Alle sind für einen Schutz des Kalkwalds!

By admin um 12:57 am Sonntag, Juni 15, 2008

Sundern, 11.06.2008,

… (ass) Mit Spannung erwarteten 30 Anlieger aus der Röhre die Diskussion um die Erweiterung des Steinbruchs in Westenfeld im Planungs- und Umweltausschuss. Vor einigen Tagen haben sie sich unter dem Namen „BIgS“, „Bürgerinitiative gegen Steinbrucherweiterung“, zusammengetan.

Während der Sitzung übergab der Vorsitzende der Grünen/Bündnis 90, Klaus Korn, eine Unterschriftenliste mit über 200 Namen, die sich gegen die Erweiterung aussprechen, an Beigeordneten Meinolf Kühn. An Bürgermeister Friedhelm Wolf ging gleichzeitig ein Papier der „BIgS“, das alle Fragen und Ängste der Anlieger auflistet.

In der Sitzung stellte Klaus Korn seinen Antrag auf eine Patenschaft der Stadt für das Kalkwäldchen, das bei einer Erweiterung des Steinbruches abgebaggert werden würde, vor. „Dort sind viele Rote-Liste-Arten wie die Braune Nadelschnecke zu finden. Dies ist das östlichste Verbreitungsgebiet in Europa“, erläuterte Korn.

Er stelle sich vor, dass auch gleichzeitig etwas für die Aufforstung und Entfichtung getan werde könne. Vielleicht könne der Stadtförster beim Verkauf und der Anpflanzung helfen. „Wir hoffen auf einpositives Signal“, beendete er seinen Vortrag.

Auf Seiten der anderen Fraktionen gab es aber noch eine Menge Fragen: „Was ist wenn wir ins Obligo müssen?“ oder „Wie ist das Ganze rechtlich zu sehen?“ Auch Beigeordneter Meinolf Kühn hatte Bedenken: „Artenschutz und schützenswerte Flora und Fauna kommen ohnehin, wenn das Verfahren weitergetrieben wird, in die Abwägung hinein. Wir wollen ja auch den Landschaftsplan fortschreiben, auch dort könnte man dies verankern.“

Zustimmung gab es von der SPD: „Wir sind ohne wenn und aber für den Erhalt des Kalkwaldes“, so Willi Vogt. „Ist aber die Patenschaft der richtige Weg?“ Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Martin räumte ein: „Wir sind bei ihnen, Herr Korn. Aber vor der Entscheidung müssen wir wissen, ob Entschädigungen auf uns zu kommen.“ Die Verwaltung will diese Fragen bis zum nächsten Ausschuss prüfen: „Denn Kosten und Konsequenzen einer Patenschaft sollten schon bekannt sein, bevor eine Entscheidung fällt“, so Ausschussvorsitzender Klaus Tolle.

aus: Westfalenpost

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