BUND NRW: Einsatz von Ionenaustauschern prüfen

By admin um 1:46 am Donnerstag, Februar 7, 2008

HSK: Bisher 1,44 Mio Euro Kosten für PFT-Sanierung in Scharfenberg

Zur Sitzung des Briloner Umweltausschusses waren der BUND-Landesvorsitzende Paul Kröfges sowie Frau Menne und Frau Brandenburg vom Hochsauerlandkreis als Referenten eingeladen worden. Es ging um den Stand der PFT-Sanierung auf dem ehemaligen Maisfeld bei Brilon-Scharfenberg.

Paul Kröfges stellte dar, daß zwei Drittel der PFT-Belastung der Ruhr aus den kontaminierten Flächen im Sauerland stammen, zum größten Teil von der 10,5 ha großen Fläche bei Scharfenberg. Das restliche Drittel der durchschnittlich knapp 500 g täglichen Fracht bei Essen wird von industriellen Einleitern verursacht.

Die Form der für das Scharfenberger Feld gewählten Sanierung sei grundsätzlich richtig, so Paul Kröfges. Die Drainage und mehrstufige Filteranlage seien wirksam. Allerdings sei die Anlage zu klein bemessen, so daß zu viel kontaminiertes Wasser an der Anlage vorbei direkt in die Steinbecke abgeleitet werde. Unklar blieb in der Sitzung auch nach den Vorträgen der Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung, wie hoch der Anteil des durch die Anlage abgefangenen Wassers wirklich ist.

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Auf vielen Äckern tickt eine Zeitbombe

By admin um 17:46 am Montag, Februar 4, 2008

Bielefelder Umweltinstitut präsentiert neue Studie zu den Gefahren von PFT

VON HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld. Die Gefahren, die von der mutmaßlich krebserregenden Industriechemikalie PFT (perfluorierte Tenside) ausgehen, sind vermutlich wesentlich größer als bislang bekannt. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus einer neuen wissenschaftlichen Studie ziehen, die das Bielefelder Institut für Umwelt-Analyse (IFUA) im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt hat.

Eine schriftliche Zusammenfassung der Studie wurde Mitte Dezember auf einer Fachtagung in Essen vor mehr als 130 Teilnehmern präsentiert. Sie liegt nun dieser Zeitung vor. Nach dem wichtigsten Fazit der Studie ist eine Gefährdung von Schutzgütern „schon bei PFT-Gehalten im Boden von unter 100 Mikrogramm pro Kilogramm nicht auszuschließen“. Als Schutzgüter werden die menschliche Gesundheit, das Grund- und Oberflächenwasser sowie das Boden- und Pflanzenleben definiert. Anlass der Studie war das verbreitete Auftreten von PFT in Klärschlämmen.

Man habe die wissenschaftliche Bewertung möglicher Gefahren unter Vorsorge-Gesichtspunkten erstellt und einen zusätzlichen Sicherheitspuffer eingerechnet, erläuterte IFUA-Leiter Dietmar Barkowski auf Anfrage dieser Zeitung. Mit der aktuellen Studie für das Umweltbundesamt sei nun „erstmals belegt worden, dass PFT durchaus vom Boden in die Pflanzen wandern kann“. Wegen der hohen Mobilität der Industriechemikalie müssten unter Vorsorge-Aspekten bereits geringste PFT-Gehalte im Boden für das Grundwasser als „problematisch“ angesehen werden.

Besondere Brisanz gewinnt die IFUA-Studie jedoch erst dann, wenn man sie in einen Zusammenhang mit dem aktuellen PFT-Skandal in Nordrhein-Westfalen stellt.

