Röhrtalbahn: Personenverkehr ist von volkswirtschaftlichem Nutzen

By admin um 16:52 am Dienstag, Januar 3, 2012
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Röhrtalbahn ist ein
Mattes wartet auf die RöhrtalbahnFoto:

Nach dem positiven Gutachten möchte auch Sunderns Politik die Röhrtalbahn für Personenahverkehr wieder belben.

Mit dem Thema Reaktivierung der Röhrtalbahn für den Personennahverkehr hat sich jetzt der Planungsausschuss beschäftigt. „Wir sind sehr erfreut über die Entwicklung“, leitete Vorsitzender Klaus Tolle (CDU) den Vortrag von Jean-Marc Stuhm vom Büro „StadtVerkehr“ aus Hilden zur Potenzialanalyse ein.

Stuhm erläuterte die Vorteile: So könne man den Busverkehr weiter abspecken, wenn wieder Personen auf der Bahn transportiert würde. Im Schnitt hatte er 3200 Fahrgäste errechnet: „Sie fahren allerdings nicht die ganze Strecke, sondern nur auf Teilabschnitten.“ Gute Werte erhielt die Bahn auch bei Jugendlichen und Studenten, die dann innerhalb kurzer Zeit das Ruhrgebiet oder speziell den Studienort Dortmund erreichen könnten. Nicht in die Potenzialanalyse wurden die Schülerverkehre eingerechnet, ebenso der Tourismus: „Das wird ein Mitnahmeeffekt“, meinte Stuhm in der Sitzung.

Das Fazit seiner Analyse: „Die Wiederaufnahme des Personenverkehr ist ein volkswirtschaftlicher Nutzen.“ Deshalb solle man die Bahn langfristig erhalten und für einen späteren Zeitpunkt sichern. „Wenn man dies Strecke einmal stillgelegt hat, fällt sämtlicher Bestandsschutz weg. Die Röhrtalbahn ist ein Infrastrukturschatz. Ich kann Ihnen nur raten: Legen Sie die Bahn nicht still. Wählen Sie das Pendelzugkonzept und melden Sie die Bahn im Bedarf an.“

Lob gab es von Klaus Korn (Grüne): „Aus unserer Sicht ist das absolut positiv.“ Und auch Michael Stechele (SPD) fand, „dass es sich gelohnt habe für Röhrtalbahn einzusetzen“: „Ich glaub, dass der demografische Wandel viele Leute bewegen wird, die Bahn Richtung Dortmund zu nehmen. Man muss jetzt in die Zukunft s hauen.“ Er bemängelte, dass in der volkswirtschaftlichen Abwägung die „gigantischen Kosten“ fehlen würden, die man zum Aufrechterhalten des Straßenverkehrs demnächst aufwenden müsse. Willi Vogt (SPD) begrüßte flankierend, dass nach Jahren der Stagnation wieder Bewegung in die Sache komme: „Sundern sollte jede Chance nutzen.

Kritik gab es von der FDP, sachkundiger Bürger Hanns-Rüdiger Fehling bemängelte, dass ein gut funktionierendes Busnetz mit 27 Haltestellen nun über fünf bis sechs Bahnhöfe abgewickelt werden müsse. Das berge hohe Investitionskosten: „Ich bin für die Reaktivierung, aber nicht um jeden Preis.“

Friedrich Becker (CDU) fragte die Anbindung der Dörfer nach: „Wir müssen dies als Zubringer zur Bahn betrachten. Da muss ein Fahrplan her, der genau auf den Zug getaktet ist.“ Beigeordneter Meinolf Kühn wertet das Gutachten positiv: „Wir sollten uns diese Chance nicht entgehen lassen. So können wir unsere Stadt attraktiver machen. Wir begrüßen dieses Projekt ausdrücklich.“ In der Abstimmung gab es eine Gegenstimme der FDP.

Matthias Schäfer

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