Anträge der BI Sauberes Röhrtal an den Stadtrat

By admin um 21:39 am Sonntag, März 25, 2012

Einzelanträge an den Rat der Stadt Sundern
1. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass künftig keinerlei Anlagen auf dem Stadtgebiet genehmigt werden, in denen Holz der Klassen A2 bis A4 in Energie umgewandelt werden sollen. Unter solch eine stadtinterne Regelung sollen Anlagen ab 50 kw fallen.
2. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass alle derzeit laufenden und geplanten Genehmigungsverfahren in Bezug auf Lagerung, Behandlung, Sortierung und/oder Recycling vollkommen transparent gestaltet und keinerlei Akten oder Vereinbarungen zurückgehalten werden.
3. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass für Betriebe der Abfall- und Entsorgungsbranche keinerlei Ausnahme- oder Sondergenehmigungen zugelassen werden. Es dürfen ebenfalls keine Genehmigungen auf Basis von Gutachten erteilt werden, die bestehende gesetzliche Regelungen oder Empfehlungen außer Kraft setzen.
4. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass alle eingetragenen Wohn-, Tourismus- und Natur- oder Landschaftsschutzgebiete besonderen Schutz genießen und dass es ein vorrangiges Ziel der Stadt und der Verwaltung ist, diese Flächen mit allen möglichen Maßnahmen vor Lärm, Emissionen, Versiegelung und Verschmutzung zu schützen.
5. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass eine räumliche Strategie für die Ansiedlung von Betrieben mit möglicher Belastungen für die Bevölkerung entwickelt wird, insbesondere unter Berücksichtigung des Punktes 4.
6. Wir beantragen beim Rat ein Verkehrskonzept für die Stadt Sundern zu erstellen, welches den Punkt 4 besonders berücksichtigt. Derzeit fahren bis zu 120 LKW je Stunde durch Stemel.
7. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass Änderungen an Flächennutzungsplänen zuvor mit der Bevölkerung in Form einer Bürgerversammlung des Ortsteils besprochen werden.
8. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass künftige industrielle/gewerbliche Ansiedlungen oder Erweiterungen, welche als sensibel gelten (hierzu gibt es eine EU-Richtlinie) mit der Bevölkerung in Form einer Bürgerversammlung des Ortsteils besprochen werden.
9. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass alle Altlasten oder altlastenverdächtigen Flächen auf dem Stadtgebiet, deren Gefahren, bestehende Gutachten, Schriftverkehr und mögliche Auflagen öffentlich zugänglich gemacht werden. Hier stellt das Medium Internet eine hervorragende technische Möglichkeit dar.
10. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass eine Aufnahme einer betrieblichen Tätigkeit erst nach Vorliegen aller Genehmigungen und nach Beendigung aller Antragsverfahren stattfinden kann und darf. Dieses bedeutet auch, dass Baugenehmigungen nicht vorab erteilt werden dürfen.
11. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass sich die Stadt offensiv gegen jede Form von Mülltourismus ausspricht und ihre Maßnahmen wie z.B. Genehmigungen und Empfehlungen dazu abhängig macht.
12. Wir beantragen beim Rat der Stadt Sundern, dass der geplante „Energiehof Röhrtal“ mit allen potentiellen Betrieben und mögliche Konsequenzen für die Stadt und deren Image diskutiert und behandelt werden, unter Einbeziehung aller Beteiligten.
Mit freundlichen Grüßen
BI Sauberes Röhrtal

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Forderung der BI: Keine Müllverbrennung im Stadtgebiet!

By admin um 21:36 am Sonntag, März 25, 2012

Unterschriften und Anträge an den Rat

 

Die BI „Sauberes Röhrtal“ hat am Freitag, den 23.03.2012, dem Bürgermeister D. Lins 5302 Unterschriften übergeben. Die Bürger fordern darin, dass die Stadt dauerhaft absichert, dass auf dem Stadtgebiet kein A2, A3 und A4 Holz in Energie umgewandelt wird, da dieses zu erheblichen Schadstoffbelastungen führen kann.

Um das Gefahrenpotential zu verdeutlichen, startete die BI mit Helium gefüllte schwarze Luftballons. Diese sollen den künftig zu erwartenden Feinstaub und andere gefährliche Verbrennungsrückstände symbolisieren. Wer also diese Luftballons am Freitag gegen 18.00 Uhr gesehen hat, kann sicherlich davon ausgehen, demnächst in der Abgasfahne der Verbrennungsanlage zu leben. Daher ist es wichtig, dass hier nur sauberster und bester Brennstoff Verwendung findet.

