Energie aus Stadtwald nutzen!

By admin um 18:12 am Sonntag, Mai 17, 2009

Die Grünen Sundern waren in diesem Jahr schon 2 mal auf Tour in Eslohe um dort Fortschritte bei der energetischen Holznutzung zu besichtigen. Während die Stadt Sundern sich bisher sträubt Holzhackschnitzel oder Pellets zu Heizzwecken einzusetzen versorgt die Gemeinde Eslohe – mit einem Holzhackschnitzelheizkraftwerk – ein ganzes Stadtviertel aus Schulen und Wohngebäuden. Bei einem Besuch der grünen Ratsfraktion zeigte sich der Kämmerer zufrieden mit der Entwicklung: Die Anlage hat sich für Eslohe insgesamt gelohnt, obwohl hohe Investitionen nötig waren. Versorgt wird die Anlage bisher von der Firma Baust, die einen Energieliefervertrag mit der Gemeinde geschlossen hat und dafür sorgt, das die Energieversorgung mit trockenen Hackschnitzeln das ganze Jahr über gesichert ist. Um sich auch ein Bild von der Herkunft der Hackschnitzel zu machen (und eventuell eine andere Sichtweise der Dinge zu bekommen) fuhr die grüne Ratsfraktion daher auch zur Firma Baust. Der Seniorchef gab den Grünen einen umfassenden Überblick über seine Firma, die mit einem holzbetriebenen Blockheizkraftwerk den gesamten Strombedarf selbst deckt und auch benachbarte Firmen mit Wärme versorgt. Die Firma ist Pionier in dem Bereich und hat frühzeitig mit Landesförderung eine Anlage zur Pelletproduktion gebaut, die vom damaligen grünen Staatssekretär im Umweltministerium Griese eingeweiht wurde.

In offener Diskussion wurden auch die Schwierigkeiten erörtert, die bei der Versorgung des Heizkraftwerks der Gemeinde Eslohe auftreten. Für Antonius Becker, grünes Ratsmitglied, steht nach dem Besuch fest, das auch die Stadt Sundern, die ein großer Waldbesitzer ist, ein Heizkraftwerk auf Holzhackschnitzelbasis benötigt: *Es wundert uns immer wieder wie stark sich die Stadt an die RWE klammert, statt ihr eigenes Potential zu nutzen und Energie aus eigenen Rohstoffen zu erzeugen.*

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Rationale Umweltpolitik statt Hysterie

By admin um 9:19 am Donnerstag, Januar 10, 2008

Das Thema des Ortsparteitags der FDP Sundern der gestern im Sunderlandhotel stattfand: *Rationale Umweltpolitik statt Hysterie*. Um zu belegen wer rational und wer hysterisch ist war als Gastredner der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Ministerialrat Holger Ellerbrock eingeladen.

Sein Vortrag war sehr aufschlußreich: Sowohl die Atomkatastrophe in Tschernobyl, die Feinstaubdiskussion und Klimaveränderungen mußten als Beleg dafür herhalten, dass andere Parteien diese Themen benutzen würden um Urängste in Menschen zu schüren. Aber auch Wissenschaftlern ginge es primär ums Geld (Fördermittel) wenn sie Prognosen der Klimaveränderung bestätigen würden.

Angekündigt war Herr Ellerbrock als fundierter Kenner der Probleme des ländlichen Raums. Doch die Probleme der Region kamen kaum vor. Weder Flächenverbrauch noch Strukturwandel oder demographische Entwicklung waren ein Thema.

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*Hängt die Grünen solange es noch Bäume gibt!*

By admin um 11:49 am Mittwoch, Dezember 26, 2007

Das Jahr 2007 begann mit der Zerstörungswut des Orkans Kyrill der am 18. Januar über das Sauerland fegte und eine Unzahl von Bäumen entwurzelte. Es endete mit der Klimakonferenz in Bali!

Wir schließen mit Worten von Mehmet Scholl und seiner Erläuterung dazu in einem SZ Interview:

SZ: Sie halten sich ja auch selbst für ungeschickt. Vor vielen Jahren sorgte mal Ihr Spruch ,,Hängt die Grünen, so lange es noch Bäume gibt‘‘ für Wirbel.

Mehmet Scholl: Das war eigentlich als Plädoyer für vernünftigen Umweltschutz gedacht, aber ein grüner Politiker hat mich wegen Anstiftung zum Mord angezeigt. Zu mir und meinem Image hat auch das gepasst. Ich habe dann mit dem Richter telefoniert und 15.000 Mark für einen wohltätigen Zweck gespendet. Und später hat mich ein Reporter gefragt, was ich denn wähle. Ich habe gesagt: ,Grün natürlich, ich kann sie ja nicht hängenlassen.‘

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Uhlenberg bei Sauerländer Waldbauern

By admin um 22:02 am Donnerstag, Oktober 11, 2007

Gestern stellte sich NRW- Umweltminister Uhlenberg in Meschede- Wehrstapel der Diskussion mit den Sauerländer Waldbauern.

