Mitgliederversammlung

By admin um 13:22 am Freitag, Februar 28, 2014

 

Anke Rose, Wilhelm-Hauff-Str. 15, 59846 Sundern

Tel. 02933/921920, Anke-Rose@web.de  

                                                          Ortsverband Sundern (Sauerland), 28.2.2014

 

Einladung zur Mitgliederversammlung am 13.3.2014

 

Liebe Parteifreundinnen und –freunde, Sympathisanten und Unterstützer!

 Der 25.5. rückt immer näher und damit auch die Zeit des Wahlkampfes. Einige Themenschwerpunkte wurden bereits auf der letzten MV besprochen. Diese gilt es nun zu vertiefen und konkrete Aktivitäten zu planen. Es gibt viel zu tun!

 

Daher lade ich euch herzlich zu unserer nächsten

 Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 13.3.2014,

 um 19:30 Uhr

 in die Gaststätte „Tagwerk“ (ehemals Kolpinghaus/ Anfang

 Fußgängerzone) ein!

 Folgende Tagesordnungspunkte stehen an:

Begrüßung

  1. Kommunalwahlen 2014 – Wahlkampfaktivitäten
  2. Europawahlen
  3. Bürgerentscheid Nelliusstraße
  4. Verschiedenes  Mit grünen Grüßen im Namen des Vorstands                                             Anke  und Tony

     

     

    PS: Am 8.3.2014 um 10 Uhr treffen sich alle Interessierten am Parkplatz Birkenbrauck zwischen Meinkenbracht und Obersalwey mit der  „Interessengruppe Windpark Homert“, die uns dort vor Ort ihr Projekt vorstellen möchte.

    Der Termin verknüpft die Themen Artenschutz und Energiewende und soll zur Meinungsbildung für die kommenden Entscheidungen in Sachen Windkraft in Sundern beitragen.

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5 gute Gründe für eine Umbenennung der Nelliusstraße

By admin um 1:33 am Freitag, Februar 28, 2014

Als antragstellende Fraktion im Rat der Stadt Sundern sind wir nach wie vor, oder besser gesagt  mehr denn je, davon überzeugt, dass eine Umbenennung der Nelliusstraße in Sundern zwingend erforderlich ist!

  1. Nellius war nicht nur ein Mitläufer der Nationalsozialisten, sondern ein ideologischer Verfechter nationalsozialistischen Gedankengutes, d.h. er hat aktiv dazu beigetragen, dass Führerkult und  antisemitische Einstellungen  über den Kanal kultureller Werke verbreitet wurden. Zu behaupten, er habe doch „nur Musik machen wollen“, ist eine scheinheilige Verharmlosung. Eher stellt es sich doch so dar, dass er unter allen Umständen Karriere machen wollte, ohne Rücksicht auf Verluste.
  2. Nellius selbst hat sich öffentlich antisemitisch geäußert und gegen jüdische Musiker Hetzkampagnen betrieben. Auch wenn er keinen Juden eigenhändig umgebracht hat, reicht seine Mitschuld am Tod von 6 Millionen Juden aus, ihn einer öffentlichen Ehrung nicht für würdig zu halten.
  3. Dass man sich in den siebziger Jahren für die Benennung einer Straße nach Nellius entschieden hat, ist aus heutiger Sicht bedauerlich, aber historische Forschung ist ein fortwährender Prozess, der oftmals auf Zufälligkeiten, wie z.B. Aktenfunden, basiert. Das kann niemand voraussehen. Und vielleicht gab es auch Gründe, warum man zu jener Zeit in puncto nationalsozialistischer Vergangenheit nicht weiter forschen, sondern lieber seine Ruhe haben wollte…
  4. Unsere Demokratie ist ein unglaublich hohes Gut. Seien wir dankbar dafür und erweisen ihr den nötigen Respekt, indem wir Zeichen setzen gegen antidemokratische und menschenverachtende Tendenzen. Zeigen wir jenen, die auch heute noch/ wieder Menschen mit anderer Hautfarbe oder Religion verächtlich gegenüberstehen, dass wir das nicht wollen. Lasst uns diesbezüglich Vorbilder ehren!
  5. Wir tun gut daran, all jenen entgegenzutreten, die meinen, es sei doch auch mal gut mit dem ständigen Herumreiten auf unserer historischen Schuld und die von all dem nichts mehr hören wollen. Nur aus der kollektiven Erinnerung daran, was einmal menschenmöglich war, was auch in unserer Stadt stattgefunden hat, können wir verhindern, dass faschistische Ideen noch einmal Raum gewinnen.  Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen bedeutet ja nicht, dass man sich persönlich schuldig fühlen muss. Gebt jungen Menschen eine Wertorientierung, die auf historischer Erfahrung fußt.