Die Luftballons zogen Richtung Sorpesee.

Ein gewichtiger Punkt in den Forderungen der Bürger ist, dass auf dem Schmackegelände keine Lagerung, Sammlung und ggf. Aufbereitung von Müll erfolgen soll. Die Nähe der Anlage zu den Wohngebieten ist hier von großer Bedeutung für die Forderung. Der hier physikalisch zu trennende Müll hat zur Folge, dass über 100 gefährliche Stoffe auf dem Gelände gelagert werden. Nach den Skandalen um Envio (Dortmund), um das illegale Gefahrstofflager (Iserlohn) und um TFT im Trinkwasser von Arnsberg, haben die Sunderaner berechtigte Befürchtungen, dass eine Lagerstätte für gefährliche Güter direkt an der Sorpe auf Dauer eine latente Bedrohung darstellt.

Die BI „Sauberes Röhrtal“ hat dem Bürgermeister neben den Unterschriften auch 12 Einzelanträge für den Rat der Stadt Sundern übergeben.

Neben dem Gefühl, ständig in der Nähe einer Gefahrenquelle leben zu müssen, ist die BI der Ansicht, dass eine physikalische Trennung und Sortierung von Abfällen (10 bis 50 Tonnen pro Tag) mindestens 500 Meter von Wohngebieten entfernt sein muss. Dieses war offensichtlich im Jahr 2005 auch die Einschätzung der Stadt Sundern und des Landesumweltamtes Lippstadt, wie dem anhängenden Dokument (557_ST4_laend_10beg.pdf) auf Seite 24 zu entnehmen ist. Hier wird eine geringfügige Verringerung der Abstandsfläche von 15 Metern als unproblematisch angesehen. Da aber oben genannte Betriebe der Abfallentsorgung zu den Betrieben der Abstandklasse IV zu zählen sind, dieses geht aus dem Dokument 7_3.pdf hervor, welches die Abstandklassen und Abstandsflächen regelt (dazu Seite 15 Lfd Nr. 71).

Diese gesetzliche Regelung entspricht auch dem gefühlten Gefahrenpotential, was ein Abfallentsorgungsbetrieb mit sich bringt. Sicherlich würden Bürger für eine noch großere Distanz plädieren, doch das steht bei den aktuell vorliegenden sehr viel geringeren Abstandsflächen nicht zur Diskussion.

Daher sieht die Bürgerinitiative bei einem fairen und auf die Interessen der Sunderaner zielenden Genehmigungsverfahren keinerlei Gründe für die Ansiedlung eines solchen Betriebes auf dem ehemaligen Schmackegelände. Daher sollte die Stadtverwaltung alle derzeit befristeten Genehmigungsverfahren sofort stoppen und den Betreiber auf diesen Sachverhalt hinweisen, um ihn vor möglichen Fehlinvestitionen zu bewahren. In diesem Zusammenhang möchte die BI mit einem Blick auf die Bürgerversammlung in Stemel auf die Argumentation der Stadt für ihre befristete Genehmigung hinweisen, welche sinngemäß lautete: Derzeit gibt es keinen Grund, dass ein Genehmigungsverfahren für die Firma Hücker auf dem Schmackegelände als nicht erfolgversprechend aussehen ließe.Ansonsten hätte wir niemals eine befristete Genehmigung erteilt.

Diese Gründe lagen laut den pdf Dokumenten, welche wir im Internet frei zugänglich gefunden haben, jedoch vor.

Wir möchten, dass die Verwaltung und der Rat der Stadt Sundern sofort die Interessen der Bürger gegenüber dem Betreiber, beim Hochsauerlandkreis und bei der Bezirksregierung vertritt.

Mit freundliche Grüßen

für die BI Sauberes Röhrtal

Andreas Bahde

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Hin und Her um die Dichtheitsprüfung privater Kanäle

By admin um 11:25 am Sonntag, März 18, 2012

Im Jahre 2007 hatte die damalige schwarz-gelbe Landesregierung das  Landeswassergesetz geändert mit folgender Formulierung im §61 a:

* (4) Bei bestehenden Abwasserleitungen muss die erste Dichtheitsprüfung gemäß Absatz 3 bei einer Änderung, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 2015 durchgeführt werden.*

Die Rotgrüne Minderheitsregierung hatte daraufhin Vorschläge gemacht wie diese gesetzliche Vorschrift der Vorgängerregierung umzusetzen ist.