Als Ergebnis ist folgendes festzuhalten:

Dass die Funktionäre des Waldbauernverbandes vor Ort (CDU) die Forderungen der Sauerländer Bürgerliste nach Anwendung des Forstschadenausgleichsgesetzes nicht ebenso vertreten haben ist eine Blamage. Zumindest im zuständigen Umweltausschuss und im Kreisausschuss wäre die Forderung an den Bund für das Land NRW hilfreich gewesen!

Während bei den anderen Orkanen, die vorwiegend Süddeutschland betrafen, das Gesetz angewandt wurde, konnte NRW sich auf Bundesebene nicht durchsetzen!

Offensichtlich hat die Region keine hinreichende Lobby auf der Bundesebene! Was Merz verkündet hat war blanker Populismus!

Kritik kam während der Veranstaltung auch von den Sägewerkern vor Ort an den langfristigen Verträgen die das Land mit Klausner etc. geschlossen hat. Uhlenberg entgegnete, dass diese Langfristigverträge ein Verhandlungskompromiß waren um den Holzpreis zu stabilisieren.

(was nicht ganz von der Hand zu weisen ist, wenn mann sich bestimmte Dumpingpreise örtlicher Sägerwerker wie Ante und Fabri anschaut)

Wäre das Gesetz angewandt worden und hätte sich die Region stärker dafür eingesetzt, so wären diese Verträge nicht notwendig!

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Rat der Stadt Brilon fordert Anwendung des Forstschädenausgleichsgesetzes

By admin um 19:31 am Sonntag, Oktober 7, 2007

Der folgende Antrag der Briloner Bürgerliste wurde in der letzten Sitzung des Briloner Rates (ohne Gegenstimme!) beschlossen:

„Der Rat der Stadt Brilon hält die Anwendung des Forstschädenausgleichsgesetzes weiterhin für dringend notwendig.
Er fordert daher die Landesregierung auf, im Bundesrat und beim Bundesland­wirtschaftsministerium die Anwendung des Forst­schädenausgleichsgesetzes zu beantragen.
Er fordert den Kreistag des Hochsauerlandkreises auf, diese Bestrebungen zu unterstützen.

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Die leeren Versprechungen des Herrn Merz

By admin um 8:49 am Samstag, September 22, 2007

„Die vorgenannten Ausführungen machen deutlich, dass bisher keine steuerlichen Erleichterungen für die Waldbauern in Kraft gesetzt sind“. So steht es in der Antwort des Landrats vom 14.09.2007 auf eine Anfrage der Sauerländer Bürgerliste (SBL).

Dabei war den Waldbauern sehr viel versprochen worden. Bereits im März verkündete der Bundestagsabgeordnete des Hochsauerlandkreises auf seiner Internetseite u.a.: „Die Waldeigentümer erhalten durch eine Billigkeitsregelung im Einzelfall alle steuerlichen Erleichterungen, die nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz vorgesehen sind.“ Dies habe er in Gesprächen mit dem Bundes- und dem Landesfinanzminister erreicht. Wenn die Ankündigungen des CDU-Bundestagsabgeordneten eine reelle Grundlage gehabt hätten, hätten die Steuererleichterungen längst geregelt sein müssen. Aber seitdem sich Merz für diesen „Erfolg“ feiern ließ, ist ein halbes Jahr vergangen – und immer noch nichts passiert.

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Wir fordern weiterhin die Anwendung des Forstschädenausgleichsgesetzes…

By admin um 21:51 am Donnerstag, September 6, 2007

….und werden mal sehen wie sich denn die hiesigen Waldbauernfunktionäre (CDU) vor Ort verhalten:

An den Landrat
des Hochsauerlandkreises
Kreishaus

Antrag gemäß § 6 (1), 10 (2) der Geschäftsordnung des Kreistags
für die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kreistags

Sehr geehrter Herr Landrat,

hiermit stellt die Fraktion Sauerländer Bürgerliste folgenden Antrag:

„Der Kreistag möge beschließen:

Der Hochsauerlandkreis fordert die Landesregierung auf, im Bundesrat und beim Bundeslandwirtschaftsministerium die Anwendung des Forstschädenausgleichsgesetzes zu beantragen.“

Begründung:

Unmittelbar nach den verheerenden Schäden durch den Sturm Kyrill am 18./19.01.2007 hatte die Fraktion Sauerländer Bürgerliste eine Sondersitzung des Kreisausschusses und den Einsatz des Hochsauerlandkreises für die Anwendung des Forstschädenausgleichsgesetzes beantragt.

Die Mehrheit des Kreisausschusses folgte damals der Ansicht des Landesumweltministeriums, dass eine Anwendung des Gesetzes nicht notwendig sei, da die Nachfrage nach Holz stark sei. Und die Mehrheit vertrat die Meinung, dass es sinnvoller sei, einzelne für die Region besonders wichtige Maßnahmen bei der Landesregierung durchzusetzen.

