Na was ist denn in unserer Röhrstadt los?

By admin um 20:40 am Sonntag, August 29, 2010

Nachfolgender Kommentar findet sich in in der Internetausgabe der WP/WR unter einem Artikel zur Aktion des Stadtmarketings: *Ab in die Mitte* – Die City- Offensive NRW.*
Der Kommentar gibt nicht unbedingt die Meinung der Grünen wieder, wurde auch nicht von uns verfasst, aber wir halten ihn als Diskussionsbeitrag schon für lesenswert:

*Liebe Sunderner,

als ehemaliger Bewohner dieser Stadt kann ich Ihnen nur mein tiefstes Beileid vermitteln. Was sich das Stadtmarketing leistet, grenzt an Wahnsinn und es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Bild nicht auch auf die restliche Bevölkerung ihrer idyllischen Stadt, mit der ich mich noch immer sehr verbunden fühle, projiziert wird

Ich zitiere ein paar vom Stadtmarketing ins Spiel gebrachte Begriffe: „RöhrTerrassen, Röhr-Visite, RöhrGesundBrunnen, RöhrKraftSaft, Röhr(Schutz-)Schirm, RöhrKreisLauf, RöhrFitnessStunde, RöhrPlanWand, RöhrTherapeuten“. Und das sind längst nicht alle.

Was war wohl die Absicht hinter diesen Neologismen gewesen? Es ist anzunehmen, dass diese Wörter originell erscheinen sollten. Ich sage Ihnen jetzt mal, in welchem Zusammenhang diese Begriffe tatsächlich interessant klingen:
Wenn der Röhrmanager Franz-Josef Röhrgoll in seiner Röhrstadt vor der Röhrplanwand steht und aufgrund der vielene „Röhr“s sein Röhrkreislauf zusammenbricht, sodass er anschließend den Verstand verliert, dann wird es wahrlich Zeit, dass ein Röhrtherapeut zur Röhrvisite vorbeikommt und diesen Herren von seiner „Röhrmanie“ befreit. Sonst verliert dieser Mann am Ende noch die Sprache und kann nur noch „röhren“, so wie die brünftigen Hirsche es zu tun pflegen.
Und das wäre garnicht mal so abwegig, schließlich hat sich in den letzten Jahren bei ihm immer wieder ein Größenwahn gezeigt, der für Sundern mehr als eine Nummer zu groß ist.

Stellen Sie etwas fest? Das Ganze ist lächerlich! Abgedroschene Wortwitze (GeSUND(K)ERN) paaren sich mit einfallslosen Wortneuschöpfungen. Sie werden mich hoffentlich nicht missverstehen, wenn ich sage, dass die dritte Klasse einer ansässigen Grundschule eher in der Lage wäre originellere Kampagnen in Gang zu setzen.

Herr Rogoll, es stellt sich wohl nicht nur mir die Frage: Haben Sie diese Kampagne selbst entworfen oder hat ein externes Marketingunternehmen die Arbeit übernommen?

In beiden Fällen wäre es schrecklich: Im zweiteren, weil somit unsere Stadt Steuergelder für eine der lächerlichsten Kampagnen aller Zeiten ausgegeben hätte. Im ersteren, weil somit Ihre absolute Ungeeignetkeit in diesen Angelegenheiten für alle Welt offengelegt wäre.

(Gegen den Abdruck meines Kommentars in der Printausgabe hätte ich nichts einzuwenden. Ich habe mit vielen Sundernerm telefoniert und glauben Sie mir: sie alle finden diese aktuellen Geschehnisse höchst lächerlich. Das muss auch in den Medien wiedergespiegelt werden)*

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Wettbewerbsausschreibung für den Bau und Betrieb eines Freizeitbads in Amecke!

By admin um 20:13 am Donnerstag, August 26, 2010

Für die kommende Sitzung des Hauptausschusses am 3.9. kam heute eine Vorlage zum Freibad Amecke mit folgendem Beschlußvorschlag und Inhalt:

*Das Verfahren für den Bau und Betrieb eines Freizeitbades wird im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbes europaweit ausgeschrieben.
*Die Rechtsanwaltskanzlei Wolter- Hoppenberg aus Hamm wird mit dem Mandat beauftragt, das Verfahren auf der Grundlage des EU- Vergaberechts zu begleiten.

Die Kosten werden mit ca. 10000,- € angegeben.

Begründet wird das Verfahren damit, dass der Bau und Betrieb öffentlicher Infrastrukturvorhaben durch Dritte, die unter finanzieller Beteiligung der Gemeinde erfolgen, dem EU- Vergaberecht unterliegt.

