Kyrill und seine Folgen!

By admin um 12:00 am Sonntag, Juli 19, 2009

Nach dem Sturm Kyrill, der mehrere tausend ha Wald entwurzelt hat wird ein Großteil der Flächen nun wieder aufgeforstet. Dabei gehen einige der Waldbesitzer mit Radikalmethoden vor: Die Flächen werden komplett gefräst (wobei die gesamte Bodenstruktur, die vorkommenden Lebewesen und Kleinbiotope vernichtet werden) oder die Baumstubben werden unter großem Maschineneinsatz gerodet. Dies wird oft dort gemacht, wo anschließend Weihnachtsbäume oder Schnittgrünkulturen angelegt werden. Diese als Plantagen angelegten Monokulturen haben nach Ansicht der Grünen mit Wald nichts mehr zu tun. Hier kommt es zu einem verstärkten Pestizid- und Herbizideinsatz, so dass die Flächen mehr Maisäckern ähneln. Es ist davon auszugehen, dass sie nach Ende der Nutzung wiederum gerodet werden. Nachdem nun schon die Randlagen der Dörfer (z.B. Altenhellefeld) mit Weihnachtsbaumkulturen weitgehend bepflanzt sind fressen sich die Flächen weiter in die Homert hinein.

Diese Intensivierung wiederspricht den Zielsetzungen des Waldgesetztes: Wald ist nachhaltig und naturschonend zu bewirtschaften und der Einsatz von Chemikalien ist nur im Notfall erlaubt. Doch durch die einseitige Pflanzung von Edel- und Nordmannstanne wird der Notfall zum Normalfall.

Die Intensivierung wiederspricht auch den Zielsetzungen einer Wanderregion die mir ihrem gesunden Wald Werbung macht.

Nach Ansicht der Grünen sollten die Waldbesitzer, vor allem dort, wo kleinere Flächen durch Kyrill entwurzelt wurden, viel mehr darauf setzen, der natürlichen Waldentwicklung freien Lauf zu lassen. Dies spart Kosten, Maschineneinsatz, ist bodenschonend und es entsteht ein natürlicher Mischwald.

Filed under: Uncategorized kommentieren »

Steinbruch Westenfeld: anonymes Schreiben

By admin um 17:02 am Freitag, Juli 17, 2009

Folgendes Schreiben zum Steinbruch Westenfeld erhielt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

*als kritischer Bürger dieser Stadt beobachte ich mit Sorge die Entwicklung im Steinbruch Westenfeld. Zur Zeit scheint es so zu sein das hauptsächlich Material gewaschen wird. Das setzt voraus das erstens ein Menge Frischasser zum Waschen benötigt wird, andererseits viel Schmutzwasser anfällt, was erklären würde, warum Arbeiten durchgeführt werden die vermuten lassen, das der Wall der Schlammteiche erhöht wird um weitere Mengen lagern zu können. Oder werden erste Vorbereitungen für eine mögliche Erweiterung des Betriebes getroffen um eine neue Zu- nzw Ausfahrt zu erhalten? Ein vorhandener alter Waldweg wird rücksichtslos mit schwerem Gerät zerstört.
Auffällig ist auch das sich im Wasser des Vorratsbehälters tote Forellen befinden. Wie kommen die dahin? Wo wird das Frischwasser entnommen und in was für Mengen? Wer genehmigt und kontrolliert hier?*

Eine Überprüfung der Sachverhalts der Wasserentnahme ergab das der Steinbruch sein Wasser aus dem Grundwasser entnimmt. Dies ist vor 20 Jahren nach Angaben des RPs, der sich gestern den Sachverhalt vor Ort anschaute, genehmigt worden. In einem Wasserbecken hält einer der Mitarbeiter des Steinbruchs Forellen. Tote Tiere wurden nicht entdeckt.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet den anonymen Schreiber zukünftig Ross und Reiter und seinen Namen zu nennen. Ansonsten werden wir solchen Schreiben nicht mehr nachgehen!

Filed under: Uncategorized kommentieren »

Kreistag beschließt Kauf von RWE aktien für 30 Millionen

By admin um 13:12 am Sonntag, Juli 5, 2009

In nichtöffentlicher Sitzung hat der Kreistag des Hochsauerlandkreises beschlossen, der WestLB RWE Aktien im Wert von 30 Millionen Euro, abzukaufen um damit den Pensionsfond zu finanzieren. CDU, SPD und FDP im Kreistag sahen keinerlei Notwendigkeit um über dieses millionenschwere Spekulationsgeschäft öffentlich zu diskutieren. Weder die Städte und Stadträte, die über die Kreisumlage den Hochsauerlandkreis finanzieren, noch die BürgerInnen im Kreis (die über ihre Steuern die 30 Millionen aufgebracht haben) sollten scheinbar nach Meinung von CDU/SPD/FDP die Diskussion über den Sinn oder Unsinn und die Risiken dieses Geschäftes erfahren. Auch die Presse blendet bisher kritisches Hinterfragen zum Thema aus.
Die SBL im Kreistag hatte beantragt – statt RWE aktien zu kaufen – die 30 Millionen Euro in einen Windpark bzw. in ein mit regenerativen Energien betriebenes Kraftwerk zu stecken. Auch hierüber wollte die CDU/SPD/FDP mehrheit nicht diskutieren.
Das es auch anders geht zeigt folgender Artikel aus den Ruhrnachrichten:

Grüner Strom
Stadtwerke kaufen vier Windräder
Von Thomas Aschwer am 29. Juni 2009 15:36 Uhr

BOCHUM Das ist eine Hausnummer: 15 000 Haushalte in Bochum können künftig mit “grünem Strom” versorgt werden, den die Stadtwerke im hohen Norden produzieren. In Bremerhaven haben sie vier Windkrafträder mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt erworben.

