereitungstechnologie geißeln,
ignorieren folgendes: Je höher der Aufbereitungsaufwand getrieben wird,
desto weiter wird sich Trinkwasser von einem Naturprodukt entfernen - hin zu
einem Sterilwasser, dem beispielsweise nach einer Nanofiltration Mineralien
wieder künstlich zugesetzt werden müssten. Während dies aber eher noch als
“Geschmacksfrage” einzustufen wäre, hat die Aufrüstung von Wasserwerken zu
Wasserfabriken auch politisch fatale Faktoren. Je hochgezüchteter die
Aufbereitungstechnik im Wasserwerk, desto mehr kann die Politik mit
vergleichsweise hohen Schadstoffkonzentrationen und -frachten in den Flüssen
leben: Das Wasserwerk als Wasserfabrik wird es ja schon richten.
Auch das Engagement der Wasserwerker beim vorsorgenden Gewässerschutz wird
nach Einrichtung eines “Ultra-Wasserwerks” nicht gerade zunehmen. Bislang
waren die Wasserwerker die natürlichen Verbündenden der Umweltverbände, wenn
es um die vorsorgende Eliminierung von Schadstoffquellen ging - nicht nur im
industriell-gewerblichen Bereich, sondern beispielsweise auch im
Landwirtschaftsbereich bei der Reduzierung des Eintrages von Agrochemikalien
wie Stickstoffdüngern oder Pestiziden. Mithin höchste Zeit, dass die
PFT-Debatte in NRW vom Kopf auf die Füße gestellt wird - gerade auch von
Seiten der GRÜNEN. -ng-
WamS: “Möhnetalsperre und Ruhrverband sind PFT-Hauptverursacher”
Seit Monaten wird die WELT AM SONNTAG (WamS) offenbar von interessierter
Seite mit PFT-Infos gefüttert. Die dann folgenden “Enthüllungen” der WamS
werden anschließend regelmäßig von den GRÜNEN im Düsseldorfer Landtag
genutzt, um den NRW-Umweltminister anzugreifen. Waren die PFT-Artikel der
WamS zunächst gegen die Wasserwerke gerichtet, so ist jetzt auch der
RUHRVERBAND als Kläranlagenbetreiber ins Schussfeld gekommen. Am 20.01.08
berichtete die WamS: “Die Hauptverursacher [der PFT-Belastung der Ruhr] sind
die Kläranlagen des Ruhrverbandes.” Und: “Ein weiterer Verursacher: die
Möhnetalsperre, die ebenfalls vom Ruhrverband betrieben wird.” Dass aus der
Möhnetalsperre PFT-belastetes Wasser in die Ruhr fließt, liegt allerdings
daran, dass PFT-belastete Ackerflächen in die Zuflüsse der Talsperre
ausbluten - Ackerflächen, auf die mit umweltkrimineller Energie
PFT-kontaminierte “Bodenverbesserungsmittel” aufgebracht worden waren. Und
dass aus den Kläranlagen des RUHRVERBANDES Perfluorierte Tenside in die Ruhr
emittiert werden, ist auf die breite Anwendung von PFTs im
industriell-gewerblichen Bereich zurückzuführen. Sicher kann man darüber
diskutieren, ob man zur Elimination von gut wasserlöslichen Spurenstoffen
(dazu gehören auch die PFTs) die Kläranlagen mit zusätzlichen
Reinigungsstufen (Aktivkohlezugabe, Ozonierung, Membranfiltration) aufrüsten
sollte. Als “Hauptursache” für die PFT-Belastung der Ruhr aber die
Möhnetalsperre und die Kläranlagen des RUHRVERBANDES zu benennen, ist
grotesk - hat aber wohl Methode: Die WamS nimmt die wahren Verursacher -
also die PFT-einsetzende Industrie - aus dem Schussfeld, um umso besser die
Wasserwerke, den Ruhrverband und den CDU-Umweltminister an den Pranger
stellen zu können. Für den hegen wir zwar auch keine Sympathie, attestieren
ihm aber, dass er sich zumindest leidlich bemüht, der Industrie ihren
PFT-Konsum schrittweise abzugewöhnen. - ng -
Wer sind die wahren PFT-Einleiter?
Am 5. November 2007 hatte die BBU-Mitgliedsorganisation VSR-GEWÄSSERSCHUTZ
die NRW-Landesregierung um die Mitteilung der Firmen gebeten, die PFT in
kommunale Kanalisationen einleiten. Noch am 7. Dezember wurde
VSR-GEWÄSSERSCHUTZ mit dem Hinweis darauf vertröstet, dass noch geprüft
werden müsse, in wie weit Betriebsgeheimnisse von der Anfrage betroffen
wären. Hierzu stellte VSR-GEWÄSSERSCHUTZ fest:
“Hätte der zuständige Sachbearbeiter einen Blick in das UIG geworfen, hätte
es dieser Prüfung nicht bedurft: Angaben über Emissionen unterliegen
grundsätzlich nicht dem Betriebsgeheimnis.”
Am 20. Dezember gab NRW-Umweltminister UHLENBERG die Veröffentlichung
einiger PFT-Emissionsdaten im Internet bekannt, bevor die Anfrage der
VSR-Gewässerschützer am folgenden Tag beantwortet wurde. VSR-GEWÄSSERSCHUTZ
erachtete aber die meisten Angaben als “zu ungenau” - soll heißen, dass die
PFT-einsetzenden Firmen beispielsweise nur mit “Galvanik” oder
“Papierverarbeiter” umschrieben werden, der jeweilige Firmennamen aber nicht
mitgeteilt wird. Um öffentlichen Druck auf die PFT-Emittenten auszuüben,
wird VSR-GEWÄSSERSCHUTZ weitere Anfragen stellen und informieren.
Die Liste der Industrie- und Gewerbebetriebe, die kommunale Kläranlagen mit
PFT belasten,
kann im Internet auf der Homepage des Düsseldorfer Umweltministeriums
abgerufen werden:
http://www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/klaeranlagen/indirekteinleiter.pdf
Unsere megadicke Materialsammlung über die schlagzeilenträchtigen
“Pseudohormone” (Substanzen mit endokrin-hormoneller Wirkung auf
Wasserlebewesen) informiert über die entsprechende Debatte von den 80er
Jahren bis heute. Bezug gg. Voreinsendg. v. 15 Euro (V-Scheck, Briefm. Bar)
an den Ak Wasser, Rennerstr. 10, 79106 Freiburg.
Für den RUNDBRIEF und das BBU-WASSER-ARCHIV werden derzeit folgende
Tageszeitungen ausgewertet:
Badische Zeitung (BZ), Basler Zeitung (Bas.Ztg.), Frankfurter Rundschau (FR)
, Neue Zürcher Zeitung (NZZ),
Süddeutsche Zeitung (SZ), Stuttgarter Zeitung (St.Z.) und Wormser Zeitung
(WZ).
Wir freuen uns immer, wenn Ihr uns “Wasserartikel” aus Euren
Regionalzeitungen
zuschickt - und bitten schon jetzt um Entschuldigung, wenn wir uns
nicht in jedem Einzelfall dafür bedanken können!

