Ein wunderschöner Wanderweg

By admin um 22:53 am Sonntag, Mai 13, 2007

Letzten Samstag war der NRW-Ministerpräsident morgens aus Pulheim angereist, um ein Stück auf dem Rothaarsteig zu wandern. Drei Landräte hatten ihn und einige Gäste eingeladen. Damit sollte gezeigt werden, dass der Rothaarsteig wieder begehbar ist.

Das Wichtigste vorweg, ganz unabhängig vom Besuch des Düsseldorfer Regierungschefs: Der Rothaarsteig ist freigeräumt. An einigen Stellen gibt es zwar noch geringfügige „Umleitungen“; aber jeder kann sich wieder auf diesen schönen, ca. 160 km langen Wanderwge begeben.

Der Ministerpräsident konnte bei dieser organisierten Wanderung allerdings nur unvollständige Eindrücke gewinnen. Denn die ausgesuchte, 8 km lange Wanderstrecke führte durch einen wunderschönen Laubwald, in dem fast kein Baum umgefallen war. Vermutlich sieht es dort jetzt fast genau so aus wie kurz vor und kurz nach der Kyrill-Nacht am 18./19.01.2007. Und heftige Regenschauer und infolgedessen schlammige Wegstücke hat es dort auch schon vor dem 18. Januar gelegentlich gegeben …

Viel beeineindruckender für die Gäste und zahlreichen Pressevertreter wäre es gewesen, wenn der Weg durch vom Orkan zerstörte und nun aufgeräumte Waldstücke geführt hätte. Dann hätte man authentische Eindrücke nicht nur von der Begehbarkeit des Rothaarsteigs bekommen, sondern auch von der Veränderung der Landschaft und von dem ungeheuren Einsatz von Menschen und Maschinen, der zum Aufräumen nötig war.

Gleichzeitig hätte man damit deutlich machen können, wie wichtig es ist, dass die angekündigten Fördermittel nun auch tatsächlich zügig bei den vom Orkan Geschädigten ankommen. Hier scheinen immer noch erhebliche Defizite zu bestehen. Und wichtige Maßnahmen wie z.B. die Einrichtung und Unterhaltung von Naßlagern sind überhaupt nicht im Förderkatalog des Landes enthalten. Auch diejenigen, die schnell mit der Instandsetzung der Waldwege begonnen haben, sollen leer ausgehen. Wenigstens ging die „Lokalzeit“ im WDR-Fernsehen in ihrem am Abend gesendeten Bericht ausführlich auf die Sorgen der Waldbauern ein.

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