Baumfällungen im Kurpark Langscheid

By admin um 8:57 am Montag, November 28, 2011
Sehr geehrter Herr Lins
Für die Sitzung der Sorpesee GmbH am kommenden Freitag stelle ich hiermit den Antrag auf Erweiterung der Tagesordnung um folgenden Beratungspunkt:
Sachstandsbericht zu den Baumfällungen im und am Kurpark Langscheid.
Begründung:
Am 18.11.2011 erschien ein größerer Zeitungsbericht mit der Überschrift: *Dumm gelaufen: 20 Bäume wurden gefällt*.
Darin wird berichtet, dass auf einer Fläche angrenzend zum Kurpark in Langscheid mehrere Bäume, deren Wurzeln angeblich in die Kanalisation wuchsen bzw. die angeblich verfault waren von privater Seite ageholzt wurden. Der Geschäftsführer der Sorpesee GmbH solle sein Einverständnis dazu gegeben haben.
Der Eigentümer der Fläche wußte allerdings nichts davon.
Wir haben die Fläche besichtigt: Weder wachsen die Wurzeln der abgeholzten Bäume in die Kanalisation, noch waren sie verfault. Das noch liegende Holz ist eindeutig von gesunden Bäumen. Desweiteren ist unverständlich, warum der Geschäftsführer der Sorpesee GmbH sein Einverständnis zum Abholzen dieses Wäldchens angrenzend an den Kurpark gegeben hat. Warum wurde zunächst nicht der Sachverstand der Fachleute aus der Stadtverwaltung oder dem Forstamt eingeholt?
Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Bäume vorrangig abgeholzt wurden um einen Oberlieger freie Sicht zum Sorpesee zu verschaffen.
Desweiteren wurde von privater Hand offensichtlich auch eine größere Birke mitten im Kurpark gefällt, die ebenfalls nicht krank war..
Geschah dies ebenfalls mit Einverständnis des Geschäftsführers der Sorpesee GmbH oder wie kann es kommen, das von privater Seite einfach so ein Baum im Kurpark Langscheid gefällt werden kann? Störte vielleicht dieser Baum ebenfalls einem Oberlieger in der  Sicht auf die Sorpe?
Was wurde seitens der Sorpesee GmbH in diesem Fall unternommen?
Ich bitte um Stellungnahme dazu in der Sorpesee GmbH.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Schulte- Huermann
Bündnis 89/Die Grünen
Mitglied der Gesellschafterversammlung der Sorpesee GmbH
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persönliche Profilierung statt Zusammenarbeit?!

By admin um 18:28 am Samstag, November 26, 2011

Man ist schon sehr erstaunt, mit welcher Treffsicherheit die CDU es schafft, gemeinsame Aktionen aller Ratsfraktionen zu ihrer eigenen Profilierung auszubeuten. Das war schon im Zusammenhang mit der Standortsuche Grundschulen so. Da hatten alle Fraktionen in gemeinsamen Gesprächen sich auf eine Vorgehensweise geeinigt; die CDU hatte dann vier Tage vor der entsprechenden Sitzung dieses gemeinsame Basis verlassen und war mit einer eigene Stellungnahme an die Öffentlichkeit geprescht, um sich als „Retter der kleinen Grundschulen“ zu gerieren.

Etwas ähnliches passiert jetzt wieder: Auf einer Versammlung der Dorfgemeinschaft Seidfeld hatten sich die Vertreter der Fraktionen bereit erklärt, eine gemeinsame Aktion zur Verbesserung der Situation der Fußgänger in Seidfeld zu starten; Ergebnis war am letzten Donnerstag im Rat ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen zur Einrichtung eines Zebrastreifens.

Nur eine Woche später dann ein „offener Brief“ von Herrn Lange, in dem er diesen gemeinsamen Antrag für seine persönliche Profilierung nutzt.

Wenn ihm wirklich an einer Lösung dieses Problems gelegen hätte, so wäre es ein Leichtes gewesen, die anderen Fraktionen vorher zu informieren und ihnen vorzuschlagen,gemeinsam mit einem offenen Brief an den BM noch mal Druck zu machen. Dies ist leider nicht passiert.

Damit bewirken er und die CDU, dass in vergleichbaren Situationen ein gemeinsames Vorgehen aller Fraktionen in Zukunft kaum noch möglich sein wird. Schließlich muss man wohl immer befürchten, dass die CDU Absprachen und gemeinsames Vorgehen immer dann vergisst, wenn man glaubt, persönlich politischen Profit daraus ziehen zu können. Vertrauen in gemeinsame Absprachen bleibt als Kollateralschaden auf der Strecke. Schade.