*

Quelle:
BBU-WASSER-RUNDBRIEF - Nr. 882/2008
Herausgeber:
Freiburger Arbeitskreis Wasser im Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU)
Rennerstr. 10, D-79106 Freiburg
Tel.: 0761/275693; 45687153
E-Mail: nik@akwasser.de
Internet: http://www.akwasser.de

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greenflash

By Matthias um 14:34 am Tuesday, March 25, 2008

Hier das neueste aus der Ratsfraktion Sundern der vergangenen Wochen:

*Keine Schnittgrünkultur im Sunderner Stadtwald*

Der Hauptausschuss der Stadt Sundern hatte gegen die Stimmen von Grünen und SPD beschlossen den in Stockum gelegenen Stadtwald in Größe von 10 ha an einen Schnittgrünproduzenten zu verpachten. Nach dem Beschluß haben wir den zuständigen Forstamtsleiter von der Goltz in Schmallenberg angeschrieben, inhaltlich hat der Forstamtsleiter unseren Argumenten nicht widersprochen (Plantagenwirtschaft statt Wald, Bodenzerstörung durch häckseln, verstärkter Chemikalieneinsatz etc.). Er hat allerdings auf die politischen Gremien verwiesen. Der Wald ist bei uns nach PEFC zertifiziert. Das ist ein angeblicher Umweltstandard, der nach der Umweltkonferenz in Rio eingeführt wurde um die Holzvermarktung zu sichern und dem Wald ein *Öko*label zu geben.
Daher haben wir daraufhin die PEFC zertifizierung angeschrieben mit der Forderung der Stadt das Label abzuerkennen, sollte der Verpachtung im politischen Raum weiter zu gestimmt werden. Gleichzeitig hatten wir für die letzte Ratssitzung das Thema noch einmal beantragt.
Zu einer weiteren Beratung ist es allerdings nicht gekommen, da vor der Ratssitzung der Grünschnittproduzent seinen Antrag zurückgezogen hat. Die CDU sah daher keine Diskussionsnotwendigkeit mehr, bis das ein neuer Antrag vorläge.