Grüner Strom für Bochum.
Ursprünglich sahen die Pläne anders aus. Die Stadtwerke wollten massiv in einen Offshore-Windpark vor Borkum investieren. In Zeiten der Wirtschafts- und vor allem Finanzkrise tun sich Banken aber schwer, derartige Projekte zu finanzieren. Also habenen sich die Stadtwerke nach Alternativen umgesehen. Wie Pressesprecher Thomas Schönberg berichtete, wurden ihnen vier Windräder mit Gesamthöhen zwischen 150 und 170 Meter angeboten. Die Windräder an der Nordseeküste sind in den vergangenen Jahren in Betrieb gegangen.

“Eine gute Sache”
“Eine gute Sache”, finden die Grünen. “Mit diesem Erwerb werden die Stadtwerke dem vom Rat beschlossenen Ziel, die Stromeigenproduktion aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2012 auf mindestens 25 % zu steigern, wieder ein gutes Stück näher kommen”, begrüßt der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Cordes die Investition. Kein Verständnis habe er allerdings für die Ablehnung der Vorlage im Rat durch die Opposition von CDU und FDP.

“Wir brauchen mehr Zeit”
Damit wollen die Stadtwerke das Offshore-Projekt aber keinesfalls begraben. “Wir brauchen mehr Zeit”, sagt Thomas Schönberg. Das Unternehmen blicke positiv nach vorne. Nunmehr steht das Jahr 2012 als Realisierungsdatum im Raum.

Filed under: Uncategorized kommentieren »

Endlich erster Erfolg zur Rettung des Strackenhof

By admin um 9:36 am Samstag, Juli 4, 2009

aus Westfalenpost:
Zuschuss rettet Strackenhof
Sundern, 03.07.2009, Matthias Schäfer,
, Trackback-URL
Endorf/Berlin. Der Knoten ist geplatzt: Am Freitag gab der heimische Bundestagsabgeordnete Friedrich Merz in Berlin bekannt, dass der Strackenhof gefördert wird. 390 000 Euro fließen aus der Denkmalpflege nach Endorf.

Die Meldung ließ vor allem die Mitglieder in der Interessengemeinschaft „Strackenhof” jubeln: „Jetzt muss Fleisch an die Knochen”, meinte Endorfs Ortsvorsteher Volker Wargin ganz zielstrebig und euphorisch. „Das ist eine tolle Entscheidung, die auch unsere Auffassung von der Bedeutung des Hauses bestätigt”, urteilte er wenige Minuten, nachdem die Meldung vom Büro Merz in Meschede per E-Mail verteilt worden war. „Auch für die Stadt Sundern wird das eine gute Sache, wenn wir ein multifunktionales Zentrum für kulturtragende Vereine dort etablieren könnten”, meinte Wargin abschließend.

Zusammenarbeit in Endorf
Jetzt muss die IG zunächst die weitere Vorgehensweise festlegen. Erstes Teilziel ist die Komplettierung des Vorstandes. So wurde seit dem Tode von Vorsitzendem Norbert Rademacher vor zwei Jahren kein Nachfolger gefunden: „Wir werden uns zusammensetzen, wenn der Förderbescheid vorliegt”, so Wargin dazu. Er hofft, dass sich unter den neuen Vorzeichen auch noch weitere Endorfer zu Mitarbeit bereit erklären: „Viele haben unter dieser Prämisse im Vorfeld zugesagt.”

Freude gab es auch bei Bürgermeister Friedhelm Wolf: „Ich freue mich, dass die Initiative der Endorfer zum Erfolg geführt hat. Das gute Konzept war sicherlich die Grundlage dazu. Wir bauen nun auf weiteres Engagement der Endorfer bei der Instandsetzung und der Nutzung des Gebäudes.”

Denkmalschutz trotz knapper Kassen
„Auch in Zeiten knapper Kassen fördert der Bund die Denkmalpflege”, so der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Friedrich Merz zum Zuschuss aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes. Durch das großartige Engagement der IG Strackenhof und durch die Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt, dem Landeshaushalt und der NRW-Stiftung kann das älteste Steinhaus im gesamten kurkölnischen Sauerland, das bereits im Jahre 1634 errichtet wurde, vor dem Verfall gerettet werden. „Nicht nur die Bürger von Endorf haben Anlass zur Freude”, meinte Merz.

Filed under: Uncategorized kommentieren »