Gibt es noch eine Rettung für Familie D.?

By admin um 15:44 am Freitag, August 22, 2008

Und wiederum kann sich die Ausländerbehörde des Hochsauerlandkreise glücklich schätzen das Glück einer Familie zerstört zu haben.
Deadline Sonntag, bis dahin muß die 4 köpfige Familie ihre Heimat in Arnsberg und Sundern verlassen und sich auf den Weg ins unbekannte Montenegro begeben . Der Vater hat seit 12 Jahren eine feste Arbeitsstelle, die Familie hat noch nie von Sozialhilfe oder sonstiger Unterstützung gelebt. Die Kinder werden aus einem vollkommen intakten Umfeld gerissen, Oma, Opa (seit 1970 hier lebend) Onkel und Tanten die alle in Hachen und Arnsberg leben verstehen die Welt nicht mehr.
Rechtlich ein wasserdichtes Verfahren: Bis zum OVG gericht ist juristisch entschieden, das die Entscheidung der Kreisbehörde einwandfrei ist.
Für die Härtefallkommission ist das kein Härtefall (seit wann ist auch zerstörtes Familienglück ein Härtefall?). Der Bürgermeister von Arnsberg, sonst bekannt als Freund unkonventioneller Lösungen sieht keine Möglichkeit , da seine Aufsichtsbehörde das Verfahren wasserdicht gestaltet hat.
Der Landrat, obwohl als direkt gewählter Volksvertreter für alle Familien im Kreis zuständig verschanzt sich hinter seiner Behörde.
Und die hat wie immer gute Arbeit geleistet. Zum Wohle des Staates (worin das Wohl hier allerdings liegt erschließt sich mir nicht) und auf Kosten einer bis jetzt intakten Familie.

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Na ob der Park auch richtig grün wird?

By admin um 23:03 am Mittwoch, Juli 16, 2008

Sundern. Die Aktion „Sta(d)ttParkplätze- Sundern lebt Natur!“ beginnt mit einem Paukenschlag: Am Freitag, 5. September, wird der Röhrpark mit dem Stadtfest eröffnet. …

… „Gleich am Freitagabend lassen wir es mit der Band ,Black and White‘ so richtig krachen“, erklärte gestern Stadtmanager Franz Rogoll. Am Samstag setzt Stadtmarketing noch einen oben auf mit dem Auftritt des Ensembles „Women in Rock-Revue“. Viele haben 2007 beim Stadtfest begeistert mit der verkleinerten Version der Band mitgefeiert, jetzt ist die gesamte Crew an Bord.

Zu dieser erstklassigen Musik gehört natürlich auch ein erstklassiges Ambiente: „Wir feiern dieses Mal mit echtem Rockfestival-Flair im Grünen. Wenn wir schon einen Park haben, dann wollen wir ihn auch richtig nutzen und werden die Bühne in den Park verlegen“, so Franz Rogoll weiter. Der perfekte Feierplatz wird also ab dem 5. September der Platz in Höhe des Schimmerlingshofes direkt am Röhrufer sein. Grund zum Feiern wird es zwischen dem 5. und 20. September, denn so lange wird der Park aufgebaut sein, mit Sicherheit ganz oft geben: „Deswegen lassen wir die Bühne auch die gesamte Zeit stehen.“

Der Platz vor der Bühne bietet den Zuschauern genügend Raum zum Tanzen und Feiern. Die Bierzelte und Würstchengrillstationen werden natürlich auch nicht fehlen. Während der zwei Wochen gibt es täglich Kultur, Spaß und Tanz auf der Bühne zu sehen, Langeweile wird somit im Röhrpark nicht aufkommen!

Auf der Fußgängerzone wird den Besuchern eines ganz bestimmt auffallen: Die Einzelhändler sind sich grün – und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Grün“ wird das bestimmende Thema in der Einkaufsstraße sein. Dieses Projekt ist nur durch den Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW“ möglich, die mit Projekten die Innenstädte in NRW stärken will.

aus WP Sundern

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Krieg ist entsetzlich langweilig!

By admin um 12:25 am Montag, Oktober 15, 2007

Im folgenden dokumentieren wir einen Artikel aus der Zeitschrift *Brandeins* über ein Buch von Werner Pieper. Der Autor ist in Meschede geboren und in Sundern – Dörnholthausen aufgewachsen. Er ist frühzeitig dem Sauerland *entflohen* und wurde erfolgreicher Verleger in Heidelberg.

