Neues von der HSK Ausländerbehörde

By admin um 8:38 am Dienstag, Januar 20, 2009

DerWesten – 19.01.2009
https://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/staedte/sundern/2009/1/19/news-106381615/detail.html
„Schajan ist mehr Deutscher als Iraner“
Realschüler kämpfen gegen Abschiebung
Sundern, 19.01.2009, Heinz Krischer,
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Sundern. Eigentlich sind die Zukunftsaussichten des jungen Sunderners blendend: Ingenieur möchte er mal werden, oder Arzt – und die guten Noten des sympathischen Realschülers lassen diesen Wunsch nicht als unreell erscheinen.

Und doch: Ob es jemals so weit kommt, ist unklar: Das Ausländeramt des HSK verweigert ihm bislang eine Aufenthaltserlaubnis. Heute wird erneut vor Gericht darum gekämpft.

Vor acht Jahren kam Schajan Salahijekta (16) mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland. Seine Eltern hatten Protestflugblätter gegen das Regime der Ajatollahs verteilt und wurden deshalb verfolgt, berichtet Schajan. Ihre Flucht führte sie nach Sundern. Andere Verwandte flohen ebenfalls aus dem Iran, sie wurden in Bonn untergebracht. Doch während die Asylanträge von Schajans Großeltern, von seinen Tanten und Onkeln, die bei Bonn leben, allesamt als begründet angesehen wurden und die Verwandten zum Teil mittlerweile deutsche Staatsangehörige sind, lehnte das Bundesamt die Asylanträge von Schajans Eltern ab. Auch nachdem Schajans Vater vor drei Jahren starb, änderte sich nichts an der Situation für Schajan und seine Mutter, die nach wie vor in Sundern leben.

Seitdem haben die beiden den Status der „Duldung.” Das heißt: Theoretisch könnte jederzeit eine Abschiebung erfolgen. „Aber das ist zurzeit nicht geplant, es laufen ja auch noch Verfahren”, sagt Martin Reuther, Pressesprecher des HSK, dessen Ausländeramt den Fall betreut.

Eines der Verfahren findet heute am Arnsberger Verwaltungsgericht statt. Dort hat der Anwalt der Familie eine Klage eingereicht, deren Ziel eine dauernde Aufenthaltsgenehmigung ist. Die lehnt das Ausländeramt des HSK ab – mit einer vielleicht juristisch korrekten, wenngleich auch das ganze Dilemma der Flüchtlinge offenbarenden Begründung.

Schajans Mutter wird vorgeworfen, sie habe sich nicht aktiv um die Beschaffung von Ausweispapieren gekümmert. Wäre z.B. nicht zur iranischen Botschaft gegangen, um sich dort einen neuen Pass für den von ihr verlorenen zu besorgen. Auf diese Weise hätte sie das Verfahren behindert. Und das sei ein Grund, die Aufenthaltsgenehmigung zu versagen.

Heute entscheidet

Verwaltungsgericht

„Der Punkt ist doch: Sie hatte Angst, zu der Botschaft des Landes zu gehen, das sie verfolgt und bei einer Rückkehr mit schlimmen Strafen bedroht. Und hätte sie die Papiere gehabt – dann wäre sie doch vermutlich schon vor Jahren abgeschoben worden”, sagt Hans-Werner Kölsch, Lehrer von Schajan.

Doch diese „unkooperative” Haltung soll jetzt nach Ansicht des Ausländeramtes beim HSK verhindern, dass eine Altfallregelung greift, die gerade Jugendlichen, die mindestens sechs Jahre in Deutschland gelebt haben, ein dauerndes Bleiberecht verspricht.

Schajans Klassenkameraden in der 10b der Sunderner Realschule verstehen die Welt nicht mehr. Mit einer Unterschriftenaktion unterstützen sie ihren Klassenkameraden – über 300 Sunderner haben bereits einen Appell, dass Schajan und seine Mutter bleiben dürfen, unterschrieben. „Wenn wir zurück müssen, dann droht meiner Mutter Gefängnis oder sogar die Todesstrafe, weil sie sich gegen das Regime gewandt hatte”, fürchtet Schajan. „Und ich werde mich in dem Land, in dem keine Verwandten von mir mehr wohnen und dessen Sprache ich nicht spreche, nicht zurecht finden”.

Das befürchten auch seine Klassenkameraden. „Ich finde das total unbegründet”, sagt Eric. „Schajan ist mehr Deutscher als Iraner – selbst gekocht wird bei ihm zuhause deutsch”, sagt Ferhat. „Er hat sich nie etwas zuschulden kommen lassen, ist ein wirklich guter Schüler”, betonen auch Dennis und Sebastian, die Schajan kennen, seit er in die 2. Klasse der Marienschule kam.

Jetzt kommt es auf das Arnsberger Verwaltungsgericht an. Und Schajan weiß: „Es geht um meine Zukunft!”

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Genehmigt ULB Abholzung des Kalkbuchenwalds bei Westenfeld?

By admin um 20:38 am Sonntag, Januar 18, 2009

Seit wenigen Tagen hat der Grundstückseigentümer des unter Naturschutz gestellten Kalkbuchenwaldes bei Selschede damit begonnen den wertvollen Eichen- Buchenwald abzuholzen. Von der Straße nicht sichtbar wurde zunächste der Waldrandbereich Richtung Süden, der Kalkrücken in der Mitte und die Klippenkante zum Steinbruch freigeschlagen.
Um den Kalkbuchenwald ist ein heftiger Streit entbrannt, weil die Grundstückseigentümer die Fläche gerne an die Strabag verkaufen möchten die die Fläche für eine Erweiterung des von ihr erworbenen Steinbruchs der Westenfelder Steinindustrie nutzen möchte.
Von der Unteren Landschaftsbehörde wurde der Kalkbuchenwald einstweilig sichergestellt.
Nachdem heute Anzeige gegen die Abholzung gestellt wurde hat der Grundstückseigentümer gegenüber der Polizei ausgesagt, das ihm die Untere Landschaftsbehörde eine Genehmigung für die Abholzung erteilt habe.

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