Im Hochsauerlandkreis wurde ein Interkommunaler Arbeitskreis Dichtheitsprüfung im HSK gebildet, der sicherlich nicht unerhebliche Kosten verursacht hat.

Nachdem nun vor allem aus dem Bereich der Grundbesitzerverbände erheblicher Widerstand gegen eine Umsetzung des CDU_FDP gesetzes kam haben CDU/FDP/Die Linke eine Änderung des Landeswassergesetztes beantragt.

Ein Änderungsvorschlag hierzu wurde daraufhin auch  von der SPD und Grünen Fraktion am 17.1.2012  eingebracht:

https://www.gruene.landtag.nrw.de/sites/www.gruene.landtag.nrw.de/files/mmd15-3769.pdf

 

Am kommenden Dienstag nun tagt der Betriebsausschuss der Stadt Sundern. Unter dem Tagesordnungspunkt *Informationen über den aktuellen Stand bei den Dichtheitsprüfungen gem. §61 a LWG* heißt es:

 

*Der AK Interkommunale  Dichtheitsprüfung im HSK ist zum Entschluss gekommen, bis zu einer endgültgen Entscheidung durch den Landtag das Thema *Dichtheitsprüfung* ruhen zu lassen und auch dem Bürger zu raten, das neue Gesetz und ggf. die neue Verordnung abzuwarten, obwohl der §61a LWG NW aktuell immer noch Rechtsgültigkeit besitzt. … Nach Auskunft des Städte- und Gemeindebundes gibt es keine Ersatzansprüche gegen eine Kommune, wenn ein Grundstückseigentümer eine private Abwasserleitung die Schmutzwasser führt, saniert hat, weil sie defekt war.*

Auch das Wasserhaushaltsgesetz (Bundesgesetz) regelt in §60, dass Abwasserleitungen dicht sein müssen. Sofern durch undichte Abwasserleitungen Gewässer verunreinigt werden kann ein Straftatbestand vorliegen.

Von daher gibt es weiterhin zinsgünstige Kredite über die NRW bank für notwendige Kanalsanierungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Grundschulkonzept NRW

By admin um 21:01 am Samstag, März 17, 2012

Wegen der aktuellen Diskussion der Gundschulschließungen in Sundern hier  die Eckpunkte der Schulministerin Sylvia Löhrmann. Der nächste Schulausschuss tagt am 19.4. In der Sitzung soll ein Vorschlag der Verwaltung zur weiteren Schulentwicklung vorgelegt werden. Neben der Frage der Grundschulstandorte wird es dann auch um Inklusion und die Dietrich- Bonhoefferschule (Förderschule) gehen.

 

 

III. Eckpunkte des Grundschulkonzeptes NRW

Unser Grundschulkonzept sieht nun Folgendes vor:

1. Schulentwicklungsplanung, Fortführungsgrößen und Übergangsregelungen ab dem Schuljahr 2013/14: Einzügigkeit statt Zweizügigkeit
Eine wesentliche Neuerung des Konzeptes betrifft die Mindestgröße einer Grundschule. Sie soll nach geltender Rechtslage mindestens zweizügig sein (8 x 18 = 144 Kinder). Zukünftig können dagegen einzügige Grundschulen mit mindestens 92 Schülerinnen und Schülern als eigenständige Schulen fortgeführt werden. Schulen, die diese Grenze nicht mehr erreichen, können aber bis zu einer Größe von 46 Kindern als Teilstandort einer anderen Grundschule fortgeführt werden. Wenn eine Grundschule die letzte in einer Kommune ist, kann sie sogar mit mindestens 46 Schülerinnen und Schülern in 2 jahrgangsübergreifenden Klassen als eigenständige Schule bestehen bleiben.
Damit wird auf absehbare Zeit keine Kommune in NRW von der Schließung ihrer letzten Grundschule bedroht sein.
Die Regelung bedeutet natürlich nicht, dass die Kommunen die Schulen zwingend erhalten müssen. Mit den neuen Regeln schafft das Land aber einen weiten Spielraum für die Kommunen, Schulstandorte dort zu erhalten, wo sie es für erforderlich halten. Die Entscheidung darüber liegt – dem Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung folgend – bei den Kommunen selbst.

Der Schulträger entscheidet über die Zahl und die Verteilung der zu bildenden Eingangsklassen auf die Schulen bzw. die Standorte. Die Schulleitung entscheidet über die Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die zu bildenden Klassen an den jeweiligen Standorten einer Schule.