*Kindergartengebühren in Sundern (fast) Spitze

Unmut insbesondere bei Verwaltung hatte die Aussage von Matthias Schulte- Huermann verursacht, dass die Kindergartengebühren in Sundern kreisweit Spitze seien. Hintergrund war ein grüner Gegenantrag zum Verwaltungsvorschlag für die Erhebung der neuen Gebühren nach dem Kibitzgesetz. Wir hatten dabei vor allem eine Absenkung der Gebühren im unteren Einkommensbereich und die Schaffung zusätzlicher Gebührenstufen im oberen Einkommensbereich gefordert. Die Absenkung im unteren Gebührenbereich wurde vom Rat angenommen. Gleichzeitg hatten wir beantragt, das Geschwisterkinder grundsätzlich beitragsfrei zu stellen sind.
Die Aussage, das die neu beschlossenen Gebühren in Sundern Spitze seien bezog sich dabei auf den Vergleich zu den vom Kreisjugendamt erhobenen Gebühren. Das Kreisjugendamt ist zuständig für die Gemeinden Meschede, Bestwig, Winterberg, Hallenberg, Medebach, Olsberg, Marsberg, und Brilon. Hier liegen die Gebühren in allen Stufen unter den Gebühren Sunderns. Eigene Jugendämter haben Arnsberg und Schmallenberg. In Arnsberg wurden nun Gebühren beschlossen, die im unteren Einkommensbereich über den Sunderaner Sätzen liegen, bei den höheren Einkommen liegen die Arnsberg Gebühren unter den Sunderner Sätzen. Schmallenberg hat bisher noch keine neuen Gebühren beschlossen.
Im Kreistag hatte die SBLfraktion beantragt einheitliche Gebühren im gesamten Kreisgebiet einzuführen, was aber abgelehnt wurde.
In anderen Kreisen wird mittlerweile bereits darpber nachgedacht die Gebühren ganz zu streichen (Siegen Wittgenstein).

*Landgericht fordert Änderung der Abwassergebührenberechnung (auch) in Sundern

Das Landgericht Münster hat in einem Urteil die Abwassergebührenberechnung nach dem Frischwassermaßstab für unrechtmäßig erklärt. In der Vergangenheit hatte die Grüne Fraktion des öfteren darauf verwiesen, das die Gebührenverechnung in Sundern unökologisch und ungerecht sei. Von der CDU ist allerdings immer wieder betont worden, dass sie eine Änderung nur dann durchführt, wenn sie juristisch dazu gezwungen wird.
Dies ist nun durch das Verwaltungsgerichtsurteil geschehen. In Sundern wurde daraufhin ein Arbeitskreis eingrichtet, der sich mit der Thematik beschäftigt.

*Temporeduzierung an der der Silmecke

Im letzten Jahr hatten wir beantragt das an der Silmecke Tempo 50 eingeführt wird. Das war damals von SPD und CDU abgelehnt worden.
Nach einem schweren Unfall an der Einmündung der K5 ist das Thema nun wieder auf der Tagesordnung. Die SPD scheint die Ablehnung unseres Antrags wohl bereut zu haben. Auch die FDP spricht sich mittlerweile im gesamten Bereich zumindest für Tempo 70 aus.
Unsere Position: Tempo 50 bis zum Ortsausgang, danach bauliche Veränderungen zu Einengung des Straßenbereichs. Da zwischen dem Ortsausgang Silmecke und Seidfeld ein vernünftiger Fuß-, und Radweg fehlt könnte eine Veschmalerung der Fahrbahn dafür benutzt werden.