Keine Nelliusstraße in Sundern mehr!

 

                                                                                                  Anke Rose

 

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Stellungnahme Amecke Ferienpark/ Bürgerversammlung

By admin um 21:51 am Mittwoch, Februar 26, 2014

Klartext für Sunderns Bürger!

 

Als Bürgermeister Lins die Task Force eingerichtet hat, habe ich lange überlegt, ob ich mitmachen soll. Schließlich haben wir Grünen das Projekt Ferienpark abgelehnt und die Regionale wegen der Straßenverschwenkung auch.

Durch die Insolvenz der Sundern Projekt Gmbh ist die Verzahnung dieser beiden Projekte mehr als deutlich geworden- und damit auch, dass uns im Rat nicht nur Dinge verschwiegen wurden, sondern dass wir darüber hinaus aktiv vom Bürgermeister und der Verwaltung getäuscht worden sind.

Das schafft kein Vertrauen.

Ich habe mich dann doch entschlossen mitzumachen, weil ich finde, dass in so einem Notfall wie dem Dilemma am Amecker Vorbecken Fraktionsinteressen hinter dem Eid des Rates,  „Schaden von der Stadt abzuwenden“, zurückstehen sollten!

 

Das Dilemma besteht bekanntermaßen darin, dass:

 

a) eine neue Straße gebaut wurde, die teils auf Grundstücken der holländischen Investoren liegt, und

 

b) Fördermittel für das aufwändige Regionale – Projekt mit der Straßenverschwenkung beantragt und zugesichert wurden.

 

Das heißt im Klartext:

Bekommt die Stadt von den Holländern die Grundstücke für die neue Straße nicht, muss das Regionale Projekt kleiner gebaut und ein Teil der Fördermittel kann nicht abgerufen werden.

 

Zweimal sind wir in Düsseldorf gewesen,um uns mit den Holländern zu treffen, das dritte Mal dann hier im kleinen Ratssaal.

Alle die an der Veranstaltung teilgenommen haben, mussten mit ansehen, wie die Investoren Schritt für Schritt ihre Forderungen vortrugen und diese Punkt für Punkt vom Bürgermeister übernommen und in den nun vorliegenden Vertragsentwurf eingearbeitet worden sind.

Das war m.E. eine totale Kapitulation unserer Interessen gegenüber den Interessen der Holländer.

Die Punkte, die durch die Erpressung mit der Straßenverschwenkung erwirkt worden sind, sind untragbar:

 

 

  1. Die Rückzahlung des Kredits von 200.000Euro der insolventen Sundern Projekt Gmbh darf nicht von der Stadt übernommen werden. Das war das Risiko der Holländer, welches sie mit Geschäftsführer Rogoll eingegangen sind.Warum sollten wir ihnen das abnehmen? Wir wissen bis heute nicht, wo das Geld geblieben ist.
  2. Das Freibadgelände ist deutlich mehr wert als 7,50 Euro pro qm. Das sieht doch jeder. Selbst die Verwaltung kam in ihrer schön gerechneter Taxierung auf 20 Euro pro qm.
  3. Kauf einer weiteren Fläche für die neue Straße von einem weiteren holländischen Investor, für einen fantastischen Quadratmeterpreis (den ich hier nicht nennen darf) plus einer Ausgleichsfläche vom Freibadgelände = doppelte Bezahlung also!
  4. Das Dauerwohnen in Appartementhäusern kann von uns nicht gestattet werden. Weist das nicht schon in die Richtung, die viele hier vermuten? Dass  es von Seiten der Holländer allein um Profite mit Grundstücksspekulationen geht, die zu Lasten der Stadt realisiert werden sollen?In der Hoffnung, zum Verständnis des komplizierten Sachverhalts beigetragen zu haben.Fraktionssprecher Bündnis 90 / Die Grünen Antonius Becker
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Einladung der CDU z.K.