Für die SPD -Fraktion  Jürgen ter Braak;

für die FDP-Fraktion Hans-Werner Ehrenberg

für die Fraktion Bündnis 90/Grüne   Antonius Becker

 

 

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*kurze Beine- Kurze Wege* oder : Gute Schulen braucht das Land

By admin um 22:01 am Freitag, November 25, 2011

Am kommenden Dienstag um 17 Uhr berät der Schulausschuss erneut über die Grundschulstandorte Altes Testament und Stockum/Endorf.

Die Verwaltung unterbreitet folgenden Beschlussvorschlag:

*Der Ausschuss spricht sich dafür aus, das bisherige Verfahren zur Festlegung der künftigen Standorte innerhalb der beiden Verbundschulen nicht fortzusetzen, sondern zunächst konkrete Eckdaten des Landes NRW zur Neuregelung der Entwicklungsplanung für den Primarbereich abzuwarten.*

Der Vorlage sind 4 Anlagen beigefügt:

1. Antrag der SPD die Beschlussfassung über die zukünftigen Grundschulstandorte zu vertagen und statt dessen sofort mit einer umfassenden Diskussionüber die Entwicklung in den Regionen des Stadtgebiets zu beginnen. Dadurch solle abgeleitet werden welche Schwerpunkte in welchen Ortsteilen innerhlab der Regionen gesetzt werden.

 

2.Schreiben des Schulpflegschaftsvorsitzenden der Verbundschule Endorf/Stockum Olaf Lange der eine Entscheidung in der Standortfrage fordert, da eine offene Ganzstagsschule aufgrund der 2 Standorte zur Zeit nicht möglich ist  Er schreibt: *Wir sind jetzt nach einem Jahr Verbund an einem Punkt angekommen, dass ein effizienter Schulunterricht an 2 KleinstStandorten nicht möglich ist. Die Gesamtsituation ändert sich nicht, egal was in Düsseldorf von der Landesregierung noch entschieden werden sollte.*

3 : Schreiben des Schulleiters Winfried Hellweg, der sich äußert, dass eine große Enttäuschung und Unverständnis über einen erneuten Aufschub der Entscheidungsfindung hinsichtlich der Standortfrage in den Mitwirkungsgeremien deutlich zu spüren sei. Die Nachfrage nach Neuanmeldungen von Lernanfängern nach Offenem Ganztag nimmt von Jahr zu Jahr zu. D.h. das in den kommenden Jahren die Einzelstandorte Endorf und Stockum noch kleiner werden, da sie viele Kinder an bereits vorhandene OGS in Allendorf und Sundern verlieren.

4: Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen SPD(CDU und Bündnis 90/Die Grünen *kurze Beine- kurze Wege*. Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Schulversorgung im Grundschulbereich bei rückläufigen Schülerzahlen

 

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Fussgängerüberweg Seidfeld

By admin um 23:24 am Dienstag, November 22, 2011

In der letzten Ratssitzung wurde der Antrag der Fraktionen zum Fußgängerüberweg Seidfeld und die entsprechende Erwiderung der Verwaltung als Tischvorlage vorgelegt, so dass sich inhaltlich niemand darauf vorbereiten konnte. Auch die interessierte Öffentlichkeit konnte nicht teilnehmen. So geht mann mit einem Antrag, der von allen Fraktionen im Auftrag der Seidfelder Dorfgemeinschaft vorgelegt wurde nicht um.
Inhaltlich bezieht die Verwaltung eine Postition von der sie genau weiß, das sie längst überholt ist, denn sie beruft sich weiterhin auf die angeblich erforderlichen Verkehrsstärken entsprechend der Richtlinie für die Anlage und Ausstattung von Fußgänger+überwegen (R-FGÜ 2001). Die Verwaltung habe angeblich keinen Ermessenspielraum, eine Anordnung sei unzulässig.
Bereits 2002 wurde der Verwaltung aber anderes mitgeteilt. Am 5.4. 2002 habe ich das zuständige Ministerium angeschrieben mit der Bitte die Richtlinie nicht anzuwenden, ich bezog mich damals auf die Situation in Westenfeld und in Seidfeld . Am 30.4. 2002 antwortet das Ministerium, das Fußgängerüberwege unabhängig von den Richtlinien überall dort einzusetzen sind wo sie notwendig sind. Unabhängig von der Anzahl der querenden Fußgänger muß ihnen angstfreies Überqueren der Straße möglich sein. Dieses wurde den Kommunen auch mit Schreiben vom 25.4.2002 als Ergebnis eines Modellversuchs zu Fußgängerüberwegen mitgeteilt.
Somit kann sich die Verwaltung aufwendige Verkehrszählungen zum Thema sparen. Statt dessen sollte sie lieber den Willen der Politik umsetzen:
Sowohl die Seidfelder Dorfgemeinschaft, als auch alle im Rat vertretenen Fraktionen haben hinreichend deutlich gemacht, dass eine Notwendigkeit für einen Fußgängerüberweg besteht. Die Verwaltung hat daher  nun wirklich keinen Ermessenspielraum mehr: Sie ist verpflichtet dieses Votum umzusetzen und einen Fußgängerüberweg anzuordnen.

