Bürgermeisterwahl in Sundern 2015-Positionspapier von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN OV Sundern

By Fritz Arendt-Quandt um 7:46 am Montag, August 10, 2015

Positionspapier von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN

zur Bürgermeisterwahl in Sundern 2015

 Wir wollen eine neue Chance für Sundern. Sundern hat enorme gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungspotenziale. Viele Menschen fühlen sich in Sundern wohl und leben gerne hier. Wir wollen, dass zunehmend mehr junge Erwachsene ihre Zukunft in Sundern sehen – in seinen Dörfern und Ortsteilen. Wir wollen infrastrukturell gute Bedingungen für das Leben in Sundern und so Sundern zu einer Stadt machen, die allen gute Lebensbedingungen bietet.

In den letzten Jahren haben etliche politisch zu verantwortende Entscheidungen Sundern mehr geschadet als genutzt. Die politische Verantwortung dafür hat die CDU, welche über eine absolute Mehrheit im Rat verfügte und den Bürgermeister aus ihren Reihen gestellt hat.

Diese Zeit ist nun vorbei!

Bei der letzten Kommunalwahl hat die CDU ihre absolute Mehrheit verloren.

Uns geht es darum, dass sie auch den Bürgermeister nicht länger stellt, da er sehr großen Einfluss auf die politische Entwicklung hat und wir uns bessere Lösungen vorstellen können als einen CDU-Bürgermeister.

Deshalb haben wir uns mit vier anderen Parteien auf den Weg gemacht, um einen Neuanfang auch in diesem Amt zu gewährleisten.

Es wird sicherlich keinen „Superman“ geben, der Sundern im Alleingang weiter nach vorne bringt.

Wir brauchen einen Bürgermeister, der menschliche Qualitäten mit Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit verbindet. Wir glauben, dass wir einen solchen Kandidaten gefunden haben.

Wir GRÜNEN stehen für Themen, die für Sundern wichtig sind.

Diese wollen wir in Kooperation mit den anderen Ratsparteien und mit dem neuen Bürgermeister zu guten Lösungen bringen. Wir sind dabei selbst bereit, mit allen das Gespräch zu suchen und gute, gemeinsam getragene Lösungen zu entwickeln.

Aus Erfahrungen wissen wir, dass das möglich ist.  Unsere Ratsfraktion ist kompetent und kommunikativ.

Unsere Themen sind:

–          Die Innenstadtentwicklung

Wie kann es gelingen, die Innenstadt zu beleben, ohne ein neues überflüssiges Einkaufzentrum mit Parkdeck auf den Franz-Josef-Tigges-Platz zu bauen?

–          Die Energiewende

Wir können nicht so tun, als ob die Energiewende überall außer in Sundern stattfindet. Neben einer effizienteren Nutzung der Energie  gehört  auch die lokale Erzeugung regenerativer Energie durch Windkrafträder zum Konzept. Die Energie, die in der Stadt Sundern benötigt wird muss auch lokal erzeugt werden. Wir wollen ein klima-neutrales Sundern und haben uns in der Windkraftfrage gemeinsam mit der CDU in einer den Einwohnern, den Wohngebieten und dem Naturschutz  gegenüber verantwortlichen Weise entschieden.

–          Die Dorfentwicklung

Zusammenarbeit, gute Nachbarschaft und viele neue Entwicklungsideen sind für die Dörfer besonders wichtig, da sie mit Leerständen, geringeren Einwohnerzahlen und einem höher werdenden Durchschnittsalter konfrontiert sind. Welche Wege gibt es, um diese Entwicklungen als Chance zu begreifen und positiv zu gestalten? Jugend- und Dorfkonferenzen und das LEADER-Projekt sind dazu sicherlich spannende Möglichkeiten.

Wichtig ist aber auch die verkehrliche Anbindung der Ortsteile. Das gilt nicht nur für den ÖPNV sondern auch für die Schaffung sicherer Fahrrad- und Gehwege zwischen den Dörfern und Ortsteilen.

–          Die Wirtschaftsförderung

Sundern ist ein extrem starker Wirtschaftsstandort. Und das muss so bleiben. Wie kann „Politik“ dies unterstützen? Wie kann Wirtschaftsförderung ökologisch und touristisch vertretbar umgesetzt werden?

–          Integration und Flüchtlinge

Fast wöchentlich treffen Flüchtlinge in Sundern ein. Das wird sich nicht ändern, so lange die Welt so katastrophal und menschenverachtend ist, wie sie in vielen Ländern ist. Wie können die in Sundern gestrandeten Flüchtlinge erfahren, dass es sich lohnt, in Sundern zu leben, zu arbeiten und hier gar eine neue Heimat zu finden? Wir GRÜNEN sind gemeinsam mit vielen anderen in Bündnissen aktiv, die sich darum kümmern, dass die Migration von Flüchtlingen in Sundern gelingen kann.

–          Die Schulentwicklung

Wir brauchen ein zukunftsfestes Schulsystem. Alle Kinder müssen, egal in welcher Schulform, eine Ausbildung erhalten, die sie auf ihr Leben und eine Berufsausbildung, ein Studium vorbereitet. Inklusion und Integration sind dabei besondere Herausforderungen. Das geht nur, wenn wir alle in Sundern zusammenarbeiten. Kirchturmdenken ist da wenig hilfreich.

–          Eine transparente Haushaltspolitik,

die verantwortlich mit den knappen Mitteln umgeht und undurchsichtige Pleiteprojekte wie den Ferienpark in Amecke von der Agenda streicht.

 

Diese Themen wollen wir in die politische Diskussion einbringen. Dazu haben wir klare Positionen und freuen uns darauf, an gemeinsam getragenen Lösungen mitzuwirken.

 

Wir erhoffen uns bessere Lösungen, wenn der Bürgermeister nicht von der CDU gestellt wird, da deren Wirken in den letzten Jahren Sundern geschadet hat.

 

Wir bitten unsere Wählerinnen und Wähler deshalb,

 

                                              Herrn Ralph Brodel

 

das Vertrauen zu schenken und ihn am 13. September 2015

 

                                        zum Bürgermeister

 

zu wählen. Herr Brodels Wahl ist eine große Chance, einen politischen Wandel in Sundern herbeizuführen. Eine Stimme für ihn ist eine Stimme für einen politischen Neuanfang in Sundern.

 

Sundern, 24.07.15

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