By admin um 17:37 am Freitag, Februar 7, 2014

ausnahmsweise und nur aus ganz besonderem Anlass hier ein Schreiben der CDU:

Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,
 
der Rat der Stadt Sundern hat gestern ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt gegen die Verharmlosung von Rassismus. Mit einer überwältigenden Mehrheit der Stimmen der Ratsmitglieder wurde das Bürgerbegehren gegen die Umbenennung der Nelliusstraße abgelehnt. 
 
Wir möchten an dieser Stelle ganz ausdrücklich den Initiatoren des Antrages zur Umbenennung der Straße, nämlich der Fraktion Bündnis ’90/ Die Grünen, danken, diese Debatte in Sundern angestoßen zu haben. Und unser persönlicher Dank richtet sich an die Historiker Peter Bürger, Michael Gosmann und Werner Neuhaus, die in den vergangenen Wochen wissenschaftlich in unzähligen Stunden Arbeit und persönlichen Einsatzes belegen konnten, dass Georg Nellius ganz eindeutig ein „kulturpolitischer Steigbügelhalter des Nationalsozialismus“ war. 
 
In Sundern – da waren sich gestern 37 von 39 Ratsmitgliedern über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg einig, dürfen keine Täter mit Straßennamen geehrt werden. Wir beschädigen damit nicht nur das Andenken an die Opfer, wie beispielsweise die Familie Klein, sondern wir beschädigen damit auch das Ansehen unserer Heimat.
 
Wir möchten dies verhindern! Wir wollen zeigen, dass Sundern keine Nazistraßen will. Wir wollen zeigen, dass es nur die Opfer sind, die wir mit Straßenamen ehren dürfen und nicht die Täter! Wir wollen ein Zeichen setzen für Demokratie und gegen Rassismus!
 
Und deshalb greifen wir heute den Vorschlag von Peter Bürger auf: Wir rufen auf zur Gründung einer Bürgerinitiative „Keine Nazistraßen, keine Verharmlosung von Rassismus“, um den anstehenden Bürgerentscheid ganz eindeutig zu beantworten und die Nelliusstraße umzubenennen!
 
Zur konstituierenden Sitzung der Bürgerinitiative laden wir ein für
 
Mittwoch, den 12. Februar 2014, um 20:00 Uhr
ins Tagwerk (Kolpinghaus), Hauptstr. 105, 59846 Sundern.
 
Wir würden uns sehr freuen, wenn alle, die unser Anliegen unterstützen, ganz gleich welcher Partei oder Fraktion sie angehören, an dieser konstituierenden Sitzung teilnehmen würden und damit ein Zeichen für unsere gemeinsame Heimatstadt Sundern setzen!
 
Bitte leiten Sie diese E-Mail auch an alle weiter, die unser Anliegen unterstützen wollen. 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Stefan Lange
Eichendorffstr. 4
59846 Sundern
 
Sebastian Booke
Berliner Str. 22
59846 Sundern

 

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Einladung zur Mitgliederversammlung am 7.2.

By admin um 20:56 am Dienstag, Februar 4, 2014

Anke Rose, Wilhelm-Hauff-Str. 15, 59846 Sundern,

Tel. 02933/921920, Anke-Rose@web.de

 

Ortsverband Sundern (Sauerland)

26.1.2014

 

Einladung zur Mitgliederversammlung am 7.2.2014 um 19 Uhr

im „Tagwerk“ (ehemals Kolpinghaus).

 

 

Liebe Parteifreundinnen und –freunde!

 

Für die anstehenden Kommunalwahlen am 25.5.2014 wollen wir gut gerüstet sein, denn als Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen möchten wir natürlich zu dieser Wahl antreten. Daher benötigen wir Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in den 19 Wahlbezirken der Stadt aufstellen lassen. Auch eine Reserveliste muss gewählt werden.

Über mögliche inhaltliche Schwerpunkte haben wir ja bereits in der letzten MV gesprochen, wir müssten sie aber sicherlich noch einmal konkretisieren und uns schon einmal Gedanken über den Wahlkampf machen.