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Arslan kritisiert Kochs polarisierenden Wahlkampf

By admin um 10:58 am Sonntag, Februar 3, 2008

Im HSK fanden im Januar 2007 und im Januar 2008 viel beachtete Intagrationskonferenzen statt. Zwischendurch wurde in Arbeitskreisen ein Integrationskonzept mit vielen konkreten Maßnahmen erstellt, das nun im Kreis umgesetzt werden soll. Moderator dieser beiden Konferenzen war Bülent Arslan. Die „WELT“ berichtete nun über seine Reaktion auf das Desaster der CDU bei der Hessen-Wahl:

Der DTF-Vorsitzende Bülent Arslan, der auch dem CDU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen angehört, verlangt von der Parteivorsitzenden Angela Merkel als Konsequenz aus der hessischen Wahlniederlage eine grundsätzliche Entscheidung. „Wollen wir in Zukunft eine Partei sein, die nur die Deutschstämmigen anspricht, oder binden wir die Wählergruppe der Menschen mit Migrationshintergrund bewusst mit ein?“, schreibt Arslan in einem Brief an die Bundeskanzlerin. Roland Kochs „polarisierender Wahlkampf habe zu den großen Stimmverlusten der CDU in Hessen beigetragen“, schreibt Arslan. Die Bundesregierung habe unter der Führung von Merkel mit der Einrichtung des Integrationsgipfels und der Islamkonferenz einen historischen Schritt unternommen, der die Migranten in die Verantwortung nehme. Der hessische Wahlkampf sei jedoch gegen dieses „wahlentscheidende Milieu“ ausgerichtet gewesen.

Viele Migranten teilten die konservativen Wertvorstellungen der CDU-Wähler. „Sie fühlen sich jedoch bewusst von der Partei vor den Kopf gestoßen und ausgegrenzt“, schreibt Arslan. Statt für Abgrenzung müsse die CDU stehen für „integrativen Patriotismus, der die Deutschen verschiedener Herkunft durch die Liebe zu Deutschland eint“.

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Biogasanlage ohne Klärschlamm?

By admin um 1:25 am Freitag, Februar 1, 2008

Am Mittwoch trafen sich beim Oberlandesgericht in Hamm ein Briloner Landwirt und der Verlag der „Westfalenpost“. Der Landwirt hatte vor 2 Jahren eine Biogasanlage in Betrieb genommen. Beim OLG wurde er von seinem Rechtsanwalt begleitet, einem ehemaligen CDU-Ratsmitglied in Osnabrück.

Der Partner des Landwirts bei dieser Anlage war sein Nachbar Ralf W., allgemein bekannt als mutmaßlicher wesentlicher Verursacher des PFT-Skandals. Ralf W. war Geschäftsführer der Firma „GW Umwelt“ und mehrerer weiterer Firmen. Sie ließ sich den Export von fast 100.000 Tonnen Klärschlammen aus den Niederlanden nach Deutschland genehmigen, der dann in großen Mengen – und vermutlich mit nur geringfügigen Beimischungen – auf Felder wie das Maisfeld bei Brilon-Scharfenberg aufgebracht wurde. Die Klärschlämme stammen aus kommunalen und industriellen Abwasseranlagen in der Provinz Gelderland; nach den dortigen Gesetzen hätten sie in den Niederlanden nicht verwertet sondern nur verbrannt werden dürfen. Eine in Apeldoorn ursprünglich eingeführte Naßoxydation dieser Klärschlämme wurde bereits 2004 wegen Anlagenausfalls endgültig eingestellt.

Am 29. Juni 2007 veröffentliche das NRW-Umweltministerium eine Presseerklärung. In der teilte es mit, daß in den Kreisen Hochsauerland und Soest in 3 Biogasanlagen sehr hohe PFT-Werte gefunden worden seien. Die WP recherchierte weiter (bei Landesregierung, Bezirksregierung und Kreis) und fand heraus, daß es sich bei einer dieser drei Anlagen um die Biogasanlage des Briloner Landwirts und des Ralf W. handelte. In dieser Anlage würden auch Klärschlämme verarbeitet, schrieb die WP weiter
Das betrachtete der Landwirt als geschäftsschädigend und verlangte von der WP Unterlassung. Nachdem er in der 1. Instanz sogar Recht bekommen hatte, rief der Verlag der WP das OLG an.

Hier gab es in der Verhandlung Erstaunliches zu hören.

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