*Fahrradverbindungen in Sundern verbessern

Wir hatten zu eine Diskussionsveranstaltung zum Thema eingeladen, in einem Vortrag verdeutlichte Roland Quentmeier vom VCD die Fahrradsituation in Sundern.
Vorschläge kamen vor allem in folgenden Bereichen: Verbesserung der Fahrranbindung nach Amecke: Nach Fertigstellung des Sorperradwegs muß die Anbidung an diesen verbessert werden, damit nicht der Sorperwaweg nicht nur mit Autos angefahren wird. Für Familien aus Sundern ist die Anfahrt mit dem Fahrrad unattraktiv und gefährlich. Neben der schlechten Sitaution in Amecke selbst gehört dazu auch das eben genannte Verbindungsstück zwischen Silmecke und Seidfeld und auch dei Straßenquerung in Seidfeld.

*Röhrtalbahn weiter auf dem Vormarsch, trotzdem laufen alle Vorkehrungen für eine Ortsumgehung Hachen*

Mittlerweile bekannt ist, das nun auch die CDU und der Bürgermeister die Notwendigkeit des Erhalts und Ausbaus der Röhrtalbahn erkannt haben. Kyrill und die Holztransporte haben die Notwendigkeit des Gütertransports auf der Schiene gezeigt. Allerdings wird auch deutlich, das auch der ÖPNV auf die Schiene muß.
Die Verwaltung ließ sich trotzdem nicht nehmen die SPD für die Ortsumgehung Hachen zu instrumentalisieren:
Als Ergebnis eines SPD antrag zu überörtlichen Verkehrsanbindung Sunderns wurde beschlossen den Landesbetrieb Straßenbau aufzufordern die Ortsmgehung Hachen voranzutreiben.

*Ferienpark Amecke : Quo vadis?

Nachdem bereits vor längerem *Landal Greenparks* als Investor für einen Ferienpark an der Sorpe einen Rückzieher machte ist nun auch die Firma *Roompot* nicht mehr interessiert. Hintergrund soll die Finanzkrise im Bankenbereich sein (ABN Amro ist der Geldgeber von Roompot). Die Stadt hat beschlossen die Planungen trotzdem voranzutreiben und einen neuen Investor zu suchen.

*Neues Luftschloss? Statt Campingplätze direkt am Sorpeufer Baumhotels geplant*

Als neues *Highlight* plant nun die Sorpesee GmbH die Anlage eines Baumhotels direkt am Sorpeufer. Bisher ist dort ein Campingplatz, den Bewohnern wurde vorsorglich bereits gekündigt. Wir sind der Meinung, das der direkt Uferbereich auf jedenfall für die Öffentlichkeit zu sein hat und von Bebauung frei gehalten werden muß.

*Westenfeld bald durch Steinbrucherweiterung eingeschnürt?*

Erhebliche Diskussion hatten unsere Stellungnahmen zur Steinbrucherweiterung in Westenfeld verursacht. Die Westenfelder Steinindustrie hat offensichtlich den Steinbruch an einen Konzern (Stawag) verkauft und möchte planungsrechtlich eine Erweiterung durchsetzen. Der Erweiterungsbereich liegt zum einen in einem wertvollen Kalkbuchenwald, zum anderen liegt er auch im Wassereinzugsbereich der Wassergewinnungsanlage Röhre. Notwendige Pumpversuche, die die Grundwasserströme feststellen sind bisher nicht durchgeführt worden. Der naturschutzwürdige Kalkbuchenwald wurde schon bei der Aufstellung der Landschaftsplans Sundern wegen der Erweiterungspläne nicht unter Schutz gestellt.

*Neue Bürokratie statt Bürokratieabbau: Landesregierung kippt Widerspruchsrecht bei Verwaltungsentscheidungen

Bisher konnte jeder BürgerIn gegen eine Verwaltungsentscheidung die Ihm/Ihr Fehlerhaft erschien Widerspruch einlegen. Im Rahmen angeblicher Bürokratieerleichterung hat dia Landesregierung diese Möglichkeit nun gekippt: Nun bleibt nur noch der Rechtsweg. Dieser Beschluß der Landesregierung ist Bürgerfeindlich und produziert unserer Ansicht nach mehr Bürokratie

*Konzessionsvertrag

Die Stadt Sundern hat mit Stimmen von CDU, SPD und FDP gegen die Stimmen der Grünen einen neuen Konzessionsvertrag mit der RWE auf 20 Jahre abgeschlossen.