Es wäre schön, wenn wir am Abend der MV weitere kreative Ideen für unsere Öffentlichkeitsarbeit sammeln könnten.

In diesem Sinne seid also herzlich eingeladen zu unserer Mitgliederversammlung am 7.2.2014 um 19 Uhr im „Tagwerk“!

 

Folgende Tagesordnungspunkte stehen an:

1. Begrüßung/ Formalia

2. Wahl der Versammlungsleitung und des/ der Sitzungsprotokollanten(in)

Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und des Stimmrechts

Verabschiedung der Tagesordnung

3. Wahlen zur Kandidaten/ Kandidatinnen-Aufstellung

  • Wahl des/der Wahlleiters(in)
  • Wahl der Stimmenzähler/innen
  • Wahl des/der Sitzungsprotokollanten(in) nach dem Kommunalwahlgesetz
  • Wahl zweier Personen zur eidesstattlichen Erklärung
  • Beschluss über das Wahlverfahren
  • Benennung der Vertrauensleute zur Einreichung des Wahlvorschlags

4. Wahl der Kandidaten/Kandidatinnen für die Wahlbezirke

5. Wahl der Reserveliste

6. Wahl der Kandidaten/ Kandidatinnen für die Kreiswahlbezirke

7. Vorschläge für das Wahlprogramm/ Wahlkampfaktivitäten

8. Verschiedenes

 

Mit herzlichen grünen Grüßen

 

 

 

im Namen des Vorstands eure Anke

 

 

 

 

PS: Natürlich sind auch Freunde und Sympathisanten herzlich eingeladen. Kandidaten und Kandidatinnen müssen nicht Mitglied von Bündnis 90/ Die Grünen sein.

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Erkärung von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Nelliusstraße

By admin um 20:54 am Dienstag, Februar 4, 2014

Gemeinsame Erklärung der Vorsitzenden der Fraktionen der CDU, der SPD und der GRÜNEN  im Rat der Stadt Sundern und der Stadtverbandsvorsitzenden der CDU, der SPD und der GRÜNEN in Sundern zur Änderung der Straßenbenennungen in Sundern.                                                         02.02.2014

 

 

 

 

Mit der Entscheidung des Schul- Sport- und Kulturausschusses hatte sich eine beeindruckende politische Mehrheit für die Änderung der Namen von drei Straßen in Sundern ausgesprochen (es gab nur eine Enthaltung). Der Grund für diese Entscheidung lag ausschließlich im konkreten Wirken der drei Namensgeber in den Jahren von 1933 bis 1945 begründet. Alle drei Namensgeber haben durch ihr Handeln den Nationalsozialismus aktiv unterstützt. Belege dafür wurden im Rahmen der öffentlichen Diskussion vor und nach der Entscheidung hinreichend vorgelegt. Uns ist bewusst, dass die Veränderung von Straßennahmen für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger eine Belastung darstellt. Bei politischen Entscheidungen ist aber immer abzuwägen zwischen dem Gemeinwohl und den Einzelinteressen. Es gibt nur selten Entscheidungen im politischen Raum bei denen ein solcher Widerspruch nicht gegeben ist.

 

Mit der Benennung einer Straße nach einer Person des öffentlichen Lebens wird die Persönlichkeit insgesamt gewürdigt, also Werk und Wirken. Teile des Werks des Künstlers, namentlich die Vertonung plattdeutscher Texte haben Georg Nellius, einer der Namensgeber, bekannt gemacht. Er ließ sich aber im sogenannten 3. Reich vom Machtsystem einbinden und nutzte seine Position um das System propagandistisch zu unterstützen. Wir glauben, dass man unterscheiden kann zwischen dem künstlerischem Werk einerseits, auf das Gesangsvereine heute und in Zukunft zurückgreifen können und der Haltung des Künstlers im Nationalsozialismus andererseits. Es wird nicht erwartet, dass ein Namensgeber ein Widerstandskämpfer sein musste. Aber wer ohne Not ein totalitäres und Menschen verachtendes System mit seiner Arbeit aktiv unterstützt hat, der trägt Mitschuld am Elend vieler Millionen Menschen, auch am Elend vieler Menschen in unserer Stadt in jener düsteren Zeit. Straßen in Sundern sollten nur Namen von Personen tragen deren gesamte Persönlichkeit, also Gesamtwerk, Wirken und Haltung beispielhaft waren. Georg Nellius trifft das nicht zu. Sicherlich lagen die Fakten bei der Namensgebung der Straßen schon vor. Wir gehen aber davon aus, dass sie den Mitgliedern des Stadtrates, die damals Verantwortung trugen nicht bekannt waren. Wir sind fest davon überzeugt, dass sie dann nicht so entschieden hätten. Wir sehen unseren Auftrag auch darin Schaden von Sundern abzuwenden. Mit der Benennung einer Straße nach einer Person die Mitverantwortung trägt für den Nationalsozialismus und dessen Konsequenzen ist der Ruf der Stadt Sundern gefährdet.

