Landesförderung für Weihnachtsbaumbarone!?

By admin um 18:20 am Sonntag, April 19, 2009

Bei einer Exkursion mit dem Stadtförster Dreeskornfeld besichtigten die Grünen Sundern den wiederaufgeforsteten Stadtwald im Bereich Westenfeld. Die Stadt hat dort einen Mischwald überwiegend aus Amerikanischer Roteiche, Stileiche, Buche, Douglasie und Küstentanne angepflanzt, und versucht nun diesen Wald groß zu bekommen. Nach Ansicht der Grünen dürfte dies ein schwieriges Unterfangen sein, da gerade die jungen Triebe der Laubbäume mit Vorliebe vom Rehwild gefressen werden. Bei dem Waldspaziergang wurde auch ein durch die Holzbergung zerstörter Quellbereich besichtigt. Hier zeigte sich wie wichtig es gewesen wäre, die Forderung der Grünen einzuhalten keine Quellbereiche zu befahren und das Holz dort liegen zu lassen.
Die Grünen üben auch scharfe Kritik an der Förderpolitik des Landes: Zwar werden die Laubholzjungpflanzen bezuschusst, doch dieser Zuschuss deckt nicht einmal die Kosten der Pflanze. Pflanzung, Jungwuchspflege und der notwendige Schutz vor Wildverbiss bleiben erhebliche Ausgaben die der Waldbesitzer zu tragen hat.
Somit bleibt es insbesondere für die Privatwaldbesitzer ein teures Unterfangen Laubholz zu pflanzen. Die Grünen hätten hier nach Kyrill eine erheblich höhere Förderung des Landes für die Wiederbewaldung mit Lauholz erwartet. Zudem fehlen in den Förderrichtlinien Maßnahmen für eine natürliche Wiederbewaldung: Auf vielen Flächen würde sich bei uns ein artenreicher Laubmischwald entwickeln, wenn der Wilddruck auf den Flächen geringer ist. Dies läßt sich allerdings oftmals leider nur durch eine komplette Einzäunung der Flächen erreichen, die nicht (mehr) gefördert wird.
Statt die Entwicklung mit Laubholz stärker zu fördern, hat das Land im vergangenen Jahr offensichtlich die Vorliebe der sauerländer Waldbesitzer für Schnittgrün- und Weihnachtsbaummonokulturen weiter finanziell unterstützt: Unter dem Begriff *vorbeugender Waldschutz* wurden vom Land Häckselung großer Flächen gefördert auf denen nachfolgend Weihnachtsbäume gepflanzt werden. Bei diesen Maßnahmen werden die Bodenstrukur vollkommen zerstört und eine erosionsgefährdete Kultursteppe hinterlassen. Mit nachhaltiger Forstwirtschaft im öffentlichen Interesse hat das nach Ansicht der Grünen nichts zu tun. Offensichtlich handelt es sich hierbei eher um eine Landesförderung für Weihnachtsbaumbarone.

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Ist die Ferienhausanlage Amecke eine Mogelpackung?

By admin um 23:20 am Mittwoch, April 8, 2009

Die Vorstellung des Investors für die Ferienhausanlage Amecke in der vergangenen Ratssitzung hatte nach Ansicht der Grünen wenig Substanz. Für selbstverständlich hätten es die Grünen gehalten, wenn der Investor touristische Projekte, die bereits von ihm abgeschlossen wurden, in der Sitzung als Referenzen vorgelegt hätte. Doch erst auf Nachfrage des Grünen Ratsmitglieds Matthias Schulte- Huermann sagte der Investor zu eine entsprechende Liste dem Protokoll beizufügen. Die Angaben in der Sitzung dazu waren mehr als dürftig. Vollkommen unbefriedigend waren auch die Aussagen zum Freibad: Während dem Investor ein fertiger Bebauungsplan an die Hand gegeben wird, konnte er sich zu keiner Aussage durchringen ob ein möglicher Betreiber des Ferienparks das Freibad nutzen will .Für die Grünen war die Frage der Verwendung des Freibads und der Erhalt der Einrichtung für die Öffentlichkeit immer eines der Hauptargumente für eine Ferienhausanlage an der Sorpe.
Genauso schwammig und unkonkret sind für die Grünen die Aussagen zu weiteren Nutzung des Tennisplatzes.
Was allerdings am meisten überraschte in der Sitzung war die Aussage, das bisher noch kein konkreter Betreiber für eine Ferienhausanlage genannt werden konnte.
Entweder der Investor wollte ihn nicht nennen, oder aber er hat wirklich noch keinen Betreiber.
Für die Grünen ist das allerdings eine Grundvoraussetzung bevor weitere Verträge geschlossen werden und um entscheiden zu können ob die Anlage dort einen Sinn macht. Eine Ferienhausanlage die genehmigt wird und später in eine ganz normale Wohnanlage umgewandelt wird weil ein Betreiberkonzept fehlt ist eine planerische Katastrophe für die Sorpe. Dies würde bedeuten das es den Verantwortlichen in der Stadt nicht darum ging eine nachhaltige touristische Konzeption zu entwickeln sondern dem CDU Ortsfürsten von Wrede in Parteipatronageart 20 ha Waldfläche in Bauland umzuwandeln. Der vorhandene Bebauungsplan jedenfalls verhindert eine solche Entwicklung nicht. Dafür spricht auch, das entsprechende Einwendungen grüner Ratsmitglieder zum Bebauungsplan schlicht und ergreifend ignoriert wurden.
Im nichtöffentlichen Teil der gleichen Ratssitzung wurde dann noch Hals über Kopf ein sog. Optionsvertrag (ohne das er überhaupt vorlag) gegen die Stimmen der Grünen beschlossen.
Im öffentlichen Teil der Ratssitzung hieß es noch dazu: * Zu den Inhalten der zu schließenden Vorvereinbarung und dem später zu schließenden Optionsvertrag wird im nichtöffentlichen Teil berichtet.*
Nach der Sitzung bleibt für die Grünen der Eindruck, das es sich bei der *Ferienhausanlage* Amecke um eine unseriöse Mogelpackung handelt.

