Rat beschließt Kunstrasenplätze

By admin um 19:37 am Donnerstag, Juni 19, 2008

In der heutigen Ratssitzung haben CDU, SPD und FDP beschlossen, dass nahezu alle Gelder, die in der Sportförderung zur Verfügung stehen, in Kunstrasenplätze gehen:
Die Instandsetzung des Röhrtalstadions kostet incl. des Neubaus einer *Warmlaufzone* 250000,- E, der Neubau eines Kunstrasenplatzes in Allendorf liegt bei 548000,- , der Kunstrasenplatz in Hachen liegt bei 328000,- und Stockum schlägt mit 350000,- zu Buche. Von diesen Gesamtkosten in Höhe von 1,476 Mio E trägt die Stadt 846200,- E.
Die Grünen hatten beantragt den Punkt nocheinmal zu beraten um Alternative zu beleuchten, das wurde aber abgelehnt, da die Vereine auf Grund steigender Ölpreise mit dem Bau beginnen möchten.
Der Beschluß hat eine Schwerpunktbildung im Fußballbereich zur Folge. Es ist abzusehen, das auf Grund fehlender Finanzmittel die Sportplätze in den anderen Dörfern bei anstehenden Instandsetzungen leer ausgehen werden.
Die Grünen hatten deswegen alternativ vorgeschlagen keine Kunstrasenplätze zu bauen und statt dessen Naturrasenplätze in allen Dörfern anzulegen.
Für die CDU war dies indiskutabel: Günther Martin vertrat die Ansicht, das Naturrasenplätze bei uns nicht möglich seien.
Und auch die SPD hatte sich der Kunstrasenfußballlobby gebeugt: Noch in seiner Haushaltsrede hatte der Fraktionsvorsitzende Jürgen ter Braak betont das die SPD den Neubau einer Turnhalle für sinnvoller halte.
Ob in 15 Jahren noch Gelder für die Renovierung der Kunstrasenfläche zur Verfügung stehen und wo der Plastikmüll dann entsorgt wird steht in den Sternen.

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Alle sind für einen Schutz des Kalkwalds!

By admin um 12:57 am Sonntag, Juni 15, 2008

Sundern, 11.06.2008,

… (ass) Mit Spannung erwarteten 30 Anlieger aus der Röhre die Diskussion um die Erweiterung des Steinbruchs in Westenfeld im Planungs- und Umweltausschuss. Vor einigen Tagen haben sie sich unter dem Namen „BIgS“, „Bürgerinitiative gegen Steinbrucherweiterung“, zusammengetan.

Während der Sitzung übergab der Vorsitzende der Grünen/Bündnis 90, Klaus Korn, eine Unterschriftenliste mit über 200 Namen, die sich gegen die Erweiterung aussprechen, an Beigeordneten Meinolf Kühn. An Bürgermeister Friedhelm Wolf ging gleichzeitig ein Papier der „BIgS“, das alle Fragen und Ängste der Anlieger auflistet.

In der Sitzung stellte Klaus Korn seinen Antrag auf eine Patenschaft der Stadt für das Kalkwäldchen, das bei einer Erweiterung des Steinbruches abgebaggert werden würde, vor. „Dort sind viele Rote-Liste-Arten wie die Braune Nadelschnecke zu finden. Dies ist das östlichste Verbreitungsgebiet in Europa“, erläuterte Korn.

Er stelle sich vor, dass auch gleichzeitig etwas für die Aufforstung und Entfichtung getan werde könne. Vielleicht könne der Stadtförster beim Verkauf und der Anpflanzung helfen. „Wir hoffen auf einpositives Signal“, beendete er seinen Vortrag.

Auf Seiten der anderen Fraktionen gab es aber noch eine Menge Fragen: „Was ist wenn wir ins Obligo müssen?“ oder „Wie ist das Ganze rechtlich zu sehen?“ Auch Beigeordneter Meinolf Kühn hatte Bedenken: „Artenschutz und schützenswerte Flora und Fauna kommen ohnehin, wenn das Verfahren weitergetrieben wird, in die Abwägung hinein. Wir wollen ja auch den Landschaftsplan fortschreiben, auch dort könnte man dies verankern.“

Zustimmung gab es von der SPD: „Wir sind ohne wenn und aber für den Erhalt des Kalkwaldes“, so Willi Vogt. „Ist aber die Patenschaft der richtige Weg?“ Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Martin räumte ein: „Wir sind bei ihnen, Herr Korn. Aber vor der Entscheidung müssen wir wissen, ob Entschädigungen auf uns zu kommen.“ Die Verwaltung will diese Fragen bis zum nächsten Ausschuss prüfen: „Denn Kosten und Konsequenzen einer Patenschaft sollten schon bekannt sein, bevor eine Entscheidung fällt“, so Ausschussvorsitzender Klaus Tolle.

aus: Westfalenpost

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Das kluge Gericht hat getagt!