*Hintergrund: Membranfilter und PFT: Industrieinteressen oder Umweltpolitik?*

Noch ein kurzer Hinweis zu den Hintergründen des PFTskandals und der dadurch verursachten Spaltung der grünen Kreistagsfraktion:
Die Grüne Kreistagsfraktion hat einen Antrag gestellt der offensichtlich von dem ehemals für diese Fragen im Höhnministerium zuständigen Abteilungsleiter Dr. Harald Freidrich verfasst wurde. Dabei geht es darum, das nicht der Gebührenzahler für die Aufrüstung der Wasserwerke aufkommen dürfe sondern der Ruhrverband als Betreiber der Kläranlagen solle die Kosten tragen. Dr. Friedrich ist hier offensichtlich einer Meinung mit der *Welt*, die in Artikeln die gleiche Position vertritt.
(siehe: www.ruhrbarone.de).
Die SBL fraktion ist in diesem Punkte anderer Meinung: PFT gehört nicht in den Produktionsprozess , hier muß politisch eingegriffen werden. Der Ruhrverband lädt eventuelle Kosten nur wieder auf den Gebührenzahler ab und zudem kann er nun wirklich gar nichts dafür, das illegal Giftmüll aus Holland in Äckern und Weihnachtsbaumkulturen verklappt wurde. Die SBL fraktion ist hier einer Meinung mit dem BUND NRW. Die SBL hat weiterhin den Verdacht, das die Kreisgrünen für andere, persönliche Zwecke instrumentalisiert werden. Wie die Geschichte ausgeht bleibt weiterhin offen.
Ebenso offen bleibt weiterhin wie die Parteiausschlussverfahren gegen die grünen Mitglieder der SBL fraktion weiterlaufen. Nachdem ein Termin beim Landesschiedsgericht in Düsseldorf wegen fehlerhafter Besetzung geplatzt ist wurde der Fall an das Bundesschiedsgericht verwiesen. Dort wiederum machte mann/frau den Vorschlag den Sachverhalt an das hessische Landesschiedsgericht zu verweisen. Ob nun der Fall dort beraten wird oder ob er nach einer Neuwahl des Landesschiedsgerichts auf dem in Kürze stattfindenen Landesparteitag in Hamm wieder in NRW beraten wird bleibt offen.

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Wie kommt PFT in Biogasanlagen?

By admin um 19:46 am Wednesday, July 4, 2007

Nachdem PFT bisher schwerpunktmäßig über Bodenmischwerke auf unsere Felder gekommen ist, wurde offensichtlich diese Industriechemikalie auch über Biogasanlagen entsorgt:

Erhöhte PFT-Werte in Gärrückständen von Biogasanlagen

Bei neueren Analysen sind erhöhte PFT-Werte in Gärrückständen von drei Biogasanlagen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest gefunden worden. Die Werte der einzelnen Untersuchungen liegen bei 3400 µg/kg, 2700 µg/kg und 400 µg/kg. Der vom Umweltministierum in Nordrhein-Westfalen unter Vorsorgegesichtspunkten vorgegebene PFT-Richtwert liegt bei 100 µg/kg. Nach dem Bekanntwerden der PFT-Belastungen im vorigen Jahr wurden vom Umweltministerium Untersuchungen auch für Biogasanlagen angeordnet.

Bei diesen Untersuchungen musste wegen des hohen Fettgehaltes der Proben eine neue Methode zur Aufbereitung der Proben entwickelt werden, um in Gärrückständen PFT messen zu können. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Anordnung von Untersuchungen der Gärrückstände notwendig und sinnvoll war. Die für die PFT-Belastung von Klärschlämmen im Möhneeinzugsgebiet verantwortlichen Firmen haben diese Schlämme auch in Biogasanlagen verwendet.

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Land verschleppt PFT!