Kultur-Kolumne: Der Krieg ist vorbei

Was bisher geschah: Den modernen Menschen gibt es seit etwa 150 000 Jahren. Seitdem führt er Krieg. Wird Zeit, dass sich etwas ändert.
Text: Peter Lau Foto: Patrick Wirbeleit
– Zum Krieg gehören zwei. Wenn einer nicht will, kann ihn der andere überfallen, unterwerfen oder gar vernichten, aber er kann gegen ihn keinen Krieg führen. Die 68er riefen zum Krieg gegen das System und verloren: den Kampf gegen den viel stärkeren Staat oder sich selbst im Marsch durch die Institutionen. Doch die sechziger Jahre waren auch der Beginn einer unklareren Bewegung, die heute gern unter „Hippies“ zusammengefasst wird. Sie führte keinen Krieg – und konnte deshalb nicht verlieren.
In Werner Piepers großartigem Buch „Alles schien möglich …“ erzählen prominente (Günter Wallraff, Peter-Paul Zahl, Hans Peter Duerr etc.) und weniger bekannte „Aktive der 60er“, was sie in jenem Jahrzehnt bewegte und was daraus wurde. Alle Autoren erwähnen natürlich die damaligen Machtverhältnisse, die heute, mit Abstand, grotesk wirken: Das Land wurde von aggressiven Idioten regiert, die von der Politik bis zum Haarschnitt alles bestimmen wollten. Der gesellschaftliche Deal war dabei denkbar schlecht: Verlangt wurde unbedingter Gehorsam, wofür man einen Platz in einer Gesellschaft bekam, von deren Inhalten nur noch Symbole übrig waren – Gesetze statt Gerechtigkeit, störrische Patriarchen statt weiser Alter.
Dagegen rebellierten sämtliche in dem Buch versammelten Autoren, doch für die meisten war der Widerstand nur ein Zwischenstopp: Mit der Zeit wandten sie sich eigenen Interessen zu, Drogen und Esoterik, Fernreisen und fremden Kulturen, Kunst und sinnvoller Arbeit. Und dabei, schreiben sie übereinstimmend, erlebten sie etwas Neues: Sie waren nicht allein.
Das war die Geburtsstunde der Kommunen, WGs, Betriebe im Besitz der Belegschaft und so weiter. Wir kennen das, und wir wissen auch, dass viele gescheitert sind. Aber die Betonung auf die Fehlschläge verdanken wir nicht einer überwältigenden Reihe von Enttäuschungen, sondern einer Macke, die der Mensch im Laufe der Evolution entwickelt hat – wir nehmen vor allem Ausnahmen wahr. In der Vorzeit war das sinnvoll, um auf Neues reagieren zu können, aber in der Medienwelt blockiert unsere Fixierung auf das Besondere den Blick für das Normale. Wir vergessen bei jedem Flugzeugabsturz sowohl die Flugzeuge, die zur selben Zeit nicht abstürzen, wie die Menschen, die gleichzeitig bei Autounfällen sterben – weil die so alltäglich sind.
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Die Junge Union und ihr Sex Komplex!

By admin um 22:31 am Dienstag, Juli 31, 2007
Zu den JU Plakaten (Diskussion und Schreiben der Frauenbeauftragten in der Tagespresse) ging folgendes Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Sundern: Matthias Schulte- Huermann Zum Hafen 1, 59846 Sundern- Stockum

Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen

An die Stadt Sundern

Bügermeister Wolf

Sehr geehrter Herr Bürgermeister !

Im Hochsauerlandkreis gibt es zur Zeit eine rege Diskussion über sexistische Plakate, die offensichtlich von der Jungen Union verbreitet wurden. Die Gleichstellungsbeauftragten im Hochsauerlandkreis fragen in einem offenen Brief: *…hat die Junge Union HSK es wirklich nötig, mit billiger, eindeutig zweideutiger Effekthascherei für einen Beitritt zu ihrer Organisation zu werben? * und fordern die Junge Union auf, diese Plakate wieder zu entfernen.

Es liegt mir fern die Jugendorganisation der CDU wegen ihrer Form der Außendarstellung zu kritisieren. Allerdings möchte ich an folgenden Sachverhalt erinnern:

In der Stadtratssitzung vom 27.4. 2006 gab es eine Anfrage des Ratsmitglieds Elke Drepper (CDU und damals auch im JU Vorstand). Sie kritisierte damals heftig angeblich wilde Plakatierungen mit ähnlich sexistischen Motiven wie auf den Plakaten der JU. Die Plakate waren Werbeplakate für eine Erotikmesse und seien nach der damaligen Meinung von Frau Drepper anstößig und frauenfeindlich.