 

Der jetzt anstehende Bürgerentscheid birgt Risiken in sich, aber auch die Chance sich klar abzugrenzen. Bürgermeister Detlef Lins hat in seiner Ansprache zur Reichspogromnacht im vergangen Jahr hier klare Worte gefunden, die wir ausdrücklich unterstützen. Mit der Umbenennung der Nelliusstraße setzt Sundern ein Zeichen gegen den Faschismus und solidarisiert sich mit den Opfern, auch denen aus Sundern.

 

 

Günter Martin                      Jürgen ter Braak                 Antonius Becker

Vorsitzender der                  Vorsitzender der                  Vorsitzender der

CDU Fraktion                      SPD Fraktion                       Fraktion der GRÜNEN

 

Stefan Lange                       Michael Stechele                Anke Rose

Vorsitzender des                 Vorsitzender des                 Sprecherin

CDU Stadtverbandes         SPD Stadtverbandes         Die GRÜNEN Stadtverband

 

 

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Stellungnahme Prof. Custodius /Münster zu Nellius

By admin um 23:03 am Sonntag, Februar 2, 2014

Artikel entnommen aus : https://www.schiebener.net/wordpress/?p=27293

 

Hier eine Stellungnahme  von Prof. Dr. Michael Custodis, dem geschäftsführenden Direktor des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Universität Münster – Fach Musikwissenschaft, zur neuen Nellius-Studie von Peter Bürger und Werner Neuhaus.

Die Autoren der Studie würde es nach eigenen Aussagen freuen, wenn auch diese Expertise (Prof. Custodis – Stellungnahme Nellius 30 01 2014) allen Beteiligten in der Diskussion helfen würde, die wissenschaftliche Solidität der neuen Forschungsarbeit einzuschätzen, und somit zur sachlichen Diskussion beitrüge.

 

 

Der Wortlaut des Gutachtens***:

Sehr geehrter Herr Bürger,

gerne komme ich Ihrer Bitte nach, zu Ihrer umfangreichen und aufschlussreichen Studie über Georg Nellius Stellung zu nehmen.

Vorab möchte ich bemerken, dass sie thematisch in eines meiner Hauptarbeitsgebiete zur Kontinuität von NS-Strukturen im Nachkriegsmusikleben fällt. Nachdem zuletzt ein gemeinsam mit Prof. Friedrich Geiger (Universität Hamburg) verfasstes Buch hierzu erschienen ist (Netzwerke der Entnazifizierung. Kontinuitäten im deutschen Musikleben am Beispiel von Werner Egk, Hilde und Heinrich Strobel, Waxmann – Münster 20 13), widmete ich mich zuvor Biografien bekannter Musikwissenschaftler, Journalisten und Komponisten (u.a. Friedrich Blume, Joseph Müller-Blattau, Fritz Stein, Wolfgang Steinecke und Hermann Unger), bei denen die Aufarbeitung ihrer Karrieren vor 1945 in Beziehung gesetzt wurde zu ihren Entnazifizierungsverfahren.