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Endorfer Großwildjäger

By admin um 19:58 am Montag, April 6, 2009

Die neugestaltete Jagdabteilung der Àlten Schmitte`in Endorf läßt sich an Geschmacklosigkeit nicht mehr übertreffen.
Abgeschnittene Köpfe von afrikanischen und europäischen Wildtieren hängen als Trophäen an den Wänden. Gliedmaßen von verschiedenen Tieren dienen als Dekoration.
Es ist einfach schlimm, dass noch heute Wildtiere wegen solcher Jagd- und Sammelleidenschaften abgeschossen werden. Diese Art von Großwildjägertum sollte der Vergangenheit angehören.

Klaus Korn

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Grüne stimmten nicht für neuen Ehrenbürger!

By admin um 7:24 am Freitag, April 3, 2009

Sundern. (ass) Die Stadt hat seit gestern einen neuen Ehrenbürger: Ferdi Tillmann (76) aus Stockum wurde gestern Abend nach einem mehrheitlichen Ratsbeschluss dazu ernannt. Tillmann ist neben Franz Müntefering, der im Vorjahr ernannt wurde, der dritten Ehrenbürger der neuen Stadt Sundern.

Kritik kam von Klaus Korn (Grüne), der aus ökologischen Erwägungen (Bau von Autobahnen, Bobbahn Winterberg und dem Klettern im Hönnetal) gegen den Vorschlag stimmte. Die beiden anderen Vertreter der grünen Fraktion enthielten sich.

Erster Ehrenbürger war seinerzeit Franz Josef Tigges.Der Sunderner Heimatbund äußerte sich unterstützend: „Ferdinand Tillmann hat sich durch seinen beispielhaften und außergewöhnlichen Einsatz für die Menschen, für seine Heimat und für die gesamte Region verdient gemacht”, heißt es in der Stellungnahme des Heimatbundes. Bürgermeister Friedhelm Wolf erwähnte gestern noch das große Engagement auf kommunaler und bundespolitischer Ebene hinzu. Die Liste der Ehrenämter, die der Diplom-Kaufmann, derzeit inne hat, ist groß: So trat er zwar vor kurzem als Ortsvorsteher (1994 bis 2008) seines Heimatortes zurück, übernahm aber das Amt des Ortsheimatpflegers, und sprüht schon wieder vor Ideen. Außerdem ist Tillmann seit 2008 2. Vorsitzender des Kulturrings Sundern. Dort liegt auch ein Schwerpunkt seiner Arbeit: So gilt er als Initiator des „Dorfmusicals” in Stockum sowie des Kunstsommer und des Johannismarktes. Auch der Skulpturenweg, der Stockum mit Dörnholthausen verbindet, ist von ihm und Johannes Dröge umgesetzt worden. Schon seit der Gründung gehört Tillmann dem Sunderner Heimatbund an: „Zahlreiche Beiträge und Veröffentlichungen zur Geschichte der Stadt Sundern auf heimatkundlichem Gebiet wären ohne seine finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen”, betonte Vorsitzender Friedrich Schulte-Cramer. Er hebt auch die Anna und Ferdinand Tillmann-Stiftung hervor, die manches Vorhaben ermögliche, was sonst nicht finanzierbar gewesen wäre. Zusätzlich gelobt wird die Renovierung des alten Krämerschen Hofes und den Ausbau zum Kulturzentrum „Schepes Huof”. Ergänzend sind seine Vorsitze im MGV Stockum, im Verein 1000 Jahre Stockum, in der Interessengemeinschaft Hönnetal und des Forums Luft- und Raumfahrt Bonn/Berlin zu nennen. Die politische Karriere des Christdemokraten ist hinlänglich bekannt: Nach dem Gemeinderat in Stockum und dem Stadtrat Sundern, seiner Tätigkeit als Landrat des alten Kreises Arnsberg war Tillmann von 1972 bis 1994 im Bundestag. Die Aufzählung aller Aktivitäten wäre aber nicht vollständig, würde nicht Tillmanns Engagement im Dorfwettbewerb erwähnt: Sein schönster Erfolg kam 2003 mit der Goldmedaille für Stockum, Dörnholthausen und Seidfeld. In den Wettbewerbsjahren hat der neue Ehrenbürger Sunderns die Wettbewerbskriterien konsequent auf seine Heimat angewandt und umgesetzt.

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