Matthias Schulte- Huermann
RM Bündnis 90/Die Grünen
Zum Hafen 1
59846 Sundern

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Gutachten bestätigt Potential der Röhrtalbahn

By admin um 17:07 am Samstag, November 19, 2011

Ab Sonntag, 11. Dezember, verkehren wieder fahrplanmäßige Personenzüge von und nach Brilon-Stadt.

Nun haben sich auch für die zweite Bahnstrecke im Kreisgebiet, deren Reaktivierung angestrebt wird, die Chancen verbessert. Für die Röhrtalbahn zwischen Neheim-Hüsten und Sundern wurde eine Potentialuntersuchung erstellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass in den untersuchten Varianten ein positiver Nutzen-Kosten-Wert von mehr als “1,0″ erreicht würde, während sie in den derzeitigen Bedarfsplänen des Landes NRW noch mit einem Nutzen-Kosten-Wert (NKW) von –0,88 bewertet wurde. Damit wäre eine Förderung der Investitionen nicht möglich gewesen.

Untersucht wurden 2 Varianten (Flügelzug mit der Line RE 57, Pendelzug) mit jeweils 2 Untervarianten (umfangreiches Busangebot, stak reduziertes
Busangebot). Angenommen wurde eine Fahrzeit von 25 Minuten je Richtung. Im Ergebnis erweist sich die Flügelzugvariante mit einem stark reduzierten Busangebot als die Variante mit dem höchsten Nutzen-Kosten-Wert (NKW = 1,82), danach folgt die gleiche Variante (Flügelzug) mit einem umfangreichen Busangebot (NKW = 1,57). Aber auch die Pendelzugvariante schneidet relativ gut ab. Zusammen mit dem abgespeckten Busangebot ergibt sich hier ebenfalls ein ausreichend guter Nutzen-Kosten-Wert (NKW = 1,49). Sogar die Pendelzugvariante, zusammen mit einem umfangreichen Busangebot, erreicht noch einen positiven Nutzen-Kosten-Wert (NKW = 1,25). Bei der Pendelzugvariante wären allerdings die laufenden Betriebskosten nur etwa halb so hoch wie bei den Flügelzügen.

Erörtert werden diese Ergebnisse in der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 29. November. Die Verwaltung schlägt in ihrem Beschlußvorschlag u.a. vor:
Die Verwaltung wird beauftragt, die vorliegenden Ergebnisse (Infrastrukturgutachten und Potentialuntersuchung) der Reaktivierung der Röhrtalbahn in den bereits beschlossenen Nahverkehrsplan des NWL einzubringen und eine Beschlussfassung im NWL zeitnah herbeizuführen.
In Abstimmung mit dem ZRL/NWL wird sich der Hochsauerlandkreis bei der Fortschreibung der Bedarfspläne des Landes NRW dafür einsetzen, eine Korrektur durch die vorliegenden Ergebnisse (Infrastrukturgutachten und Potentialuntersuchung) bezüglich der Bewertung einer Reaktivierung der Röhrtalbahn zu erwirken.

Bereits am 09. Dezember wird sich die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Schienenpersonenverkehr Ruhr-Lippe (ZRL) ebenfalls mit diesem Thema befassen.

Quelle: www.sbl-fraktion.de

 

 

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Gedanken zum Volkstrauertag: *Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg*

By admin um 10:32 am Montag, November 14, 2011

Volkstrauertag Stockum 2012

Nachfolgend hier die Rede des Sprechers der Dorfgemeinschaft Seidfeld Heinz- Dieter Wegener auf der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag vor dem Ehrenmal Stockum.