Die Erfahrungen meiner Forschungen decken sich mit den Ergebnissen Ihrer gründlich recherchierten Studie, die dankenswerterweise die in manchen politischen Einschätzungen kritisch zu diskutierende Nellius-Dissertation von Esther Wallies um unbekanntes, höchst relevantes Archivmaterial ergänzt. Dabei zeigt sich m.E. ganz eindeutig, dass man es bei Georg Nellius mit einem überzeugten Antisemiten und Nationalsozialisten der ersten Stunde zu tun hat, der nicht nur in der Chorarbeit sehr agil war (die in der populistischen Zielrichtung des Dritten Reiches große Bedeutung hatte) und als Pädagoge die Indoktrinierung der Jugend nach Kräften beförderte, sondern vor allem als Künstler seine Musik in den Dienst des NS-Staates stellte. Wenn die im Anhang ab S. 49 Ihrer Studie aufgelisteten Stücke für op. 7, 12 und 22 noch typische völkische, deutschnationale Hausmannskost im Nachgang des Ersten Weltkriegs zeigen (1918-1923), unterstreichen bereits die Titel der von Nellius in seinem Westfälischen Liederbuch (1935) zusammengefassten Stücke op. 63, 15-20 „Heil dem dritten Reich!“ (Der Ruf des Führers, Treuschwur, Die letzte Stunde, Volk und Führer, Das Lied vom Führer, Westfalen-Marschlied) seine neue Marschrichtung, dem Hitler-Regime zu huldigen, so dass er über die daraus resultierende wohlwollende Förderung seiner Karriere natürlich hoch erfreut war.

Wenn daher – wie im aktuellen Fall einer Diskussion zur Umbenennung einer Nellius-Straße – die Einlassungen einer Persönlichkeit mit dem Dritten Reich zu bewerten sind, ist bei Georg Nellius festzuhalten, dass man es mit einem überzeugten Propagandakomponisten zu tun hat, der die Vorliebe der Nationalsozialisten für Volkslieder und Märsche nach Kräften zu bedienen suchte und auch in seinen weiteren, mit programmatischen Texten versehenen Stücken keinen der einschlägigen, unmissverständlichen Topoi („Langemark“, „Sieg Heil“; Huldigung der Wehrmacht, Führerkult, Heldenverehrung, Soldatenromantik und Durchhalteparolen nach der Schlacht von Stalingrad) ausließ.

Dass Nellius nach mehreren Revisionen schließlich aus seinem Spruchkammerverfahren formal unbeschadet hervorging, sagt dabei wenig aus über seine tatsächlichen Verstrickungen in das NS-System, als viel mehr über die politischen Zeitumstände bei der Übergabe der öffentlichen Kontrolle von den Alliierten in deutsche Zuständigkeit. Von Zeithistorikern wie Bernd Weisbrod, Michael Grüttner und anderen sind die Bedingungen und Konsequenzen der Entnazifizierungsverfahren seit vielen Jahren beschrieben, und Lutz Niethammer wies schon im Jahr 1988 darauf hin, dass man unter Entnazifizierung schon bald „nicht mehr eine Säuberung des öffentlichen Lebens von den Nazis, sondern eine Säuberung der Nazis von ihrer Stigmatisierung“ zu verstehen hatte.

Viel aufschlussreicher sind daher die von Ihnen dokumentierten Reaktionen aus Nellius‘ direktem Umfeld einschließlich seiner ehemaligen Kollegen, die sich – trotz seiner politischen Rehabilitierung – nach Kräften gegen seine Wiederbeschäftigung als Pädagoge stemmten. Dass sie, die ihn und sein Wirken vor 1945 aus eigenem Erleben genau kannten, sich letztlich vergeblich gegen seine berufliche Wiedereingliederung stemmten, sagt daher vor allem etwas aus über die Zustände in den Kommunalverwaltungen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der vermeintliche Widerspruch zwischen diesen Alltagsreaktionen und den Aussagen zu seinen Gunsten im Entnazifizierungsverfahren – die nicht ohne Grund schon damals „Persilscheine“ genannt wurden – lässt sich daher leicht auflösen und m.E. den Versuchen alter Freundeskreise zuschreiben, in der von Hunger, Versorgungsnöten und Unsicherheit gezeichneten Nachkriegszeit einem Beamten Pensionsanrechte sowie eine sichere Anstellung zu erhalten (zu den Hintergründen und Mechanismen dieser Persilschein-Netzwerke siehe Custodis/Geiger 2013).

