Dienstag 13.9. Infoveranstaltung zu Fracking

By admin um 22:21 am Dienstag, September 6, 2011

Auf Einladung der Interessengemeinschaft Stopp Fracking MK und des Ortsverbandes Bündnis 90/ Die Grünen Sundern  hält der Steinfurter Geologe Helmut Fehr am Dienstag, den 13.09.2011 um 19.00 Uhr einen Vortrag über das Thema Hydraulic Fracturing, kurz Fracking genannt. Ort der Veranstaltung ist der „Kulturtrichter, Allendorfer Str. 34, in 59846 Sundern-Allendorf. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Besondere Brisanz hat das Thema auch in unserer Region, da die BASF-Tochter „Wintershall“ Pläne verfolgt, in Kürze im Erkundungsgebiet Ruhr, zu dem auch Sundern gehört, erste Gesteinsproben zu entnehmen,  um das Potenzial an  unkonventionellem Erdgas in der Region zu erforschen.
Zur Information:

Fracking ist eine Tiefbohrmethode aus den USA, um unkonventionelles Erdgas zu gewinnen. Bei dieser Methode wird ein Gemisch aus Millionen Litern Wasser, circa 100 Tonnen Sand und etwa 50 Tonnen Chemikalien in die tiefen Gesteinsschichten ( ca. 800 – 1200 m) gepresst, um diese aufzuspalten und das darin enthaltene Gas freizusetzen. Die Chemikalien sind zum Teil hochgiftig und krebserregend.
Im Gegensatz zu konventionellem Erdgas, das in größeren Blasen im Boden vorhanden ist, befindet sich unkonventionelles Erdgas in kleinen Mengen in Poren verschiedener Gesteine z. B. im Schiefergestein. So lässt es sich nicht mit herkömmlichen Methoden fördern.
In letzter Zeit vermehren sich die Anzeichen, dass Fracking nicht so gefahrlos ist, wie es von den Konzernen gerne dargestellt wird. Daher hat die Landesregierung NRW im Frühjahr ein Moratorium ausgesprochen und im August europaweit ein Gutachten zur „unkonventionellen Erdgasgewinnung“ ausgeschrieben.
Das Umweltbundesamt bestätigt nun die Befürchtungen der Frackinggegner und schreibt in seiner Stellungnahme u. a. folgendes (Link: https://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/publikationen/stellungnahme_fracking.pdf):Umweltbeeinträchtigungen sind in allen Phasen dieser Fördertechnologie denkbar. Bereits bei der Vorbereitungsphase kommt es durch die Errichtung der notwendigen Infrastruktur zu Lärm- und Luftemissionen, die in Regionen mit hoher Besiedlungsdichte erhebliche Störungen verursachen können. Der Flächenverbrauch bei der Schiefergasgewinnung ist groß. Trotz hoher Sicherheitsstandards und modernster Bohrtechnik können Umweltbeeinträchtigungen während der Bohrungsphase und des Einbringens der wässrigen Flüssigkeit sowie während des Betriebs nicht ausgeschlossen werden.Besorgnisse und Unsicherheiten über die Umwelterheblichkeit des Eingriffs bestehen hier besonders wegen des hohen Wasserbedarfs sowie wegen des Einsatzes von Chemikalien als Additive beim Fracking. Risiken für das Grundwasser bestehen durch die Lagerung wassergefährdender Chemikalien, durch die Bohrung selbst, durch die Erzeugung von Wegsamkeiten im Untergrund (Gebirge) und  letztendlich ebenso für Böden und Oberflächengewässer bei der Entsorgung der Fracking-Fluide und des zu Tage geförderten Lagerstättenwassers.Das Tyndall Centre for Climate Change der University of Manchester unterzog 260 beim Fracking verwendete Substanzen einer Analyse. Das im Januar veröffentlichte Gutachten legt nahe, dass 58 der 260 Substanzen eine oder mehrere Eigenschaften haben, die Anlass zur Besorgnis geben.

Bündnis 90/ Die Grünen – OV SundernAnke RoseWilhelm-Hauff-Str. 1559846 Sundern

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Pingback by zoom » Umleitung: Von den Mentalitäten von Soldaten über Griechenlands Todesspirale zum Kulturabbau in den Städten. «

September 9, 2011 @ 11:23 pm

[…] Str. 34, in 59846 Sundern-Allendorf. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen … gruenesundern Tags »   Eurokrise, Fracking, Gesamtschule, Griechenland, Ground Zero, […]

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