Berichterstattung der Westfalenpost

By admin um 14:13 am Samstag, Dezember 22, 2012

Leider haben wir in Sundern nur noch eine Tageszeitung: Nachdem die Westfaelische Rundschau ihre Lokalredaktion geschlossen hat ist nur noch die Westfalenpost mit einem Lokalreporter vor Ort.

Jetzt ist es für politische Parteien immer schwierig die Presse zu kritisieren. Doch als derjenige der viel mit der Pressearbeit der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu tun hat fällt mir auf, dass die Westfalenpost sehr häufig kritische Äußerungen nicht bringt und manchmal sogar den allgemein üblichen journalistischen Gepflogenheiten nicht nachkommt. Hängt das damit zusammen, dass sie ein Monopol hat oder entspricht das ihrem konservativen Selbstverständnis?

Hierzu 2 Beispiele:

1. Die Grünen hatten Jahreshauptversammlung und der Vorstand wurde neu gewählt. Dazu verfasste ich in Absprache mit dem Vorstand eine Presseerklärung in der heftige Kritik an der Informationspolitik des Bürgermeisters im Zusammenhang mit der Ferienhausanlage geübt wurde. Zudem wurde ein Foto eingereicht und die neugewählten Personen namentlich benannt.

Was macht nun die Westfalenpost daraus? Der Artikel wurde so verstümmelt und aufgeweicht, dass von der Kritik an der Informationspolitik des Bürgermeisters nichts mehr enthalten war. Das Foto des neugewählten Vorstands wurde zwar gebracht, aber die abgebildeten Personen nicht namentlich benannt. Mit jeder Presseerklärung eines Taubenzüchtervereins geht die Westfalenpost sorgfältiger um , so mein Eindruck. Und warum sie sich als Zensurbehörde von politischen Verlautbarungen gibt, erschließt sich mir nicht. Mit redlichem Journalismus jedenfalls hat das, meiner  Meinung nach, wenig zu tun.

Der Sauerlandkurier übrigens brachte die Presseerklärung vollständig und korrekt.

2.  Nach der letzten Ratssitzung brachte die Westfalenpost einen ausführlichen Artikel über den Beschluss von CDU und SPD  die Grundschule *Altes Testament* nach Hellefeld zu verlegen. Da in der Ratssitzung (meiner Ansicht nach) durch den stellvertretenden Bürgermeister Schültke fehlerhaft abgestimmt wurde (ein Antrag der Grünen wurde gar nicht zur Abstimmung gestellt)  beanstandete ich den Beschluss beim Bürgermeister. Ich schickte daraufhin eine entsprechenden Leserbrief und beschrieb darin auch, welche  Problematik damit verbunden ist, wenn  auf Dauer nur noch katholische Grundschulen in Sundern existieren würden. Gleichzeitig forderte ich, dass die BürgerInnen in Sundern darüber bestimmen sollten, ob wir auch eine zentrale nichtkatholische Grundschule brauchen.

Bis heute ist der Leserbrief nicht erschienen. Für die  katholische Westfalenpost scheint das kein Thema zu sein.

In der Sache teilte übrigens zwischenzeitlich der Bürgermeister mit, dass er die Beanstandung in Absprache mit der Kommunalaufsicht prüfen wird.

 

Matthias Schulte- Huermann

 

 

 

 

Filed under: Uncategorized3 Kommentare »

3 Comments »

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Pingback by zoom » Berichterstattung der Westfalenpost  «

Dezember 22, 2012 @ 3:29 pm

[…] Artikel ist zuerst auf der Website der Grünen Sundern […]

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Kommentar by Zensur

Dezember 24, 2012 @ 12:38 pm

Zensur gibt es nur auf der Seite von Herrn Schiebener! Da werden bei Zoom alle kritischen Anmerkungen gelöscht. Das ist undemokratisch und diktatorisch!

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Kommentar by admin

Dezember 24, 2012 @ 1:33 pm

was ehrlich????Bitte mal mir überprüfbaren Beispielen. Bisher ist uns sowas nicht aufgefallen. Wenn das aber stimme sollte, dann könnten wir die Zusammenarbeit überdenken!

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