Zusammenfassend muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Ehrung einer Person durch einen Straßennamen immer die gesamte Persönlichkeit einschließt. Im Wissen um die Verstrickungen von Georg Nellius in den Nationalsozialismus muss man sich folglich bewusst machen, dass dieser Straßenname einen gläubigen Nationalsozialisten und Antisemiten ehrt, was man im Fall einer Beibehaltung des Straßennamens anschließend öffentlich zu rechtfertigen hätte. Im Jahr des tragischen Jubiläums eines ersten, 1914 von Deutschland ausgegangenen Weltkriegs und vor dem Hintergrund der daraus entstandenen tödlichen Konsequenzen für Millionen NS-Opfer sollte man die Verantwortung, die für unsere Gegenwart daraus entsteht, daher wohl bedenken.

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und stelle es Ihnen frei, dieses Schreiben zu veröffentlichen.

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Radfahren in Sundern

By admin um 19:56 am Samstag, Februar 1, 2014

 

An die Stadt Sundern
Bürgermeister Lins
1.2.2013
Sehr geehrter Herr Bürgermeister
für die Sitzung des kommenden Umwelt- und Planungsausschusses stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen folgenden Antrag:
Situation des Radverkehrs in Sundern: Bericht des Radverkehrsbeauftragten
Begründung:
Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen wurde im Januar 2012 ein Radverkehrsbeauftragter für die Stadt Sundern ernannt. Die Grüne Fraktion hat festgestellt,
 dass nach nunmehr 2 Jahren weder diese Funktion noch die Stichworte „Fahrrad“ oder „Radverkehr“ einen Treffer auf der Homepage der Stadt Sundern ergeben.
Auch tritt der Radverkehrsbeauftragte öffentlich nicht als solcher in Erscheinung, z. B. durch Pressemitteilungen zu einem Radwegekonzept etc.
Daher bitten wir um Bericht des Radverkehrsbeauftragten u.a. sollten die folgenden Fragen beantwortet werden.
1) Wie wurde die Funktion des „Radverkehrsbeauftragten“ strukturell umgesetzt? – Hat es die beabsichtigte Bündelung der verschiedenen Belange in „einer Hand“ gegeben?
2) Lädt der Radverkehrsbeauftragte zu regelmäßigen Besprechungen oder einen „Arbeitskreis Radverkehr“ ein, an der alle für die Planung und Umsetzung von
 Radverkehrsangelegenheiten Beteiligten (Behörden / Institutionen, Polizei, Ordnungsbehörde, Baulastträger, Stadtmarketing, Straßen.NRW, ggf. Vereine/Interessengruppen)
 an einen Tisch gerufen werden, um den Fortschritt einzelner Maßnahmen oder Problempunkte zu erörtern?
So handhabt es beispielsweise der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Arnsberg mit Erfolg.
3) Es liegt der Entwurf eines „Handlungs- und Maßnahmenkonzeptes zur Radverkehrsförderung im Stadtgebiet Sundern“ vom Juni 2009 vor, in dem einzelne Radwegemaßnahmen
zusammengefasst sind, u. a. auch Teile eines Röhrtalradweges (z. B. Strecke Hachen – Stemel, Strecke Stemel – Zum Dümpel – Sundern), die in jüngster Zeit erneut
öffentlich diskutiert wurden.
Liegt dieser Entwurf mittlerweile als fortgeschriebenes Konzept vor, und wie ist der Umsetzungsstand der einzelnen Maßnahmen?
4) Soweit bekannt, ist die Radverkehrsbeschilderung im Bereich der Stadt Sundern auf unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche verteilt.
Wir bitten um Feststellung, welche Institution im Bereich der Stadt Sundern für Kontrolle und Wartung der straßenverkehrsrechtlich festgesetzte Beschilderung des
Radverkehrsnetzes NRW („rote Schilder“) zuständig ist, und welche Institution für die radtouristische Beschilderung („sechseckige Schilder“ und die alten „grünen“
Schilder) zuständig ist.
In diesem Zusammenhang bitten wir um Bericht, in welchen Abständen die Beschilderung kontrolliert und dabei festgestellte Mängel (verdrehte Schilder,
 fehlende/umgeworfene Schilder etc.) behoben werden.
5. Wie ist der Stand der Dinge bezüglich des Radwegs Seidfeld- Sundern und entlang der Kreisstraße nach Amecke?
Mit freundlichen Grüßen
Antonius Becker
Fraktionsvorsitzender
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