Dilletanten auf niedrigstem Niveau!

By admin um 21:52 am Samstag, November 4, 2006

Kreis Soest / Rüthen. Ist der Skandal um die Industriechemikalie PFT sehr viel weitreichender? Für die Grünen im Landtag ist es nicht damit getan, die belastete Fläche bei Brilon-Scharfenberg zu sanieren und kleine Gewässer wie den Silberbach bei Rüthen zu untersuchen. Sie sehen ein großes PFT-Problem im Möhnesee.Der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Johannes Remmel, warf Umweltminister Eckhard Uhlenberg mit seinem Sanierungsplan gestern bei einer Pressekonferenz in Meschede „blinden Aktionismus“ und eine „überhastete Art der Sanierung“ vor. Dr. Harald Friedrich, als Abteilungsleiter ehemals rechte Hand von Uhlenberg-Vorgängerin Bärbel Höhn (und von Uhlenberg gekündigt) sprach von „Dilettanten auf niedrigstem Niveau“: Denn das Ministerium habe es bislang versäumt, den Möhnesee genauer zu untersuchen. Die Grünen aber haben die Werte geprüft, die das Staatliche Umweltamt Lippstadt zusammengetragen hat: Demnach könnten die Steinbecke bei Scharfenberg, Rüthens Silberbach und die Elpe bei Bestwig als kleine Bächlein gar nicht die hohe PFT-Belastung im See erklären – wie berichtet, sagt Uhlenberg jedoch, diese Bäche trügen zu 90 Prozent der gesamten Gewässerbelastung bei. Tatsächlich aber, diese Rechnung machen die Grünen auf, tragen die Bäche täglich 72 Gramm PFT in den Möhnesee, den aber täglich zwischen 314 und 357 Gramm an PFT wieder verlassen – warum, habe das Ministerium bislang nicht überprüft. Die Frage der Quellen der PFT-Belastung sei damit noch gar nicht geklärt. Die Grünen nehmen jetzt den Ruhrverband als Betreiber des Sees ins Visier: Er lasse zu, das täglich diese gefährliche Fracht den Möhnesee wieder verlasse. Generell stelle sich die Frage, wer was in den Möhnesee einleite; außerdem stelle sich die Frage nach der Aufbereitungstechnik der Wasserwerke an der Ruhr.Die eine Million Euro, die Uhlenberg für die Sanierung einsetzen will, reichen den Grünen nicht aus: Remmel will bei den Haushaltsberatungen fünf Millionen, sowie für den Notfall weiterer zehn Millionen als Verpflichtungsermächtigung einfordern

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