Im kommenden Jahr wird diese Veranstaltung auf dem Platz so nicht mehr möglich sein, da der Ortsvorsteher von Stockum Reimund Klute beabsichtigt in dieser Woche 3 der alten Linden im Bild zu fällen und einen Buswendeplatz anzulegen.

 

 

 

Liebe Stockumer, Holter und Seidfelder, verehrte Gäste!
Vor wenigen Wochen konnten wir an dieser Stelle das Jubiläum ‚50 Jahre Stockumer Ehrenmal’ begehen.Vor gerade mal 66 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches der verheerendste Krieg, den die Menschheit bis dato gesehen hat.Die Älteren unter uns erinnern sich sicher noch an diese schlimme Zeit und erlebten mit, wie Väter, Mütter, Brüder oder andere Familienangehörige ihr Leben in einem sinnlosen Krieg lassen mussten,  verwundet wurden oder als Vermisst galten, einem Weltkrieg der sämtliche Vorstellungen menschlicher Abgründe und Grausamkeitendurchbrach.10 Millionen Tote im 1. Weltkrieg, gar 55 Millionen Tote im Zweiten, so die groben Schätzungen.       Zwei Zahlen, die für unendliches Leid, schreckliche Qualen und menschenverachtende Metzeleien stehen; Millionen von Einzelschicksalen, ein jedes grausam, sinnlos, unwiderruflich!
Fünf große Feinde des Friedens wohnen in uns, so las ich die Tage:Die Habgier, der Neid, der Ehrgeiz, die Wut und der Stolz:Die Habgier oder Habsucht nach dem, was die anderen haben und wir nicht, stets steigende Ansprüche nach dem Materiellem lassen uns nie zufrieden werden!Der Neid oder die Missgunst ist ein Bruder der Habgier und Gift für ein harmonisches Miteinader.   Der Ergeiz – und hier ist nicht der gesunde Ehrgeiz eines Menschen gemeint, nein … unter Ehrgeiz im negativen Sinne versteht man die Gier einer Person nach Ehre, oft verbunden mit dem Streben nach Macht und Ruhm.Die Wut, mit ihr im Bauch kommt es zu oft spontan-heftigen Reaktionen, die später bereut, aber nicht wieder rückgängig gemacht werden können!
Und schließlich der Stolz, der so verletzlich ist und aufgrund dessen man viele törichte Verhaltensweisen an den Tag legt.
Wir alle kennen nur zu gut solche Situationen und es kann wohl niemand behaupten, diese menschlichen Schwächen seien ihm fremd.
Der heutige Wohlstand und die Sattheit lassen uns oft vergessen, dass Werte wie Friede und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten darstellen, auch wenn wir sie in Deutschland – Gott sei Dank – seit eben dem Ende der  Weltkriege genießen dürfen. Die meisten von uns kennen es gar nicht anders.Doch Friede und Freiheit wollen gepflegt und gehegt werden und das fängt im Kleinen in den Familien, bei uns selbst an und hört im Großen, etwa bei Friedensbemühungen von Staatsoberhäuptern lange noch nicht auf.
Möge der Volkstrauertag zu einem Volksfriedenstag und Volksfreiheitstag werden!Lasst uns den unbedingten Willen zum Frieden, zur Freiheit den kommenden Generationen, unseren Kindern mit auf dem Weg geben. Dazu sollten wir sie stärken in ihrem Idealismus, in ihrer Offenheit und Toleranz. Wir sollten Vorbild sein, deutlich machen, wie wichtig der Respekt vor dem Anderen und das friedliche Miteinander sind.
Durch die heutige Gedenkstunde werden wir die Welt im Großen nicht verändern. Aber doch legen wir, durch die Erinnerung an die Opfer von damals, alljährlich einen kleinen Baustein für das Fundament des Friedens hinzu.Seien wir uns unserer Verantwortung bewusst, die wir haben.Machen wir allen klar, dass es uns Ernst damit ist!
‚Kein Krieg ist heilig, kein Krieg ist gerecht. Im Teufelskreis der Waffen wird gestorben und gerächt. Kein Krieg ist edel, kein Krieg lebt vom Mut.Er ist unvorstellbar grausam und auch für die sogenannten Sieger nur zum verlieren gut.’Dieser Liedtext der Gruppe Pur trifft es auf den Punkt.
Mit dem Kranz, den wir an diesem, unserem Ehrenmal hier in Stockum niederlegen
gedenken wir der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Krieghandlungen oder Kriegsfolgen ihr Leben verloren.
Wir gedenken derer, die auf der Flucht und bei der Vertreibung aus ihrer Heimat ihr Leben lassen mussten. Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand leisteten oder an ihrer Überzeugung oder ihrem Glauben festhielten.
Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder einer Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.
Wir trauern um die Menschen, die ihr Leben nicht leben durften, Kinder,  Frauen und Männer, die zu früh den Tod fanden,  trauern mit allen Menschen, die persönliches Leid tragen um diese Toten.
Lasst uns auch an diejenigen denken, die überlebten, die davon kamen, die Hinterbliebenen. Sie mussten lernen, mit dem Schmerz, den tragischen Verlusten weiterzuleben und mit den schrecklichen Bildern, den grausamen Erfahrungen umzugehen.