Für eine Grundschule in einem sozialen Brennpunkt oder eine Schwerpunktschule im Bereich Inklusion kann der Schulträger künftig die Aufnahmekapazität und damit die Klassengröße begrenzen. So kann zum Beispiel die Grundschule im sozialen Brennpunkt Klassen von 23 Kindern und die Schule im benachbarten Stadtteil vielleicht Klassen mit 29 Kinder in der Eingangsklasse bilden.

2. Absenkung des Klassenfrequenzrichtwertes
Der Klassenfrequenzrichtwert wird von derzeit 24 auf 22,5 abgesenkt. Dies erfolgt in mehreren Schritten, da die Umsetzung bei der Bildung der Klassen jeweils in den Eingangsklassen erfolgt, nicht in bereits bestehenden Klassen. Das heißt, das Konzept wächst von unten hoch. Bis zum Schuljahr 2015/16 werden wir dann den Klassenfrequenzrichtwert von 22,5 Kindern in allen 4 Jahrgängen der Grundschulen erreicht haben. Dafür sind insgesamt rund 1.700 zusätzliche Lehrerstellen erforderlich. Für das kommenden Schuljahr (2012/13) stellen wir rund 300 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

3. Verringerung der Zahl sehr großer Klassen und Vereinfachung der Regelungen zur Klassenbildung
Die Bildung von Klassen mit weniger als 15 und mehr als 29 Schülerinnen und Schülern ist zukünftig unzulässig. Damit wird sich die Zahl der sehr großen Klassen mit 30 und mehr Kindern deutlich verringern. Diese können nur noch ausnahmsweise in der Fortführung bereits gebildeter Klassen entstehen, zum Beispiel, wenn ein Kind zuzieht.

Die Regelungen zur Klassenbildung werden eindeutiger und klarer.

Für die Zahl der maximal zu bildenden Eingangsklassen an einer Schule ist zukünftig nur die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Eingangsklassen maßgeblich:

• eine Klasse bei bis zu 29 Schüler/innen
• zwei Klassen bei 30 bis 56 Schüler/innen (also 15 bis 28 je Klasse)
• drei Klassen bei 57 bis 81 Schüler/innen (also 19 bis 27 je Klasse)
• vier Klassen bei 82 bis 104 Schüler/innen (also 20/21 bis 26 je Klasse)
• fünf Klassen bei 105 bis 125 Schüler/innen (also 21 bis 25 je Klasse)
• sechs Klassen bei 126 bis 150 Schüler/innen
• je weitere 25 Schüler/innen erhöht sich die Zahl der zu bildenden Eingangsklassen um eins.
Das bedeutet, dass mit der Größe einer Grundschule die maximale Größe ihrer Klassen etwas abnimmt.

4. Einführung einer Kommunalen Klassenrichtzahl für mehr Gerechtigkeit zwischen den Kommunen bei der Klassenbildung
Auch hier haben wir uns vom Grundsatz leiten lassen: Jedes Kind ist vom Grundsatz her gleich viel wert. Deshalb wollen wir eine gerechtere und gleichmäßigere Steuerung der Klassenbildung vor Ort schaffen. Das Instrument dazu ist die neue Kommunale Klassenrichtzahl: Künftig bestimmt allein die Schülerzahl der künftigen Eingangsklassen die maximale Zahl der Eingangsklassen, die in einer Kommune gebildet werden können. Dazu teilen wir einfach die Schülerzahl in den Eingangsklassen des kommenden Schuljahres durch 23. Kleinere Kommunen erhalten dabei durch günstigere Rundungsregeln etwas mehr Spielräume bei der Klassenbildung als große.

Für die beiden am Anfang erwähnten Kommunen mit dem sehr unterschiedlichen Vorgehen bei der Klassenbildung würde diese neue Regelung zu folgendem Ergebnis führen: Die Kommune mit 1.980 Kindern in bisher 78 Eingangsklassen kann künftig 85 Klassen bilden, also 7 zusätzliche. Die Kommune mit 1.832 Kindern in 83 Eingangsklassen muss dagegen auf 4 Eingangsklassen verzichten und sich auf 79 Klassen beschränken. In beiden Kommunen haben die Eingangsklassen künftig durchschnittlich die fast gleiche Klassengröße von 23,2 und 23,3 Kindern.