Sie Herr Bürgermeister haben damals zugesagt, die Plakate zu entfernen.

Unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung möchten wir sie bitten in diesem Fall ähnlich zu verfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Schulte- Huermann

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Eine Frau ist Schützenkönig

By admin um 9:45 am Donnerstag, Mai 24, 2007

Irina Emde gewann Himmelfahrts-Schießen

Diemelsee-Sudeck. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Schützenvereins gibt eine Frau ein Jahr lang den Ton an: Irina Emde schoss am Himmelfahrtstag auf dem Sudecker Schießgelände gegen Mittag überraschend den Vogel ab. Umjubelt von Mitgliedern und Festgästen, wurde sie noch am Ort des spannenden Geschehens als Königin gekrönt. Der Verein besteht seit dem Jahr 1930. (emr)

(aus HNA vom 19.05.2007)

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Spenden zur Rückführung der Familie Rustemi erbeten

By admin um 3:02 am Donnerstag, März 8, 2007
MARSBERG – Mit beachtlichem Engagement bemüht sich der Marsberger Unterstützerkreis der nach Südserbien abgeschobenen und dort erheblich Not leidenden Familie Rustemi um deren Rückkehr nach Marsberg. Seit nunmehr 10 Monaten kämpft der Kreis von Engagierten für diese Familie, deren Kinder in schlimmer Weise Opfer von Sexualverbrechen ihres eigenen Vaters wurden und die zusammen mit der psychisch kranken Mutter jetzt bei der Familie des inzwischen inhaftierten Täters wohnen müssen. Am ersten März-Wochenende war zum wiederholten Male ein Team der TV-Sendereihe „Cosmo-TV“ des WDR 3 mit der Redakteurin Martina Kast zu Dreharbeiten in Marsberg (die Sendung wird an einem der nächsten Sonntage ausgestrahlt: 15.55 bis 16.25 Uhr). Diesmal kam das Team, um die Vorbereitungen des Unterstützerkreises zur Rückführung der Familie Rustemie zu begleiten. An diesem Tag trat dieser Kreis erstmals deutlich sichtbar mit einem Infostand in der Marsberger Hauptstraße in die Öffentlichkeit. Jugendliche des örtlichen JBZ hatten Stellwände mit Fotos und Informationen zusammen getragen und präsentierten diese der Öffentlichkeit. Unter dem Motto: „Jeder Marsberger spendet einen Euro für die Rückkehr der Familie Rustemi“ wurde die Bevölkerung um Spenden gebeten. Das Team des WDR befragte dabei die Passanten und die nahmen den Gesprächsfaden mit den Hauptakteuren des Unterstützerkreises – Helga Rosenbaum, Propst Norbert Schröer, JBZ-Leiter Meinolf Stuhldreier und Pfarrer Alfred Hammer – auf.
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FDP Laufmöller: Forderung der Sauerländer Bürgerliste ist eine Unverfrorenheit

By admin um 17:05 am Samstag, Oktober 14, 2006

Nach der CDU muß sich nun auch die FDP zur Gründung der Sauerländer Bürgerliste äußern:

Ihr Fraktionsvorsitzender Laufmöller (Rentner und ehemaliger Uniformträger) schreibt:

„Eine Unverfrorenheit bedeutet jedoch, dass sich die abgespaltene Fraktion…sofort an den Landrat mit der Forderung gewandt hat, ein Fraktionsbüro mit Fax und Telefon, sowie eine Bürokraft zur Verfügung gestellt zu bekommen.“

Interessante Äußerungen eines *Liberalen*. Er will wohl damit überdecken, dass seine Fraktion bisher inhaltlich im Kreistag noch gar nicht in Erscheinung getreten ist.

Das ist auch wenig verwunderlich, da er offensichtlich nicht einmal die Grundzüge unseres Kommunalrechts kennt und deswegen durch populistische Statements zu glänzen versucht.