Wir gedenken der Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage und der Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung.
Wir danken denen, die Gedenk- und Grabstätten pflegen und sie als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt erhalten.
Ich möchte mit einem Gandhi-Zitat schließen:
‚Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg’

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Gedanken zum Volkstrauertag: *Ich hatt`keinen Kameraden*

By admin um 10:17 am Montag, November 14, 2011

Zum gestrigen Volkstrauertag erhielten wir nachfolgende Gedanken von Werner Pieper.

Werner Pieper, 1948 in Meschede geboren,wuchs in den 50/60ger Jahren in Sundern- Dörnholthausen auf dem Attenberg auf und ging zur Realschule Sundern wo er auch als Schülersprecher tätig war.

Werner Pieper betreibt seit 1973 in Löhrbach bei Weinheim eines der bekanntesten Independent-Medienunternehmen Deutschlands, das 1971 in Heidelberg als Die Grüne Kraftgegründet, in den 1980er Jahren – um nicht mit den „Grünen“ verwechselt zu werden – unter dem Namen MedienXperimente bekannt wurde und heute Werner Pieper & The Grüne Kraftheißt.

Ich hatt‘ keinen Kameraden
Gedanken zum Volks?Trauer!Tag 2011
Werner Pieper

Welches ‚Volk‘ trauert, bzw. um welches Volk wird an diesem Tag getrauert?
Das Volk der Täter?
Die Opfer-Völker?
Macht so ein Begriff nationaler Arroganz für uns Europäer im Jahr 2011 noch Sinn, ist er noch akzeptabel? 

Wenn man sich die Geschichte dieses Tages anschaut, kann die Antwort nur NEIN! sein, stammt er doch als staatlicher Feiertag aus ‚der dunkelen Zeit vor uns‘, wie Oberlehrer Günter Jauch das 3. Reich nennt; genau: aus dem Jahre 1934. Ins rechte Licht gerückt: damals nannte man ihn ‚Heldengedenktag‘, und er wurde in der Folge zu einem Tag der Glorifizierung des soldatischen Selbstopfers – entsprechend sehen die Krieger-Denkmäler aus jener Zeit aus, an denen heute das Jahr über mehr Hunde urinieren, denn Menschen trauern und gedenken. ‚Gedenken‘ hat nicht immer etwas mit ‚denken‘ zu tun. Diese Denk-Male eignen sich nicht für die private Trauer um verstorbene Brüder, Väter, Großväter …, sie gelten den gefallenen Helden: Soldaten, Feldwebel etc., die für etwas Größeres, das nationale Ganze, das ‚Vaterland‘ killten.

Wegschauen und verdrängen ist nicht wirklich eine Alternative. Umbenennen vielleicht. Warum nicht in ‚Völkertrauertag‘? Oder ‚Krieg – Nein Danke-Tag!‘ Im heutigen Europa wäre doch auch ein offizieller grenzüberschreitender ‚Freudentag‘ angebrachter, da die derzeitige Friedensphase bei uns gerade ins Rentenalter kam – seit 66 leben wir hier im Frieden. So eine friedliche Zeit haben unsere Altvorderen nie erleben dürfen. An den letzten von Deutschland gewonnenen Krieg – der Sieg jährt sich zum 140 x – erinnern sich nur ein paar Akademiker. Stalingrad ist nun 70 Jahre her. Stell Dir vor, jene Aggressor-Kameraden, um die nun landesweit staatstragend getrauert wird, hätten den Krieg gewonnen. Statt einem ‚freien Europa‘ wäre ein Nazi-Europa entstanden. Statt dessen sollten wir diesen letztendlichen Loosern danken, denen wir wenn auch nur indirekt, diese längste Friedensphase verdanken. Aber feiern darf man an diesem Tage von staatswegen nicht – es herrscht staatliche Zwangstrauer.

