Forderung der BI: Keine Müllverbrennung im Stadtgebiet!

By admin um 21:36 am Sonntag, März 25, 2012

Unterschriften und Anträge an den Rat

 

Die BI „Sauberes Röhrtal“ hat am Freitag, den 23.03.2012, dem Bürgermeister D. Lins 5302 Unterschriften übergeben. Die Bürger fordern darin, dass die Stadt dauerhaft absichert, dass auf dem Stadtgebiet kein A2, A3 und A4 Holz in Energie umgewandelt wird, da dieses zu erheblichen Schadstoffbelastungen führen kann.

Um das Gefahrenpotential zu verdeutlichen, startete die BI mit Helium gefüllte schwarze Luftballons. Diese sollen den künftig zu erwartenden Feinstaub und andere gefährliche Verbrennungsrückstände symbolisieren. Wer also diese Luftballons am Freitag gegen 18.00 Uhr gesehen hat, kann sicherlich davon ausgehen, demnächst in der Abgasfahne der Verbrennungsanlage zu leben. Daher ist es wichtig, dass hier nur sauberster und bester Brennstoff Verwendung findet.

Die Luftballons zogen Richtung Sorpesee.

Ein gewichtiger Punkt in den Forderungen der Bürger ist, dass auf dem Schmackegelände keine Lagerung, Sammlung und ggf. Aufbereitung von Müll erfolgen soll. Die Nähe der Anlage zu den Wohngebieten ist hier von großer Bedeutung für die Forderung. Der hier physikalisch zu trennende Müll hat zur Folge, dass über 100 gefährliche Stoffe auf dem Gelände gelagert werden. Nach den Skandalen um Envio (Dortmund), um das illegale Gefahrstofflager (Iserlohn) und um TFT im Trinkwasser von Arnsberg, haben die Sunderaner berechtigte Befürchtungen, dass eine Lagerstätte für gefährliche Güter direkt an der Sorpe auf Dauer eine latente Bedrohung darstellt.

Die BI „Sauberes Röhrtal“ hat dem Bürgermeister neben den Unterschriften auch 12 Einzelanträge für den Rat der Stadt Sundern übergeben.

Neben dem Gefühl, ständig in der Nähe einer Gefahrenquelle leben zu müssen, ist die BI der Ansicht, dass eine physikalische Trennung und Sortierung von Abfällen (10 bis 50 Tonnen pro Tag) mindestens 500 Meter von Wohngebieten entfernt sein muss. Dieses war offensichtlich im Jahr 2005 auch die Einschätzung der Stadt Sundern und des Landesumweltamtes Lippstadt, wie dem anhängenden Dokument (557_ST4_laend_10beg.pdf) auf Seite 24 zu entnehmen ist. Hier wird eine geringfügige Verringerung der Abstandsfläche von 15 Metern als unproblematisch angesehen. Da aber oben genannte Betriebe der Abfallentsorgung zu den Betrieben der Abstandklasse IV zu zählen sind, dieses geht aus dem Dokument 7_3.pdf hervor, welches die Abstandklassen und Abstandsflächen regelt (dazu Seite 15 Lfd Nr. 71).

Diese gesetzliche Regelung entspricht auch dem gefühlten Gefahrenpotential, was ein Abfallentsorgungsbetrieb mit sich bringt. Sicherlich würden Bürger für eine noch großere Distanz plädieren, doch das steht bei den aktuell vorliegenden sehr viel geringeren Abstandsflächen nicht zur Diskussion.

Daher sieht die Bürgerinitiative bei einem fairen und auf die Interessen der Sunderaner zielenden Genehmigungsverfahren keinerlei Gründe für die Ansiedlung eines solchen Betriebes auf dem ehemaligen Schmackegelände. Daher sollte die Stadtverwaltung alle derzeit befristeten Genehmigungsverfahren sofort stoppen und den Betreiber auf diesen Sachverhalt hinweisen, um ihn vor möglichen Fehlinvestitionen zu bewahren. In diesem Zusammenhang möchte die BI mit einem Blick auf die Bürgerversammlung in Stemel auf die Argumentation der Stadt für ihre befristete Genehmigung hinweisen, welche sinngemäß lautete: Derzeit gibt es keinen Grund, dass ein Genehmigungsverfahren für die Firma Hücker auf dem Schmackegelände als nicht erfolgversprechend aussehen ließe.Ansonsten hätte wir niemals eine befristete Genehmigung erteilt.

Diese Gründe lagen laut den pdf Dokumenten, welche wir im Internet frei zugänglich gefunden haben, jedoch vor.

Wir möchten, dass die Verwaltung und der Rat der Stadt Sundern sofort die Interessen der Bürger gegenüber dem Betreiber, beim Hochsauerlandkreis und bei der Bezirksregierung vertritt.

Mit freundliche Grüßen

für die BI Sauberes Röhrtal

Andreas Bahde

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