By admin um 6:14 am Wednesday, June 6, 2007

www.taz.de

Land verschleppt Aufklärung

Erst ein Drittel aller eventuell mit PFT belasteten Flächen ist untersucht - dabei wurde der Chemikalien-Skandal schon 2006 entdeckt. Ermittler bemängeln schlechte Arbeit der Behörden

VON ELMAR KOK

Ein Jahr nach Entdeckung des PFT-Skandals sind gerade einmal ein Drittel aller betroffenen Flächen untersucht worden. Die Chemikalie PFT (Perfluorierte Organische Tenside), die in Nordrhein-Westfalen als Bestandteil von Klärschlamm auf Felder gekippt wurde, steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Seit Entdeckung der PFT-Belastung von Trink- und Oberflächenwasser im Juni 2006 laufen staatsanwaltliche Ermittlungen, werden Bodenproben auf Feldern genommen.

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PFT in Arnsberger Blut

By admin um 8:26 am Tuesday, March 13, 2007

www.taz.de

verseuchtes trinkwasser

Wer suchet, der findet

Die Arnsberger hat es ganz offziell erwischt: In ihrem Blut schwimmt, amtlich beglaubigt, die schwer abbaubare Industriechemikalie PFT. Arnsberg soll ein schrecklicher Einzelfall sein und Opfer eines kriminellen Düngemittelherstellers. Letzteres stimmt. Allerdings stimmt auch: Nur eine zufällige Forschungsprobe konnte den PFT-Skandal aufdecken. Was sonst noch alles durch die Ruhr fließt, weiß niemand. Denn wie so viele Chemieabfälle sind perfluorierte Tenside unsichtbar. Vor solchen noch unentdeckten Zeitbomben sind vor allem die Ruhranrainer schlecht geschützt. Weil an der Ruhr anders als am Rhein keine großen Chemiewerke stehen und auf ihr keine Frachtschiffe fahren, sind Aktivkohlefilter bei Trinkwasseraufbereitung die Ausnahme. Sie sind aber das derzeit wirkungsvollste Mittel gegen PFT - weshalb sie im entdeckten Arnsberger Fall auch sofort installiert wurden.

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Thoridt:*Wir haben da ein grundsätzliches Problem*

By admin um 22:06 am Saturday, February 24, 2007

Westfalenpost Meschede:

(Meschede) Die Sprecherin der Grünen im Hochsauerland Mechthild Thoridt hat den Fraktionssprecher ihrer Partei im Stadtrat, Herbert Goffin, für sein Engagement bei der SBL kritisiert. “Wir haben da grundsätzlich schon ein Problem”, sagt sie. Goffin ist nach eigenen Angaben als sachkundiger Bürger bei der SBL tätig, einer Abspaltung der Grünen Fraktion im Kreistag. Er sei aber nach wie vor Mitglied der Grünen, betonte er. Nach Informationen der WP sind weitere Mitglieder der Grünen Fraktionen als sachkundige Mitglieder für die SBL aktiv. Thoridt erklärte, es gebe noch keine abschließende Entscheidung darüber, wie die Partei damit umgehe.

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Gruene Kreistagsfraktion als Marionetten der ehemaligen Ministerialbürokratie

By Matthias um 23:42 am Monday, November 6, 2006

Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen lädt ein, und der von 1995 bis 2006 im Umweltministerium für Abfall-, Abwasser und Trinkwasser zuständige Abteilungsleiter Harald Friedrich redet. Immer wieder ist das gleiche Bild von Steuerung dieser Kreistagsfraktion durch die ehemalige Ministerialebene zu beobachten. Für uns war dies nach heftiger Auseinandersetzung Grund genug, diese Fraktion zu verlassen und die eigene Fraktion Sauerländer Bürgerliste zu gründen(www.sbl-fraktion.de). Erneut versucht Harald Friedrich über die Grüne Kreistagsfraktion ein Zerrbild zu zeichnen: Er versucht weiterhin abzulenken von den Ursachen und den Verursachern der PFT-Vergiftung. Seit langem fragen wir uns, warum er dieses macht, und seit langem fragen wir uns, warum andere dabei mitmachen. Es geht bei der 10 ha großen Giftmülldeponie Scharfenberg doch nicht um die Frage, wann sie zu sanieren ist. Denn Einigkeit besteht bei fast allen (bis auf H. Friedrich und einigen der von ihm Beratenen) darin, dass wegen der außergewöhnlich hohen Giftbelastung eine umgehende Sanierung dieser Fläche notwendig ist. Offen ist nur noch, wie sich die Giftstoffe am effektivsten beseitigen lassen. Konkret geht es darum, ob die vom Landesumweltminister voreilig ausgewählte Sanierung durch eine Drainage oder (die teurere Variante) der Sanierung durch Bodenabtrag am sinnvollsten ist. Dafür sind vorherige hydrogeologische Untersuchungen unverzichtbar. Diese Voruntersuchungen wurden auch vom Hauptausschuß der Stadt Brilon auf Antrag der Briloner Bürgerliste einstimmig gefordert und auf Anfrage unserer Fraktion im Kreistag von der Kreisverwaltung zugesagt.Darüber hinaus geht es um die Frage, wie die anderen mit PFT belasteten Flächen von den Giftstoffen befreit werden können. Und es geht vor allem auch darum, wie zukünftig die offensichtlich vollkommen unzureichende Bioabfallverordnung verändert wird, damit solche Giftstoffe nicht mehr in Böden und Gewässer gelangen können.