By admin um 12:45 am Sonntag, Juni 15, 2008

Am 14.6. fand eines Sitzung des Landesschiedsgerichts in der Zentrale der hessichen Grünen in Wiesbaden wegen der Parteiausschlussverfahren die vom KV Hochsauerlandkreis angestrebt wurden (1 Verfahren war dort noch anhängig) statt. Das Landesschiedsgericht hat sehr klug und weise beraten. Daraufhin hat der Kreisvorstand den Antrag auf Parteiausschluss zurückgezogen. Es bleibt zu hoffen , dass der Kreisvorstand auch den weiteren Empfehlungen des Landesschiedsgerichts folgt und die Verfahren damit endgültig begraben sind.

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Wie die Verwaltung im Abschlußbericht Wasserwerk Sundern schweigt!

By admin um 21:05 am Montag, Juni 9, 2008

Für die kommende Werksausschusssitzung legt die Verwaltung den Abschlussbericht zum Neubau des Wasserwerks Sundern vor. Kostenentwicklung und Betriebserfahrung zum neuen mit aufwendiger Technologie ausgestatteten Wasserwerk in der Röhre dessen Gesamtbaukosten 2,85 Mio E betragen sollen in der Sitzung dargestellt werden.
Für die Grünen ist die Darstellung der Verwaltung vollkommen mangelhaft. Es fehlen entscheidende Aussagen:
Es finden sich keinerlei Angabe dazu, wie hoch die Anschaffungs- und Montagekosten für die aufwendige Membrantechnolgie und die Aktivkohle sind.
Der Einbau der Technologien ist in der Vergangenheit damit begründet worden, das chlorierte Kohlenwasserstoffe in der Wassergewinnung nachgewiesen wurden. Den Ursachen will die Verwaltung aber offensichtlich nicht nachgehen. Es ist ja auch viel einfacher den Verbraucher die Zeche zahlen zu lassen, als eventuele Verursacher der Verunreinigungen in Haftung zu nehmen.
Auch zu den Betriebskosten, die dadurch verursacht werden finden sich keine Angaben: Die laufenden Kosten des Wasserwerks Röhre sind umso höher je häufiger die Aktivkohle auf Grund der CKW -Belastung erneuert werden muß.
Vollkommen widersprüchlich werden die Verwaltungsangaben bei den geförderten Wassermengen: So wird behauptet das die maximale Aufbereitungsleistung von 250 m³/h problemlos erreicht würde, dass die höchste Rohwasserentnahme bisher allerdings bei max 3615 m³/d lag (was rechnerisch lediglich 150 m³/h entspricht). Die Grünen gehen davon aus, das bei einer Entnahmeleistung von 250 m³ auf jedenfall auch Wasser aus dem Bereich Selschede/Westenfeld in die Anlage fließt, so daß eindeutig die Wasserschutzzone um diesen Bereich, in dem auch die geplante Steinbrucherweiterung liegt ergänzt werden muß.

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Geldverschwender CDU und FDP: Sie wollen unsinnige Klage gegen Windkraft

By admin um 8:01 am Samstag, Juni 7, 2008

Ein solidarischer Akt
Sundern, 06.06.2008, 0 Kommentare
Hövel. (stef) Auch wenn der Klage der Stadt Sundern in Sachen Windkraftanlagen an der Stadtgrenze bei Hövel bisher wenig Erfolg in Aussicht gestellt wurde, soll das Klageverfahren weitergeführt werden. Aus Solidarität zu den Bürgern. …

… Das entschied am Donnerstag der Hauptausschuss mehrheitlich mit den Stimmen der CDU und der FDP.

Auch einige Höveler Bürger waren am Donnerstagabend zu der Sitzung in den Ratssaal gekommen. Allen voran Ortsvorsteher Karl Rüther, der über die Stimmung im Dorf berichtete. „Bisher habe ich immer mit dem Satz überzeugen können: Unser Dorf hat Zukunft. Das hat sich jetzt schlagartig geändert.“ Damit bezog er sich auf die Nachricht, dass nach dem Erörterungstermin beim Verwaltungsgericht wenig Aussicht auf Erfolg für die Stadt Sundern besteht. (Die WP berichtete.) Eine Entscheidung über die Weiterführung der Klageverfahren stand nun an.

