Ferienhausanlage: Faktencheck

By admin um 18:19 am Dienstag, Februar 12, 2013

Nachdem Bürgermeister Lins beim Grünkohlessen der CDU sagte, dass es keinerlei Risiken für die Stadt bei den Projekten Ferienhausanlage und Gastrowelten gäbe, weil es sich um rein privatwirtschaftliche Projekte handele, liefert er sich zur Zeit einen Schlagabtausch mit der neugegründeten Bürgerinitiative Amecke 21 in der Tagespresse. Über den Sinn eines Treffens mit der Bürgerinitiative wird BM Lins folgendermaßen zitiert: *Zunächst einmal , Fragen zu beantworten, die trotz der Bemühungen von Verwaltung und Politik , die Dinge zu erklären noch nicht verstanden wurden.*

Da wir der Meinung sind, dass auch die Politik vieles von dem, was sie mit großer Mehrheit  beschlossen hat, noch nicht verstanden hat, versuchen wir nochmal einen Faktencheck:

Wer verbirgt sich hinter dem *reinprivatwirtschaftlichen* Projekt Ferienhausanlage?

2 GmbHs sind da zu nennen:

SORPESEE RESORT GMBH: dahinter soll sich der holländische Investor verbergen. Wer das ist, ist bisher unbekannt. Die Rede ist von einem Fonds (stepinvest?) oder einer Bank (ABN Amro?) die das finanziert.

In den Sitzungen wurde der holländische Investor vertreten durch Herrn Egging. Er sollte im Planungsausschuss am 25.10. die näheren Planungen erläutern, war aber erkrankt. Statt dessen war Franz- Josef Rogoll (Stadtmarketing Sundern) in der Sitzung. Franz Josef Rogoll ist auch am Firmensitz der Sorpesee Resort GmbH tätig: Als Firmensitz der SorpeSee Resort GmbH ist Rathausplatz 7 in Sundern eingetragen.

SORPESEE PROJEKT GmbH: mit der Aufgabe der Weiterentwicklung und Umsetzung der touristischen Infrastruktur in Sundern. Für die Ferienhausanlage hat sie die Aufgabe, die Tätigkeiten vor Ort zu koordinieren, Grundstücke zu erwerben und Konzeptionen zu erarbeiten. Auch die SorpeSeeProjekt GmbH hat ihren Firmensitz in Sundern am Rathausplatz 7. Geschäftsführer ist Franz- Josef Rogoll, Sundern.

Von der Sorpesee Projekt GmbH wurden bisher Immoblien gekauft (Hotel *Wildpark*, Ruhrverbandsgebäude und vermutlich die Waldflächen). Sie hat gleichzeitig die Erschließungsrechte an dem Freibadgelände. Es ist somit davon auszugehen, dass auch die städtische Sorpesee GmbH (die bisher Eigentümerin des Freibades ist) an der SorpeSee projekt GmbH beteiligt ist.

Desweiteren ist für die Beurteilung der Ferienhausanlage von großer Bedeutung, wer der Betreiber ist, wie die Anlage betrieben werden soll und welcher Markt erschlossen werden soll. Hierzu gibt es bisher keinerlei konkrete Aussagen. Von daher ist vollkommen unklar, was für eine Anlage überhaupt entstehen soll. Während ursprünglich vor allem Holländer angesprochen werden sollten, hieß es zuletzt, das vor allem der Ruhr/Rheinbereich als Kundschaft beworben werden soll. Bereits im Mai 2012 sollte eine entsprechende Marktstudie vorgestellt werden, doch bisher wurde sie nicht vorgestellt.

In der letzten Planungsausschussitzung wurde Herr Rogoll gefragt, was geschehen würde, wenn das Projekt nicht umgesetzt würde: Seine Antwort war, es sei ein rein privates Investment. Wenn das Projekt nicht umgesetzt würde, gingen alle Kosten zu Lasten der SorpeSeeResort GmbH.

Und die hat Ihren Sitz am Rathausplatz 7!

 

Matthias Schulte-Huermann

Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen

 

 

 

 

 

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