Zum Verfahren:

Im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs wird der Bedarf abstrakt beschrieben (z.B. Errichtung und Betrieb eines Freizeitbades im Stadtteil Amecke, welches von der Öffentlichkeit mitgenutzt werden kann). Den potentiellen Interessenten wird freigestellt, ob sie ein künftiges Freizeitbad auf eigenem Grund und Boden errichten oder ob sie von der Stadt Sundern das bisherige Freibadgrundstück nutzen und am dortigen Standort ein neues Bad errichten bzw. das vorhandene Bad entsprechend den Anforderungen der Stadt renovieren wollen. Die Stadt wird in einer solchen Ausschreibung nur wesentliche funktionale Rahmenbedingungen vorgeben, z.B. die Mindestanforderung an die zur Verfügung zu stellende Wasserfläche, Öfnungszeiten und bauliche Standards der Anlage.

Es ist notwendig, dass das EU-weite Verfahren rechtlich wie verfahrenstechnisch professionell begleitet wird. Die Verwaltung schlägt vor, die Rechtsanwaltskanzlei Wolter- Hoppenberg aus Hamm mit dem Mandat zu betrauen, das im Vorfeld bereits eine Rechtsberatung in dieser Angelegenheit vorgenommen hat. Die hierfür notwenige Aufwendungen werden von der Stadtmarketing e.G. vorfinanziert; im Rahmen des weiteren Verfahrens wird dem Bieter, der den Zuschlag erhält, die nachträgliche Kostenübernahme vertraglich vereinbart.
Der Teilnahmewettbewerb wird im September öffentlich bekanntgemacht. Nach Eingang entsprechender Teilnahmeanträge und dem nachfolgenden Verhandlungsverfahren kann der Zuschlag im Frühjahr 2011 erfolgen. Wichtig in diesem Zusammenhang: es wird keine zeitliche Verzögerung gegenüber der bisherigen Planung erfolgen, das gilt gleichermaßen für das geplante Vorhaben der Errichtung eines Feienparks in unmittelbarer Nachbarschaft.

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By admin um 23:26 am Sonntag, August 22, 2010
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Wie die FDP gefallen möchte:

By admin um 22:06 am Sonntag, August 8, 2010

Folgendes schreibt der stellvertretende Bürgermeister Rüdiger Laufmöller (FDP) in der Presse:

*Es ist beeindruckend wie sich die Bürger der Stadt Sundern ehrenamtlich einsetzen um das Dorf-/Stadtbild zu verschönern und somit zur Lebensqualität beitragen. Ob es, wie jetzt zu lesen war, der SGV in Amecke bei der Sanierung der Treppe im Kaltenborn ist, die *Saubermänner* in Amecke, die *Rentnerband* in Westenfeld, die sich rührend um den Walderlebnispfad kümmert, oder die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Dorfgemeinschaft in Hagen usw.
Beeindruckend auch das Engagement einer Familie in Wildewiese, die eine auf ihrem Grundstück liegende Wasserquelle optisch durch Eigenleistung aufgewertet hat, was auch den meisten Tagestouristen und Bürgern gefällt.
Nur die Grünen/Bündnis 90 scheinen wieder einen gemeinen Angriff auf Dunkers Quellschnecke zu sehen. Ich freue mich über die Menschen, die zur Verschönerung der Ortsbilder beitragen.
Ich hoffe, dass bei der sanierten Treppe in Amecke keine Käfer und Schnecken verdrängt wurden. Wenn es dann doch der Fall ist: Ich kann damit leben.
Mir sind die Menschen in der Stadt wichtiger.*

Hier die Antwort des grünen Fraktionsvorsitzenden Klaus Korn:

*Ticken in Sundern die Uhren anders?

Wie gleichgültig die FDP zum Biotop- und Artenschutz steht, hat der stellvertretende Bürgermeister Rüdiger Laufmöller in einem Leserbrief dargestellt.

Für einen politischen Stellvertreter der Stadt Sundern erscheint diese Auffassung bedenklich.

Im überregionalen Bereich spielt dagegen auch eine kleine Schnecke eine große Rolle:

Folgende Meldung stand am 2.8.10 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ):

„In Deutschland bisher nie gesehenes Insekt entdeckt.“

In den rund 500 erfassten Quellen des Nationalparks Kellerwald-Edersee leben fast 700 Tierarten. Darunter auch die Quellschnecke, ein Strudelwurm und ein bisher in Deutschland nie gesehenes Insekt. Die 2 Millimeter große Dunkers Quellschnecke war bisher nur in westlicheren Regionen Deutschlands, Luxemburg, Belgien, den Niederlanden und den französischen Vogesen bekannt. Mit dem Naturwaldforum Buche will Hessens Forstverwaltung die laufende Bewerbung des Nationalparks Kellerwald-Edersee für die Auszeichung Weltnaturerbe der UNESCO unterstützen. Die Buche macht hier einen Anteil von 70 Prozent des Waldes aus. Hier ist das größte natürliche Vorkommen von Buchenwäldern in Mitteleuropa. Die Mischwälder mit hohem Laubanteil sind besonders wiederstandsfähig und vom Klimawandel weniger bedroht wie Nadelholzwälder.
*
Natürlich ist der Mensch wichtig, aber die natürlichen Lebensgrundlagen müssen für künftige Generationen erhalten bleiben und nicht dem Tourismus zum Opfer fallen.*

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