Bei den heutigen Aufmärschen an Kriegerdenkmälern sind nicht die Völker gemeint, die von unsern Vätern und Großvätern überfallen, angegriffen und gemetzelt wurden. Jede Familie kann im privaten Rahmen um ihre Gefallenen trauern. Eine staatlich vorgeschriebene Trauer sollte doch für die Opfern vorbehalten werden, die man nicht wirklich in den selben ErinnerungsTopf werfen sollte wie die Täter. In heutigen Zeiten dünkt mich der Volkstrauertag als extrem respekt- und schamlos allen andern Europäern, ‚Völkern‘, gegenüber.

Bei diesen ‚Feierlichkeiten‘ darf nach wie vor das Lied Ich hatt’einen Kameraden nicht fehlen. Dabei muß man nun schon mindestens 80 – oder vom Hindukush zurück – sein, um das Lied wahrhaft singen zu können. Alle andern Mitsummer sind kriegsromantische Nostalgiker.

PS.
Wie sang man schon 1916 an der echten Front?
Ich hatt einen Kameraden.

Einen schlechtern findst du nit.
Die Trommel schlagt zum Streite,
Er schleicht von meiner Seite
Und sagt: ›I tu nit mit‹. 

•••

Mehr zum Thema in

Werner Pieper
MENSCH, DENK MAL
Zur Geschichte der Kriegerdenkmale und deren Alternativen,
auch am Beispiel der Kleinstadt Weinheim
Der Grüne Zweig 275
Löhrbach, 2011
ISBN 978-3-930442-75-1

 

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Tierschutz und Landwirtschaft

By admin um 11:37 am Dienstag, November 8, 2011

Hier ist noch eine Veranstaltung mit Minister Johannes Remmel im Hochsauerlandkreis.

Auf Einladung des Landwirtschaftsverbands hält er am 21.11. um 19.30 in der Schützenhalle Brilon einen Vortrag zum Thema *Tierschutz und Tierhaltung in der Landwirtschaft*.  Danach nimmt er an einer Podiumsdiskussion zum Thema teil. Mitteilnehmer sind:

Franz- Josef Möllers, Präsident des Westfaelischen Landwirtschaftsverbands

Kristina Schmalor, Vorsitzende des Rings der Landjugends

und Pater Reinhald aus der Abtei Königsmünster.

Die Diskussion leitet Karl- Heinz Tölle, Chefredakteur des Landwirtschaft. Wochenblatts

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Veranstaltung der Kreisgrünen zu Weihnachtsbaumkulturen

By admin um 22:37 am Montag, November 7, 2011

Am 15. November 2011 um 19 Uhr findet im großen Sitzungssaal im Kreishaus eine Veranstaltung zu Weihnachtsbaum-Monokulturen und ihren Folgen für Natur und Mensch statt.

Teilnehmen werden Norwich Rüße, MdL und Sprecher der NRW-Grünen für Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, eine Pflanzenschutzexpertin des NABU , ein Sprecher der Bürgerinitiative Bestwig und ein Weihnachtsbaumanbauer.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über die Gefahren des massiven Herbizideinsatzes in dieser Form der Flächennutzung zu informieren.

 

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Umweltminister Remmel zu Weihnachtsbaumkulturen

By admin um 22:45 am Freitag, November 4, 2011

Am Mittwoch den 9. November wird der Grüne Umweltminister Johannes Remmel im Rahmen einer Bürgerversammlung in der Andreas-Klause der Schützenhalle Bestwig-Velmede (Schützenstr. 4, 59909 Bestwig) sein. Das Thema der Bürgerversammlung ist „Weihnachtsbaumkulturen in der Gemeinde Bestwig“. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Nach der Berichterstattung in den Medien sorgen sich aufgrund des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln viele Bürger um ihre Gesundheit. Auch Fragen zur erhöhten Erosion und Hochwassergefahr sowie zu den Veränderungen des Landschaftsbildes sollen von Fachleuten beantwortet werden. Ebenfalls stehen Forstwirte, die selbst Weihnachtsbaumanbau betreiben, Rede und Antwort. Johannes würde sich sicher über viele Grüne Zuhörer sehr freuen.

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