Buswendeplatz Stockum im Umweltausschuss

By admin um 20:49 am Montag, September 5, 2011

In der kommenden Umweltausschussitzung am 12.9. wird über den Antrag des Ortsvorstehers von Stockum beraten einen Buswendeplatz unterhalb des Ehrenmals in Eigenleistung der Dorfgemeinschaft zu errichten. Die Maßnahme sollte bereits im Juni durchgeführt werden. Von besorgten Anwohnern wurde ich damals schon angerufen. Sie beschwerten sich, dass sie über die geplante Maßnahme gar nicht informiert seien und fänden es schade, wenn die alten Linden gefällt werden müssen. Meine Anfrage beim Bürgermeister in der Sache führte dann dazu das die Maßnahme nun im Ausschuss beraten wird

Nach eingehender Information zum Thema halte ich es als Stockumer Ratsmitglied für falsch zum gegenwärtigen Zeitpunkt, mit dem Bau an dieser Stelle zu beginnen. Es besteht keinerlei Notwendigkeit für Eile in der Sache.

 

Die Vorlage für den Umweltausschuss beinhaltet eine reine Verkehrsplanung, bei der ein runder asphaltierter Platz von 23 m Durchmesser in den Wiesenbereich des Ehrenmals gelegt wurde. Die Treppe verschwindet, ebenso 2 der alten Linden, die raumbildend sind. Zum Ehrenmal hin entsteht ein 2 m hoher Böschungsbereich. Gestalterisch ist diese Planung ein Katastrophe für den Bereich um Kirche und Ehrenmal in Stockum. Ich erinnere daran, dass dieser Platz immer wieder genutzt wird sowohl für kirchliche als auch für weltliche Feierlichkeiten.

Selbst wenn es möglich wäre gestalterisch eine vernünftige Lösung zu finden, so frage ich mich ob es nicht besser und sinnvoller ist die bisherigen Möglichkeiten zu nutzen und zu verbessern anstatt neue Asphaltflächen zu schaffen.

Die bisherige Bushaltestelle, die nur 50 m entfernt ist, ermöglicht problemlos ein Aus- und Einsteigen der Grundschulkinder. Organisatorisch müßte es möglich sein, dass diese Haltestelle sowohl für die ankommenden als auch für die abfahrenden Kinder genutzt werden kann. Für den Fall, das doch Busse auf der anderen Seite halten müssen, sollte dieser Bereich verkehrstechnisch sicherer gemacht werden: Konsequente Umsetzung von Tempo 30 in dem Bereich und Errichtung einer Querungshilfe bzw. eines Zebrastreifens. Eine solche Maßnahme kommt dann nicht nur den mit dem Bus ankommenden Endorfer SchülerInnen zu Gute sondern nützt auch den Stockumer Kindern, die zu Fuß aus Richtung Rehberg bzw. Bachstraße zur Schule gehen. Und sie dient gleichzeitig auch den älteren Menschen die Straße zu queren.

Eine zweite Alternative wäre die konsequente Nutzung des Straßenstücks unter der Schule als Busbereich, der für den sonstigen Verkehr komplett gesperrt werden könnte. Wenn dieSchulkinder mit kleinen Bussen transportiert werden ist dies sicherlich machbar.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das hier alle Alternativen für eine sinnvolle Nutzung durchgespielt wurden. Statt also Geld und Energie in eine Planung für einen aufwendigen Platz unter dem Ehrenmal zu stecken sollten meiner Ansicht nach die anderen Alternativen hinreichend überprüft werden.

Zeitlich läuft in der ganzen Sache nichts weg, denn in der Entscheidungsfrage ob die Grundschule in Stockum oder in Endorf bleibt ist diese Frage bedeutungslos.

 

Matthias Schulte- Huermann, Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen

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