Geschichte der Hexenverfolgung in Sundern

By admin um 20:00 am Donnerstag, März 31, 2011

Sehr geehrter Herr Bürgermeister

Hiermit stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Sundern folgenden Antrag:
1. Der Rat der Stadt Sundern beschließt einen Heimatforscher mit der Aufarbeitung des Themas  Hexenverfolgung in Sundern zu beauftragen.
2. Der Rat der Stadt Sundern beschließt, die Opfer der Hexenverfolgung zu rehabilitieren.
Begründung:
Auf der diesjährigen Jahresversammlung des Heimatbundes Sundern hielt Hartmut Hegeler, kreiskirchlicher Pfarrer aus Unna einen sehr interessanten Vortrag über die Hexenverfolgung im kurkölnischen Sauerland die im 16.- 18. Jahrhundert stattfand. In Deutschland wurden damals 25000 Menschen umgebracht. Ein europaweiter Schwerpunkt der Hexenverfolgung lag  in unserer Region. Heinrich von . Schultheiß, in Arnsberg tätiger Hexenrichter war um 1630 Eigentümer des Gutshofs in Stemel.. Bekannt sind ebenso viele Hexenprozesse aus Balve.Trotzdem sind für Sundern  die bekannten Quellen bisher sehr dürftig:
Namentliche Zeugnisse gibt des lediglich in der Endorfer und Allendorfer Chronik. In Allendorf wurde bisher eine Straße nach einem Opfer benannt: Die Kaspar- Kellermann- Straße. Dazu heißt es in der Allendorfer Chronik:
*Am 7. November 1629 vermachte der Bürger Kaspar Kellermann, welcher vom Richter Nietenstein der Hexerei für schuldig gesprochen war und an diesem Tag auf dem Scheiterhaufen lebendig verbrannt wurde, sein Haus und Gut zugunsten der Schule, damit die Kinder zukünftig den Unfug des Hexen- und Zaubererglaubens einsehen sollten.*
Etwas ausführlicher ist das Thema in der Endorfer Chronik behandelt.: Dort ist die Rede von Hexenprozessen gegen Kaspar Kellermann und Dorothea Hobein in Allendorf und es wird geschildert, dass in Endorf bereits vor 1601 *Hexen* entweder erhängt oder geköpft wurden um sie danach zu verbrennen.
Der Gerichtsstandort und kirchliche Mittelpunkt des südlichen Stadtgebiets war damals noch  Stockum. Trotzdem finden sich keinerlei Angaben zu diesem düsteren Kapitelnder Geschichte in den vorhandenen Stockumer Chroniken des 20. Jahrhunderts. Es dürfte allerdings unwahrscheinlich sein, das dort keine Hexenverbrennungen stattgefunden haben.
In der Literatur findet sich eine ältere Angabe aus dem Jahre 1877: In den Blättern zu näheren Kunde Westfalens schreibt Dr. K. Tücking auf Seite 26 folgendes:*Zu Stockum wurden in früheren Zeiten auch Hexen verbrannt und zwar auf der Höhe, wo jetzt die Chausee herführt.*
Angaben für den nördlichen Stadtbereich (Enkhausen, Hachen etc) sind uns bisher nicht bekannt.
Es läßt sich somit vermuten, dass dieses Thema bisher unzureichend aufgearbeitet wurde und es wäre daher wünschenswert hierzu weitere Forschungen in den Archiven anzustellen.
Bezüglich der Rehabilitierung berufen wir uns auf den Vortrag von Hartmut Hegeler, der eindeutig dargestellt hat, das diese unschuldigen Menschen, die grausamst umgebracht wurden bisher nicht rehabilitiert wurden. Mehrere Räte haben dieses bereits beschlossen. Dieses sollte auch durch den Rat der Stadt Sundern geschehen.
Mit freundlichen Grüßen

Klaus KornFraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

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Kommt Nettomarkt auf Obstwiese in Stockum?

By admin um 21:17 am Samstag, März 12, 2011

Seit geraumer Zeit gibt es Gerüchte , in Stockum würde ein Nettoeinkaufsmarkt auf  einer Obstwiese zwischen Esperantostraße und Rotländerweg errichtet. Es wird berichtet,  der Nettomarkt sei beschlossene Sache.  Herr Vielhaber (Großbäckerei Vielhaber, die bisher einen kleinen Lebensmittelmarkt vor Ort vorhält) und Ortsvorsteher Klute würden sich besonders dafür stark machen.

Nachdem Ratsmitglied Schulte- Huermann von verschiedenen Seiten darauf angesprochen wurde , fragte er  sowohl bei der Stadt Sundern als auch beim Ortsvorsteher Klute nach, was an den Gerüchten dran sei.

Seitens der Stadt wurde gesagt, dass bisher kein Antrag vorläge und auch nicht klar wäre ob ein solcher Markt an der Stelle überhaupt genehmigt werden würde,  zudem auch überörtliche Interessen zu berücksichtigen seien.

Ortsvorsteher Klute bestätigte, dass es eine Initative gibt, einen  solchen Markt an der Stelle anzusiedeln.  Mit dem Grundstückseigentümer sei gesprochen worden und beschlossen werden müsse da vermutlich nichts mehr.

Vorgestern nun wurden die alten Obstbäume auf der Wiese  (wohl vorsorglich)  abgeholzt.

 

 

 

 

 

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