Mit der Einführung der kommunalen Klassenrichtzahl werden also die Unterschiede zwischen den Kommunen deutlich reduziert. Damit erreichen wir mehr Gerechtigkeit bei der Klassenbildung und damit bei der Unterrichts- und Lehrerversorgung. Den Herausforderungen, vor denen vor allem kleinere Gemeinden stehen, tragen wir dabei Rechnung.

Die Kommunen können natürlich auch weniger Klassen bilden, denn die kommunale Klassenrichtzahl darf unter- aber nicht überschritten werden. Diese Ressourcen können die Schulen in solch einem Fall für zusätzliche Förder- oder Ergänzungsmaßnahmen einsetzen.

Mit all diesen Maßnahmen erhalten die kommunalen Schulträger und die Schulen einen größeren Spielraum, die Grundschullandschaft vor Ort zum Wohle aller Kinder sinnvoll auszugestalten. Das Land gewährleistet dabei durch klare Regeln für alle die notwendige Gerechtigkeit zwischen den Kommunen und zwischen den einzelnen Schulen.

5. Leitungszeit und Anrechnungsstunden für die Wahrnehmung besonderer schulischer Aufgaben etc. ab dem Schuljahr 2013/14
Die Landesregierung hat bereits mit dem Haushalt 2011 den Sockelbetrag der  Leitungszeit an Grundschulen in Anerkennung der erheblichen Leistungen der Schulleiterinnen und Schulleiter von acht auf elf Stunden erhöht.
Gerade im ländlichen Raum wird es künftig häufiger zu Teilstandortlösungen kommen. Vor allem die Leitung von Schulen mit mehreren Standorten bedeutet einen höheren organisatorischen Aufwand. Dieser ist in der Umstellungsphase nochmal besonders hoch. Dem wollen wir Rechnung tagen.

Zur Unterstützung von Teilstandortlösungen soll künftig für den zweiten und jeden weiteren Standort einer Schule jeweils für das Schuljahr, in dem der Teilstandort gebildet wurde, elf Stunden, im folgenden Schuljahr neun und ab dem darauf folgenden Schuljahr dauerhaft 7 zusätzliche Leitungsstunden gewährt werden.

Derzeit erhalten Schulleitungen mit Teilstandorten nur drei Stunden zusätzliche Leitungszeit.

Diese Erhöhung der Leitungszeit für Schulen mit Teilstandorten ist notwendig. Wir steigern dadurch auch die Attraktivität für Schulleitungen an Schulen mit Teilstandorten und wirken den Problemen bei der Besetzung von Schulleitungsstellen entgegen.

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By admin um 21:30 am Freitag, März 16, 2012

https://www.gruene-nrw.de/details/nachricht/gruen-geht-weiter.html

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Mesolithische Fundstelle in Sundern?!

By admin um 21:48 am Donnerstag, März 15, 2012

Auf Einladung der grünen Ratsmitglieder Klaus Korn, Matthias Schulte- Huermann und des örtlichen Bergbaufachmanns Hans Kleiner kamen 2 Archaeologen des westfaelischen Landesamts für Bodendenkmalpflege zu einer interessanten Besichtigung verschiedener Fundstelle im Bereich der Homert. Begonnen wurde mit der Besichtigung oben auf dem Blackshahn zwischen Dörnholthausen und Hagen. Dort befinden sich alte vermutlich frühmittelalterliche Ackerterrassen. In den Zeiten in denen die Tallagen noch nicht bearbeitbar waren wurden diese Höhenlagen ackerbaulich genutzt und in diesen Bereichen wurden während der Bronzezeit auch die Toten in Steinhaufen bestattet. Vermutlich gab es auch Siedlungsbereiche dort, die aber bisher noch nicht gefunden wurden. Zudem lagen in unmittelbarere Nähe auch Kupfer- und Eisenerzvorkommen und das Holz wurde zu Holzkohle weiterverarbeitet.
Vom Blackshahn ging es weiter über den Ossenstein zur Quelle des Stockumer Bachs bzw. der Settmecke. Vermutlich wurde von hier das nötige Wasser für die Bewirtschaftung bezogen. Im unmittelbaren Bereich der Bachquelle finden sch zudem interessante Köhlerstellen. Zum direkt angrenzenden Ossensten äußerten sich die Archaeologen auch: Die hiesige Vorstellung, dass er eine alte germanische oder keltische Kultstätte sei halten sie für falsch. Nach ihren Vorstellungen dürfte es sich beim Ossenstein eher um eine Fundstelle aus dem Mesolitihikum (Mittelsteinzeit) handeln. In den Wanderungsbewegungen nach der Eiszeit wurden solche Stellen oftmal als Rastplätze genutzt.
Einig war mann sich bei der Begehung, dass durch die Intensivbewirtschaftung der Wälder und insbesondere das intensive Fräsen der Flächen viel an Strukturen und möglichen Fundstellen zerstört wir.