Die restGrüne Kreistagsfraktion und ihr Berater H. Friedrich suchen die Hauptquellen am Grund des Möhnesees oder ganz woanders. Am Grund des Möhnesees mag das PFT mittlerweile liegen (Anreicherung im Sediment), denn offensichtlich sind die Giftstoffe aus den Äckern über Jahre in die Möhnetalsperre ausgewaschen worden. Dadurch könnte durchaus auch erklärlich sein, warum mehr Giftstoffe aus der Talsperre austreten als eintreten. Es dürften sich somit im Sediment des Sees erhebliche Anreicherungen finden, die jetzt ausgewaschen werden.

Der Hauptgrund für das errechnete vermehrte Austreten liegt aber darin, daß das Verhältnis zwischen abfließenden und zufließenden Wassermengen bei den von H. Friedrich verwendeten Meßwerten ganz anders war als sonst. Im Jahresdurchschnitt fließt an der Sperrmauer die 1,5 fache Menge des Wassers ab wie sie aus dem Möhnefluß in den Möhnesee zufließt; der restliche Zufluß stammt vor allem aus der Heve und aus Sammlung von Regenwasser. Bei den von H. Friedrich veröffentlichten Meßwerten betrug dieses Verhältnis aber 2,7 : 1, also fast das Doppelte. Gleichzeitig wurde der Bermecke-Bach „vergessen”, obwohl allgemein bekannt ist, dass das belastete Maisfeld bei Scharfenberg auf einer Kuppe liegt und sowohl in die Steinbecke als auch in die Bermecke entwässert, also zwei Bäche belastet. Da ist es dann kein Wunder, daß die Berechnungen des „Wasserexperten” zu falschen Ergebnissen führen.

Berechtigt ist allerdings die Forderung von H. Friedrich, nach der Rolle des Ruhrverbandes zu fragen. Warum hat der Ruhrverband, der für die Überwachung der Talsperren zuständig ist und modernste Laboratorien besitzt, nicht früher etwas von den Gifbelastungen bemerkt? Berechtigt ist aber auch die Frage nach der Verantwortung des H. Friedrich: Warum hat er als anerkannter Fachmann und verantwortlicher Abteilungsleiter im Umweltministerium nicht eher etwas gegen die Giftbelastungen in unseren Böden und der Möhnetalsperre unternommen? Bekannt ist die hohe PFT-Belastung der Ruhr in Fachkreisen bereits seit April 2004.

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Ablenkungen

By Matthias um 13:51 am Monday, November 6, 2006
“Kein Zusammenhang mit PFT-Skandal”

Auch Tage nach gütlicher Einigung schwelt Streit um Kündigung im Umweltministerium

Von Detlef BurrichterDÜSSELDORF · Der politische Schlagabtausch um einen engen Vertrauten der früheren NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hält unvermindert an. Der Rausschmiss von Harald Friedrich, dem früheren Abteilungsleiter für Abfall und Wasser, zieht auch Tage nach der gütlichen Einigung vor dem Arbeitsgericht weiter Kreise. In der CDU-Fraktion herrscht Empörung: Die Grünen würden den Fall nutzen, um gezielt Stimmung gegen NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) zu machen.