Die SBL ist weiterhin der Ansicht, dass die umgehende Anwendung des Forstschädenausgleichsgesetzes (FschAG) zur Regulierung des Holzmarktes und zur Stabilisierung des Holzpreises sinnvoll gewesen wäre. Weiter fallende Holzpreise infolge des unbeschränkten Holzeinschlags in Süddeutschland verdeutlichen dies. Durch Kyrill wurden bundesweit 37 Mio fm geworfen, davon allein in NRW ca. 16 Mio fm (s. BT-Drucksache 16/6030). Die in der Resolution der südwestfälischen Kreise beschlossene Aufforderung an die anderen Bundesländer, freiwillig den Holzeinschlag zu beschränken, hatte erwartungsgemäß keinerlei Auswirkungen.

In einem wichtigen Punkte allerdings sind die Vorstellungen derjenigen, die gegen die Anwendung des FSchAG waren, gar nicht in Erfüllung gegangen: Die steuerlichen Regelungen, die das Gesetz bietet, sollten auch ohne Anwendung des Gesetzes vereinbart werden. Bisher ist dieses nicht erfolgt und offensichtlich ist dieses auch nicht zu erwarten, wie sogar Stellungnahmen des Landesumweltministeriums zeigen. Viele Mitarbeiter der Forstämter und viele Waldbesitzer scheinen mittlerweile erkannt zu haben, dass eine Anwendung des FSchAG geboten ist.

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Neben SBL und Grüne Sundern fordert auch der Waldbauernverband Inkraftsetzung des Forstschädenausgleichsgesetzes!

By admin um 13:14 am Montag, Juni 25, 2007

Zugesagte Steuerregelungen immer noch nicht in Kraft

Waldbauernverband fordert Inkraftsetzung des Forstschädenausgleichsgesetz

Kyrill – Aktuell Kyrill – Aktuell Kyrill – Aktuell

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Q:\TEXTE\2007\K\Kyrill\Kyrill_Aktuell\101_2007_070625_FSAG.doc

PRESSEMITTEILUNG

des Waldbauernverband Nordrhein-Westfalen e.V. vom 25. Juni 2007

Waldbesitzer fordern Gleichbehandlung

Waldbauernverband fordert Solidarität der anderen Bundesländer für die von „Kyrill“ betroffenen Waldbesitzer.

Forstschäden-Ausgleichsgesetz wird beantragt.

Auf den Waldflächen von tausenden von Waldbesitzern wütete das Orkantief Kyrill am 18. Januar 2007 und hinterließ Schäden in Milliardenhöhe. Viele private Forstbetriebe sind in ihrer Existenz gefährdet. Die Holzernte von Jahrzehnten muss in kürzester Zeit aufgearbeitet werden. Das führt zu einem Überangebot von Holz auf den Holzmärkten, zu spürbaren Preiseinbrüchen und vielerorts zu einer „Verstopfung“ des Holzabflusses.

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Kyrill: Show statt Unterstützung

By admin um 18:32 am Samstag, Juni 23, 2007

Im Rat der Stadt Sundern hatte die SPD beantragt, über die Folgen von Kyrill für den Privatwaldbesitz zu diskutieren. Als Ergebnis wurde vereinbart, dass nach den Sommerferien Gespräche zwischen den Forstbetriebsgemeinschaften und der Stadt stattfinden sollen.

Show hat es in der ganzen Kyrillkrise, deren Hauptleidtragende der kleine und mittlere Privatwaldbesitz ist, schon genug gegeben: Ich erinnere an die Äußerungen von Minister Uhlenberg, der wenige Tage nach Kyrill vom CDU-Stadtparteitag in Stemel zur Versammlung der FBG Sundern nach Stockum eilte und verkündete: „Leute macht euch keine Sorgen, der Holzmarkt ist so stark, dass die Holzmengen begierig aufgenommen werden.“ Und ich erinnere an die Show*wanderungen* des Ministerpräsidenten am Rothaarsteig.

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Waldbauern beschweren sich über Nichtanwendung des Fortschädenausgleichsgesetzes

By admin um 15:05 am Mittwoch, Juni 20, 2007

Interview mit dem stellv. Vorsitzenden des Waldbauernverbandes NRW, Ferdinand Funke

Holzverkauf extrem schwierig

Wochenblatt: Herr Funke, Sie bewirt­schaften 60 ha Wald in Finnentrop und vertreten die Waldbauern ehren­amtlich. Wie viel Prozent des Sturmholzes in Ihrer Region sind aufgear­beitet? Wie ist die Stimmung unter Ihren Berufskollegen?

Funke: Die Stimmung vor Ort ist mies, zum Teil ganz mies. Viele Be­rufskollegen haben das Gefühl, dass unsere Forstämter mit der Ausnahmesituation völlig überfor­dert sind. Bislang sind in den am schlimmsten betroffenen Gemein­den etwa 30 bis 40 % des Sturmholzes aufgearbeitet. Das Problem ist jedoch die Holzvermarktung. Die meisten Forstamtsleiter bzw. Dezementen finden offensichtlich keine Käufer bzw. sie können ihre Preisvorstellungen am Markt nicht durchsetzen. Deshalb versuchen immer mehr private Waldbesitzer, ihr Sturmholz in Eigenregie zu ver­kaufen, was aber nicht immer und dann auch nur zu schlechten Prei­sen gelingt.

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