80% der Belastung aus Scharfenberg?

By admin um 8:50 am Donnerstag, November 2, 2006

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Wie tief steckt PFT in der Erde?

Scharfenberg. Der Hochsauerlandkreis hat am Dienstag die Detailplanung für die Sanierung der mit PFT belasteten Fläche in Scharfenberg in Auftrag gegeben.

Die Fa. Terra Vital, ein Unternehmen aus dem Firmengeflecht des Briloner Unternehmers Ralf W. und seiner GW Umwelt (Borchen), habe die ihr bis zum 30. Oktober gesetzte Frist für die Auftragsvergabe verstreichen lassen. Das teilte der Hochsauerlandkreis am Dienstag mit.

Ein Gutachterbüro aus Bielefeld, das Institut für Umwelt-Analyse (IFUA), hat bereits am Dienstag mit Bodenuntersuchungen auf der insgesamt rund 10 ha großen Fläche zwischen der Siedlung Waldbruch und der Ortslage von Scharfenberg im Bereich von Mühlenteich und Siepen begonnen. Dazu werden bis auf drei Meter Tiefe Sonden in den Boden gerammt. Von den Proben erhoffen sich die Experten Auskünfte zu den geologischen und hydrogeologischen Verhältnissen vor Ort, um die Wirksamkeit der vom HSK favorisierten Sanierungsmethode per Drainage abschätzen zu können. Die Sondierung erfolgt im Trassenverlauf dieser geplanten Drainage.

Von dieser mit bis zu 6500 Mikrogramm PFT pro Kilo Trockenmasse belasteten Fläche geht nach bisherigen Erkenntnissen 80 Prozent der Wasserbelastung in Möhne und Ruhr aus. Rund 400 kg reines PFT sollen auf dieser ehemaligen Weihnachtsbaumkultur, die jetzt mit Mais bewachsen ist, über die vermeintlichen Bodenenverbesserer aufgebracht worden sein. Über die Bermecke und die Steinbecke fließen pro Tag rund 60 Gramm PFT ab.

Weiterhin überprüfen die Fachleute das Verfahren für die Behandlung des belasteten Wassers mit Aktivkohle.

Vor dem Hintergrund des PFT-Skandals veranstalten die Kreis-Grünen Donnerstag, 16. November, um 18 Uhr im Kreishaus Meschede einen Info-Abend, an dem u. a. Ex-NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn teilnimmt.

01.11.2006

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Kommentar by Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

Juni 16, 2008 @ 8:22 am

WELT AM SONNTAG
15. Juni 2008, 04:00 Uhr VON DAVID SCHRAVEN
„Kläranlagen des Ruhrverbandes sind hauptsächlich für die Belastung des Flusses verantwortlich

Im Skandal um die krebserregende Chemikalie PFT sind immer noch nicht die Hauptursachen der Giftverseuchung ausgeschaltet worden. Dies ergaben Recherchen der „Welt am Sonntag“. Noch immer gelangt das krebserregende Gift aus den neun am stärksten betroffenen Kläranlagen nahezu unverändert in die Ruhr und von da aus weiter in die Nahrungskette. Dabei sind die Kläranlagen des Ruhrverbandes für rund 50 Prozent der PFT-Belastung in dem Trinkwasserfluss verantwortlich, wie der Laborleiter des Ruhrverbandes, Ralf Klopp, in einer eidesstattlichen Versicherung erklärt.

Neben den bekannten Schwierigkeiten mit PFT tritt nun noch ein neues Problem auf. So wurde eine weitere Substanz aus der Familie der PFT in einer Konzentration von 200 Nanogramm je Liter Trinkwasser im Wasserwerk Möhnebogen nachgewiesen. Der Stoff heißt PFBA. Der Zielwert für die Stoffgruppe von 100 Nanogramm je Liter wird überschritten, teilte das Landesumweltamt mit. Offensichtlich kann diese Chemikalie nicht von den bestehenden Aktivkohlefiltern aus dem Trinkwasser entfernt werden. Allerdings gelten die PFBA als weniger krebserregend als die bereits bekannten PFT. Die Herkunft der PFBA-Stoffe ist unbekannt. …“

taz 10.06.2008
Korruptionsskandal in Ministerium
„In Nordrhein-Westfalen sitzt ein grüner Ex-Abteilungsleiter des Umweltministeriums in Haft. Ihm werden Betrug, Untreue und Korruption vorgeworfen.
VON ANDREAS WYPUTTA

Zwar habe sich Friedrich nicht persönlich bereichert. Dennoch wird er noch Wochen im Gefängnis bleiben: Ein Haftprüfungstermin sei erst „für die kommenden Wochen vorgesehen“, sagte der zuständige Wuppertaler Staatsanwalt Ralf Meyer der taz.

Politisch motiviert sei die Verhaftung des Höhn-Vertrauten, ist auch auf den Fluren des Düsseldorfer Landtags zu hören. Der promovierte Biochemiker gilt als exzellenter Experte, der den Grünen sein Fachwissen immer wieder zur Verfügung stellte – zuletzt im Skandal um die Belastung des Trinkwassers aus der Ruhr mit krebserregenden Perfluorierten Tensiden (PFT). „Harald Friedrich hat bei dem PFT-Skandal mit großer Akribie recherchiert und Minister Uhlenberg damit in Bedrängnis gebracht“, sagt auch Bärbel Höhn.“

Ganz offensichtlich hat Herr Minister Uhlenberg (CDU) an der Ruhr nichts im Griff! Bei sommerlichem Niedrigwasser der Ruhr und unverändert fortgesetzten PFT-, PFBA- und Tosu-Einleitungen werden die Giftkonzentrationen in der Ruhr und im Trinkwasser aus der Ruhr erneut ansteigen – weil dann die Verdünnung nicht mehr so gut funktioniert. Die viel diskutierten Trinkwassergrenzwerte sind unverantwortbar. Sie schreiben den Giftcocktail auf Dauer fest, möglicherweise in etwas geringerer Konzentration („Dosis“ für die 4 Millionen Menschen an der Ruhr).

Wilfried Soddemann
Ltd. Regierungsbaudirektor i.R.
Bauassessor Dipl.-Ing.

BI VIT „Viren im Trinkwasser“ im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
BUND e.V. Mitglied
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
dugi e.V. Mitglied
Deutsche Umwelt- und Gesundheitsinitiative
IGUMED e.V. Mitglied
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin
Whistleblower-Netzwerk e.V. Beisitzer im Vorstand

eMail: soddemann-aachen@t-online.de

Das Trinkwasser in Deutschland enthält weit verbreitet einen Giftcocktail von Spurenschadstoffen und Bakterien, Parasiten, Viren und wohl auch Prionen, die z.B. Demenz auslösen. Deshalb muss in Deutschland das Trinkwasser mit der Nanofiltration für 5 €/Monat für eine 4-köpfige Familie aufbereitet werden. Dann werden auch die Bakterien, Parasiten, Viren und Prionen aus dem Trinkwasser gefiltert. Die BI „Viren im Trinkwasser“ hat keinerlei wirtschaftliche Interessen. Unterstützen Sie uns und werden Sie beitragsfreies Mitglied in der BI „Viren im Trinkwasser“. Die fordert für Deutschland reines Trinkwasser nach Nanofiltration bzw. Ultrafiltration, ggf. mit nachgeschalteter Aktivkohlebehandlung gegen Spurenschadstoffe. Der Beitritt kann formlos erklärt werden. Email siehe oben.

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