Herr Laufmöller, wir haben ein Anrecht auf eine Mindestausstattung der Fraktion! In § 40 der Kreisordnung heißt es dazu: „Der Kreis gewährt den Fraktionen aus Haushaltsmitteln Zuwendungen zu den sächlichen und
personellen Aufwendungen für die Geschäftsführung.“ Wenn Sie das für sich nicht wollen, so liegt es eher daran, dass Sie vermutlich gar nicht dazu in der Lage sind, ein Fraktionsbüro im Kreishaus zu führen. Stehen Sie mit Ihren beiden Füßen noch auf dem Boden unserer demokratischen Verfassung? Oder ist für Sie das Einfordern von Kommunalrecht eine Unverfrorenheit?*

Die Sauerländer Bürgerliste jedenfalls ist für alle offen, die sich für ein liberales, weltoffenes und demokratisches Sauerland einsetzen.

Selbstverständlich versuchen wir, die Kosten unserer Fraktion gering zu halten. Wir haben uns von der Kreisverwaltung ein leerstehendes Büro zuweisen lassen, das im Keller liegt und erheblich kleiner als alle anderen Fraktionsbüros ist. Ausgestattet wurde es mit gebrauchten Einrichtungsgegenständen. Und die Bürozeiten betragen 6 Stunden pro Woche. Für die FDP-Fraktion sind im Kreishaushalt 2006 immerhin 11.144,40 Euro vorgesehen; wir werden weniger Finanzmittel benötigen.

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Das neueste aus Sauerländer Schützenvereinen

By admin um 13:02 am Mittwoch, Oktober 11, 2006
Nur „Rechtgläubige“ dürfen den Vogel zur Strecke bringen
Einmal als Schützenkönig durch Freienohl ziehen: 2005 regierte Karl-Heinz Kordel die Schützen.
(WR-Bild: Wilfried Gundel)“
Freienohl/Dortmund. Ein Schützenkönig im sauerländischen Freienohl brauchte seit jeher Gottvertrauen. Dass er aber auch Kirchensteuer an die katholische oder evangelische Kirche zahlen muss, hat nun die St.Nikolaus-Schützenbruderschaft 1702 e.V. Freienohl in ihrer Satzung festgelegt.Die Generalversammlung, besetzt mit 136 Schützen, hat bei nur sechs Nein-Stimmen am Sonntag beschlossen, dass künftig nur Schützenkönig werden darf, wer der evangelischen oder katholischen Kirche angehört. Hauptmann Wilfrid Maas erläutert den Beschluss: Schon immer hätten die St. Nikolaus-Brüder nur Christen als Schützenkönige toleriert. Nun sei schlicht und einfach präzisiert worden, wer nach Vereinsauffassung ein Christ ist. Hintergrund: Vor wenigen Jahren habe ein junger Mann in Freienohl versucht, den Vogel abzuschießen. Zu seinem religiösen Hintergrund gab er an, „irgendeiner freiheitlich christlichen Sekte mit Sitz in New York anzugehören“. Der Renegat sei längst zurückgekehrt in den Schoß der katholischen Kirche, weiß Maas. Aber der Hauptmann wünscht sich, „dass solche Streitigkeiten künftig nicht unter der Vogelstange ausgetragen werden“. Im Verein werden zwar Andersgläubige geduldet, nur König dürfen sie nicht werden. Maas: „Wir haben auch zwei Zeugen Jehovas.“Während beim Hauptmann im Hochsauerlandkreis bislang keine Kritik an diesem Beschluss angekommen ist („nur ein paar Leute hatten Nachfragen“), zeigt sich der Humanistische Verband NRW mit Sitz in Dortmund höchst erstaunt über dieses Beispiel einer Ausgrenzung von Konfessionslosen. Landesgeschäftsführer Dieter Grützner schätzt die Rechtslage so ein: „Wenn ein Atheist Schützenkönig werden wollte, könnte er dagegen klagen und bis zum Europäischen Gerichtshof ziehen. Aber wer macht das schon…“Dass sich die Freienohler auf gewachsene Traditionen berufen, hält der Interessens-vertreter der Konfessionslosen – in NRW rund 20 Prozent der Bevölkerung – für äußerst fragwürdig: „Mit diesem Argument könnten die auch wieder Scheiterhaufen aufbauen.“Glauben ist gut, Kontrolle in diesem Fall nicht unbedingt besser. Hauptmann Wilfrid Maas kann sich nicht vorstellen, die Kirchen-Mitgliedschaft eines Schützen vor dem Abdrücken zu kontrollieren. Allerdings ist er sicher, dass die örtlichen kirchlichen Würdenträger schon wissen, welches Schäfchen noch auf ihrer Weide grast.
10.10.2006 Von Jürgen Potthoff

Bericht aus der WR vom 11.10.06

Die WR hat zum Thema auch ein Forum eingerichtet:

www.wr-forum.de

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