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Schmackealtlast: Antwort des Hochsauerlandkreises

By admin um 21:38 am Dienstag, März 13, 2012

Antwort an KTM Loos_Schmacke-Gelände v. 21.02.2012

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Schmacke- Altlast: Antwort der Stadt auf unsere Anfrage

By admin um 21:20 am Dienstag, März 13, 2012

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Hilferuf einer Sunderanerin aus dem Abschiebeknast Büren

By admin um 23:14 am Freitag, März 9, 2012

Büren, 04.03.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mein Name ist A…….. geboren am ……in Prizren Kosovo.

Der Inhalt meiner heutigen Aussage richtet sich an all diejenigen, die befähigt sind über mein Bleiberecht in der BRD und ebenfalls an Sozialdiensten und Hilfsorganisationen zu entscheiden.

Ich bin Opfer eines Krieges im ehemaligen Jugoslawien mit heute noch sichtbaren körperlichen und seelischen folgen.

Im April 1992 bin ich mit meinen Eltern und meiner Tochter als Kriegsflüchtlinge in die BRD eingereist und haben Asyl beantragt.

Ein Jahr habe ich gearbeitet und war somit nicht Sozialabhängig und desweiteren besuchte ich von November 2010 bis Februar 2012 einen Deutschsprachkurs.

Straffällig bin ich nie geworden. Alle anderen wichtigen Daten über meine persönlichen Verhältnisse hat mein Anwalt Herr Mischock Tel: 05152/593980.

 

Anfang 1990 kamen eines Nachts ca. 4-5 uniformierte Männer ohne Vorwarnung ins Haus und griffen grundlos meinen Vater an und fingen an auf ihn einzuschlagen.

Mich zerrten sie in ein anderes Zimmer und schlugen mit einem schweren Gegenstand, den ich jedoch nicht sehen konnte auf meinen Rücken und auf dem Arm zu. So entstanden Wunden, die heute noch als sichtbare Narben zu sehen sind. Ich blutete und hatte starke Schmerzen.

Ich war im siebten Monat schwanger und dies war auch deutlich zu sehen.

Einer der Männer warf mich zu Boden und schlug und vergewaltigte mich.

Arztbesuche waren nicht möglich, da die Ärzte auch Serben waren, genauso wie der Mann der mir Gewalt angetan hat. Danach hatte ich mich zwei Jahre im Keller meines Großvaters versteckt.

 

1992 flüchtete ich in die BRD.

Über die Vergewaltigung habe ich bis jetzt nur zweimal gesprochen. Das erste Mal bei Aufnahme des Asylantrages und das zweite Mal habe ich auf die Frage meines Hausarztes geantwortet, woher ich die Narben hätte.

Meiner Tochter die jetzt 22 Jahre alt ist, mit der ich damals Schwanger war, habe ich es erst jetzt erzählt.

Ich wollte es niemanden erzählen, weil es eine Schande ist und es in meiner Mentalität besser ist zu schweigen, damit niemand mit dem Finger auf mich zeigen konnte.

 

Hier in Abschiebehaft kommen die Erinnerungen wieder, ich habe Angst, ich träume schlecht und schlafe sehr wenig.

Ich fühle mich hilflos, von allen verlassen und habe verstärkt Suizidgedanken!

Ich möchte zu einem Psychologen mit dem ich durch einen Dolmetscher sprechen kann, der mir ein neues psychologisches Gutachten ausstellt, denn ich brauche eine Psychotherapie.

 

Meine heutige Aussage möchte ich mit den folgenden Worten beenden:

Bitte helfen Sie mir, damit ich weiterhin in der BRD bleiben darf, denn nur hier kann mir geholfen werden und dass ich eines Tages mein Leben wieder in dem Griff bekomme.

Noch einmal möchte ich es betonten, ich möchte nicht zurück denn im Kosovo wäre mein Untergang.

Ich möchte und brauche hier in der BRD Psychologische Hilfe.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Antigona – Koko Allevato

 

 

Ins Deutsche übersetzt von: Nezir Kosovari

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