Altlast Firma Pingel: Öffentliche Hand muß 800000,- E zahlen

By admin um 11:04 am Donnerstag, Februar 14, 2013

Heute wird im Kreisumweltausschuss der Haushaltsplanentwurf beraten. Dabei geht es auch um die Kosten für die Sanierung eines ehemaligen Betriebsgrundstücks in Sundern. Es handelt sich dabei um das Grundstück der 2009 in die Insolvenz gegangenen Firma Pingel am Lockweg.

Dazu heißt es in der Kreisvorlage:

Bemühungen der Entwicklungsgesellschaft des HSK, das Grundstück zu übernehmen , zu sanieren und weiter zu vermarkten , sind vorerst gescheitert. Eine Heranziehung Dritter ist durch die Insolvenz nicht möglich. Auf dem Grundstück wurden bei Untersuchungen sehr hohe Belastungen des Bodens , der Bodenluft und des Grundwassers mit Leichtflüchtigen Chlorierten Kohlenwasserstoffen gefunden. Für die nächsten 3 Jahre ist mit Sanierungsaufwendungen von rund 798300,- zu rechnen, davon 350000,- in 2013 und 393100,- in 2014. Das Land NRW wird sich mit 80% an den Kosten beteiligen, ein entsprechender Förderbescheid liegt vor. Es ist davon auszugehen, dass für die Sanierung auch über 2015 hinaus Kosten entstehen werden, eine verlässliche Abschätzung ist aber heute noch nicht möglich…..*

 

Hier der entsprechende Bericht aus der Tagesprsse über die Insolvenzmeldung 2009:

derWestenhttps://www.derwesten.de/wp/staedte/sundern/insolvenz-bei-pingel-automotive-id302078.html

Industrie

Insolvenz bei Pingel Automotive

06.11.2009 | 06:00 Uhr

Sundern. Seit Beginn der Krise laufen auch die Geschäfte bei der Firma Pingel Automotive am Lockweg nicht so gut. Jetzt hat Geschäftsführer Alfons Neuhaus den schweren Gang zum Amtsgericht in Arnsberg angetreten und Insolvenz beantragt.

Gestern Nachmittag stellte sich der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Buchheister aus Lüdenscheid in einer Betriebsversammlung den 60 Mitarbeitern und der Geschäftsleitung vor: „Es geht darum, dass die Lichter in der Firma anbleiben und nichts abbricht”, meinte der erfahrene Rechtsanwalt nach der ersten Prüfung. Wichtig sei es jetzt, die Fortführung der Firma zu erreichen.

Jetzt die Fortführung erreichen

„Die Mitarbeiter sind abgesichert. Jetzt suchen wir einen Investor, um die Firma fortzuführen”, so Buchheister gegenüber unserer Zeitung. Die Kurzarbeit endete mit dem gestrigen Tage. „Jetzt gibt es Insolvenzgeld, und für die Vorfinanzierung sieht es auch gut aus”, meinte Buchheister gestern Abend. Geschäftsführer Alfons Neuhaus berichtete, dass die starken Einbrüche seit dem Herbst 2008 kamen. „Wir haben noch verschiedene Szenarien aufgestellt, wie wir die Krise überwinden wollen, aber die haben letztlich nicht funktioniert.” An Aufträgen mangelt es bei Pingel Automotive nicht, da sich die Branche gerade wieder etwas nach oben bewegt. Ein Problem sind u.a. Kreditversicherungen, die oft Lücken in die lange Kette zwischen Produzent und Automobilhersteller reißen. Pingel Automotive fertigt am Lockweg Komplettlösungen für den Automobil-Industrie, so etwa Motorkühler.

Matthias Schaefer

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