Anschaulich vermittelte er dem Hauptausschuss, was den Hövelern ins Haus stehen könnte: „Die Windräder sollen 149 Meter hoch werden, also fünfmal so hoch wie unsere Kirche.“ Durch die Geräusche und Lichtspiele entstehe ein Disko-Effekt, und zwar Tag und Nacht, führte er weiter aus. Und er nahm die Stadt in die Pflicht: „Wir haben uns anwaltlich beraten lassen: Der Standort liegt in einem Naherholungsgebiet, da ist die Stadt die Trägerin. Wir sind schon der Meinung, dass wir mit Hilfe der Stadt einiges erreichen können.“

Dieser Appell zeigte Wirkung. Zumindest bei den Politikern von CDU und FDP. SPD und Grüne hätten lieber dem Vorschlag der Verwaltung entsprochen, den Klageweg hier zu verlassen. „Wir haben nicht in einem Punkt Aussicht auf Erfolg“, hatte der Beigeordnete Meinolf Kühn vorab erläutert. Und SPD-Fraktionschef Jürgen ter Braak pflichtete ihm bei. „Das ist uns von der Verwaltung auch schon vorausgesagt worden.“ Die Sozialdemokraten fanden die Klage der Stadt schon im vorigen Jahr nicht sinnvoll. Dabei ging es ihnen nicht um die Frage, ob sie die Sache für gut oder schlecht erachten, als vielmehr „um die Frage, ob wir dabei nicht wissentlich Geld zum Fenster hinausschmeißen“, so ter Braak. Auch Klaus Korn von den Grünen meinte, bei so geringen Erfolgsaussichten würde das Klageverfahren nur „unnötig Kosten verursachen“.

Die FDP blieb ihrer Linie vom vergangenen Jahr treu. „Wir unterstützen die Klage, wir bleiben dabei“, sagte Hans-Werner Ehrenberg, der sich erkundigte, ob denn Gespräche beider Städte auf politischer Ebene bei der Bezirksregierung etwas ergeben hätte. „Nein“, berichtete Bürgermeister Friedhelm Wolf, „das Ergebnis ist gleich null.“

Auch diese Nachricht brachte Schwung in die Reihen der CDU. Friedel Schültke sprach Klartext: „Das ist ein sehr unhöflicher Akt der Stadt Arnsberg gegenüber der Stadt Sundern, insbesondere der Höveler Bürger.“ Er stellte sich vor die Betroffenen und plädierte für die Solidarität der Stadt mit ihren Bürgern, sprich das zweite Klageverfahren zu den innerhalb der Wasserschutzzone II geplanten Windkraftanlagen1, 3 und 5 anzustreben. Dazu sollten „neue Anklagepunkte gesucht und erforscht werden“, so Friedel Schültke. „Die Chance, den Hövelern zu helfen, sollten wir nutzen.“

Neue Klagegründe? „Mir fallen keine ein“, hielt Wolf diesem Vorschlag entgegen. „Wir haben unser Pulver verschossen.“ Die CDU ihres allerdings nicht. Nach fünf Minuten Unterbrechung verkündete Fraktionsvorsitzender Günter Martin: „Die Klage gegen die erste Genehmigung soll zurückgezogen, die gegen die zweite eingereicht werden.“ Die Frist bis zum 13. Juni muss gewahrt werden, bis zur Ratssitzung am 19. Juni sollen Fachanwälte den Fall noch einmal recherchiert haben. „Wir möchten, dass auch dieser letzte Versuch unternommen wird“, so Martin.

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Steinbrucherweiterungsfläche unter Schutz gestellt!

By admin um 20:10 am Dienstag, Juni 3, 2008

Kalkwald bald im Biotop-Kataster
Sundern, 03.06.2008, 0 Kommentare
Sundern. (ass) In Sachen WSI-Steinbrucherweiterung gibt es neue Fakten: Die Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat gestern mitgeteilt, dass die komplette Erweiterungsfläche wieder in das Biotop-Kataster aufgenommen wird. …

… Das berichtete ein Vertreter der Behörde gestern dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Klaus Korn, bei einer Begehung des Kalkwäldchens zwischen dem bisherigen Abbruch und der Hochspannungsleitung.

Die Begründung, so Korn, sei der Artenreichtum, der sich in diesem so genannten Waldmeister-Kalkbuchenwald in dem Kalkrücken zwischen Westenfeld und Röhre befindet. In etwa zehn Tagen sei dies auch wieder auf den verschiedenen Internetseiten der LANUV vermerkt, so der Vertreter der Behörde.

Enttäuschung bei den Grünen besteht allerdings darüber, dass im Betriebsausschuss am Mittwoch, 11. Juni, kein Geologe zu Wort kommen wird. Wegen eines Umzuges seiner Behörde könne dieser erst in der September-Sitzung gehört werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage zur Sitzung.

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