Abschiebung der Familie Koko

By admin um 16:54 am Sonntag, März 14, 2010

In Sundern informierte uns Frau X. Koko, das am Freitag der größte Teil ihrer Familie (Großeltern und Mutter) verhaftet wurde und in Abschiebehaft transportiert wurde. Die Mutter (Antigone Koko) kam nach Neuss und der Großvater (Abdurahman Koko) nach Büren ins Abschiebegefängnis. Während der Verhaftung bekam die kranke Großmutter (Seadet Koko) einen Schwächeanfall und wurde nach ärztlicher Begutachtung nach Balve ins Krankenhaus eingewiesen. Entsprechende Atteste liegen vor. Die Familie lebt seit 1992 in der Bundesrepublik. Frau Xheneta Koko hat Aufenthaltsrecht und arbeitet in einem Restaurant. Die anderen Familienmitglieder hätten auch mittlerweile ein Aufenthaltsrecht bekommen, dieses wurde allerdings von der Hochsauerlandkreisausländerbehörde abgelehnt, weil die Mutter und die Großmutter eine *erhebliche* Straftat begangen haben.
Diese Straftat bestand darin, dass Mutter und Großmutter am 24.4.2008 in Sundern einem pakistanischen Mitbürger mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Vorangegangen waren mehrere erfolglose Anzeigen der 18 jährigen Xheneta Koko gegen diese Person, weil sie sich von ihm belästigt fühlte.
Mutter und Großmutter ließen sich damals offensichtlich nicht rechtsanwaltschaftlich beraten und sie akzeptierten das Urteil von 90 Tagessätzen von je 5,- Euro.
Damit wurde diese Tat ins Strafregister eingetragen mit der Folge, dass für sie nun ein Flug in den Sammeltransport der am Mittwoch den 17.3. ins Kosovo fliegt *gebucht* wurden.
Das die Familie 5 Tage vor dem geplanten Abschiebetermin verhaftet wurde begründet die HSK ausländerbehörde damit, dass Ausländer, welche im Rahmen der Sammelrückführung in den Kosovo abgeschoben werden sollen, am Tage der Abschiebung nicht unter ihrer Wohnanschrift angetroffen werden können, weil sie durch Rechtsanwälte und Flüchtlingsberater über den Termin informiert würde.

.Für Rücksprachen steht Ihnen Frau Xheneta Koko (Tel. 02933/8379873)
oder
Matthias Schulte- Huermann (Tel. 02933/1072) zur Verfügung.
Informationen gibt sicherlich auch der Rechtsanwalt Roland Schmale aus Arnsberg

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