CDU beschließt für CDU Mitglied Ausweisung einer Baulandfläche *In der Rieke*

By admin um 11:55 am Sonntag, Juli 14, 2013

Im letzten Planungsausschuss beschloss die CDU im Flächennutzungsplan eine zusätzliche Bauzeile *In der Rieke* aufzunehmen. Grüne und SPD waren dagegen, auch aus der Verwaltung kamen Bedenken gegen die Ausweisung, da zu viele Flächen im FNP als Baulandflächen ausgewiesen wurden. In anderen Ortsteilen werden Flächen zurückgenommen, trotzdem gibt es weiterhin Überhänge, da auf Grund des demografischen Wandels die Nachfrage nach Baugrundstücken erheblich abgenommen hat. Die Fläche die nun ausgewiesen werden soll hat große Bedeutung für den Artenschutz.

Der Grund warum die CDU so beharrlich darauf besteht die überflüssige Ausweisung vorzunehmen ist wohl parteipolitischer Natur: Der Grundstückseigentümer ist CDU Mitglied und die CDU hat ihm die Ausweisung versprochen. Ob unsinnig,überflüssig oder nicht spielt da keine Rolle mehr.

 

Hier die Stellungnahme des BUND zum Landschaftsplan Sundern die die Fläche (intensive landwirtschaftliche Nutzung im Randbereich des NSGs)  betrifft:

NSG Kalkbuchenwald Selschede

(Kalkbuchenwald zwischen Sundern-Röhre und Westenfeld)

 

Seit September 2008 ist der Kalkbuchenwald als Naturschutzgebiet sichergestellt. Hierbei handelt es sich um einen Waldmeister-Buchenwald auf einem schmalen Bergrücken des Hellefelder Kalkes. Es ist ein artenreicher Kalkbestand, in dem hier und da Felsrippen zu Tage treten. Der Buchenwald ist durch mehrere Fichtenparzellen und die Hochspannungsleitung beeinträchtigt. Dieser Wald hat eine hohe strukturelle Vielfalt und ist sehr artenreich. Ziel muss sein, eine naturnahe Waldbewirtschaftung mit einem dynamischen Altholzkonzept zu verwirklichen. Auf den Felsstandorten muss ein Bewirtschaftungsverbot angeordnet werden und für den Rest des Laubwaldes darf nur noch eine Einzelstammentnahme erfolgen. Außerdem sollten auf der Kalkfläche die angepflanzten Nadelhölzer in den kommenden drei Jahren durch Laubwald aus bodenständigen Arten ersetzt werden, um den dort ursprünglich lebenden Arten wieder Lebensraum zu bieten. Im Bereich des Hochspannungsmasten müssen die beiden Teilflächen mit einer Naturhecke verbunden werden. Die extrem seltene Schneckenart Aciula fusca ist hier zu finden. Sie bevorzugt feuchte Plätze, besonders im Laubstreu alter Laubholzbestände. Dieses Vorkommen ist von überregionaler Bedeutung, denn hier ist das östlichste Vorkommen dieser Art in Europa. Für die Erhaltung dieser Art hat das Land Nordrhein-Westfalen eine besonders hohe Verantwortung. Dieses Naturschutzgebiet muss durch die westlich gelegene Magerweide erweitert werden. Diese Wiese ist z. Zt. mit Weihnachtsbäumen bestanden und wird von einer sehr wertvollen Naturhecke umgeben. Die Fläche dient dem Uhu als Jagdrevier. Im Jahr 2009 wurde dort zuletzt eine Schlingnatter gesichtet. Als weitere besonders geschützte Arten sind Blindschleiche, Waldeidechse, Lederlaufkäfer, Hirschkäfer und die Weinbergschnecke zu nennen. Diese Fläche gehört eindeutig auch aus naturräumlicher Sicht und geologischen Aspekten zum NSG Selschede und ist entwicklungsfähig.

 

 

Landschaftsentwicklung und Biotopverbund:

 

Von der Riecke bis zum Steinbruch in Westenfeld erstreckt sich parallel zum Kalkwald ein Intensiv-Acker. Der Untergrund besteht ebenfalls aus Hellefelder Kalk. Wir schlagen für diese Fläche eine Umwandlung zum Buchenwald vor. Eine Wiederbesiedlung wäre durch Kalk liebende Tiere und Pflanzen gegeben (Bsp. NSG Schla und NSG Niederwald-Recklinghausen). Ein Biotopverbund mit dem NSG Niederwald-Recklinghausen wäre somit auch geschaffen. Diese Maßnahme sollte in den nächsten drei Jahren durchgeführt werden. Aus hydrogeologischen Gründen und zum Schutze des Trinkwassers für den Brunnen Röhre macht es Sinn die intensive Landwirtschaft auf diesem Gebiet einzustellen.

 

 

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