Insbesondere Verdächtigungen, es gebe einen Zusammenhang zwischen Friedrichs Entlassung und dem zeitgleich bekannt gewordenen Skandal um das Umweltgift PFT (perfluorierte Tenside) bringt CDU-Politiker in Rage. “Es ist eine Frechheit, so etwas zu behaupten”, machte CDU-Landwirtschaftsexperte Friedhelm Ortgies seinem Ärger Luft. Das Zusammentreffen beider Ereignisse sei purer Zufall. “Die wollen doch nur von der Sache ablenken”, so Ortgies. Es stehe nun einmal fest, dass Friedrich immer wieder Aufträge an ein Institut in Aachen vergeben habe, für das er selbst tätig war. Das sei der Kern der Auseinandersetzung und weiter nichts. Aus anderer Quelle hieß es außerdem, Friedrich habe einen Einstellungsbetrug begangen. Als es um die Einstellung seiner Stellvertreterin ging, habe er ihr - einer Parteifreundin - die Fragen zugeleitet, die im abschließenden Bewerbungsgespräch gestellt wurden.

Auch der Sprecher des Umweltministeriums stellte klar: “Es gibt keinerlei Zusammenhang mit dem PFT-Problem”, sagte Markus Fliege. Auch Vorwürfe, Uhlenberg sei seiner Fürsorgepflicht gegenüber Friedrich nicht nachgekommen, wies Fliege zurück. “Es gab auch keine politischen Gründe für die Beendigung des Dienstverhältnisses.” Das habe der Betroffene selbst in einer Pressemitteilung ebenfalls festgestellt.

In CDU-Kreisen sieht man in der gütlichen Einigung vor dem Arbeitsgericht keine vollständige Rehabilitation für Friedrich, wie das Grüne und SPD interpretierten. “Wenn ein leitender Beamter mit einer Abfindung von nur 75 000 Euro einverstanden ist, spricht das eher für einen Erfolg von Uhlenberg”, hieß es. Der habe eben einen jahrelangen Rechtsstreit verhindern wollen.


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80% der Belastung aus Scharfenberg?

By Matthias um 8:50 am Thursday, November 2, 2006

http://www.westfalenpost.de

Wie tief steckt PFT in der Erde?

Scharfenberg. Der Hochsauerlandkreis hat am Dienstag die Detailplanung für die Sanierung der mit PFT belasteten Fläche in Scharfenberg in Auftrag gegeben.

Die Fa. Terra Vital, ein Unternehmen aus dem Firmengeflecht des Briloner Unternehmers Ralf W. und seiner GW Umwelt (Borchen), habe die ihr bis zum 30. Oktober gesetzte Frist für die Auftragsvergabe verstreichen lassen. Das teilte der Hochsauerlandkreis am Dienstag mit.

Ein Gutachterbüro aus Bielefeld, das Institut für Umwelt-Analyse (IFUA), hat bereits am Dienstag mit Bodenuntersuchungen auf der insgesamt rund 10 ha großen Fläche zwischen der Siedlung Waldbruch und der Ortslage von Scharfenberg im Bereich von Mühlenteich und Siepen begonnen. Dazu werden bis auf drei Meter Tiefe Sonden in den Boden gerammt. Von den Proben erhoffen sich die Experten Auskünfte zu den geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen vor Ort, um die Wirksamkeit der vom HSK favorisierten Sanierungsmethode per Drainage abschätzen zu können. Die Sondierung erfolgt im Trassenverlauf dieser geplanten Drainage.

Von dieser mit bis zu 6500 Mikrogramm PFT pro Kilo Trockenmasse belasteten Fläche geht nach bisherigen Erkenntnissen 80 Prozent der Wasserbelastung in Möhne und Ruhr aus. Rund 400 kg reines PFT sollen auf dieser ehemaligen Weihnachtsbaumkultur, die jetzt mit Mais bewachsen ist, über die vermeintlichen Bodenenverbesserer aufgebracht worden sein. Über die Bermecke und die Steinbecke fließen pro Tag rund 60 Gramm PFT ab.

Weiterhin überprüfen die Fachleute das Verfahren für die Behandlung des belasteten Wassers mit Aktivkohle.

Vor dem Hintergrund des PFT-Skandals veranstalten die Kreis-Grünen Donnerstag, 16. November, um 18 Uhr im Kreishaus Meschede einen Info-Abend, an dem u. a. Ex-NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn teilnimmt.

01.11.2006

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