Ganz normale Forstwirtschaft?

By admin um 23:21 am Donnerstag, Februar 12, 2009

Ganz normale Forstwirtschaft betrieben
Sundern, 12.02.2009, Von Sabine Metzler, 0 Kommentare, Trackback-URL
Sundern/Westenfeld. Forstwirtschaft wie sie sein soll hat der Besitzer des Waldes auf dem Kalkrücken zwischen Westenfeld und der Röhre betrieben. Ein Kahlschlag habe ebenso wenig stattgefunden wie widerrechtliche Abholzungen. …

… Diese Darstellung gaben Forstfachleute gestern Mitgliedern der CDU bei einem Ortstermin. Die Kritik von der Bürgerinitiative, der Sauerländer Bürgerliste und der Partei Bündnis 90/Die Grünen hätten zu heftigen Diskussionen auch innerhalb der Bevölkerung geführt, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Martin gestern Nachmittag. Also bat er Vertreter der Unteren Landschaftsbehörde, den Förster und die Waldbesitzer zu einem Informationstermin mit Besichtigung des Waldes.

Es war „Gefahr im Verzuge für die Natur“ begründete Joachim Hachmann vom Hochsauerlandkreis die Unterschutzstellung des Kalkbuchenwaldes. Diese Gefahr ging vom Steinbruch aus nachdem im vergangenen Jahr ein Antrag auf Erweiterung gestellt worden war.

Dieser Antrag ruhe aber zurzeit, der neue Besitzer des Abgrabungsunternehmen habe „diesen Antrag nicht wieder aufleben lassen“, erklärte Hachmann.

Franz Götte, ebenfalls von der Unteren Landschaftsbehörde, setzte hinzu, dass der Kalkrücken bei der anstehenden Neuaufstellung des Landschaftsplanes ohnehin unter Schutz gestellt werden muss.

Naturschutz heißt aber nicht, dass die Besitzer keine Forstwirtschaft mehr betreiben dürfen. Die ist weiterhin möglich. Verboten sind nur Kahlschläge auf einer Fläche von 0,5 Hektar und mehr. Verpflichtet sind die Besitzer, die frei geschlagenen Flächen mit Laubbäumen wieder aufzuforsten.

Neu pflanzen muss der Besitzer auf den Stellen nicht, die er bearbeitet hat. Das zeigten Götte und Hachmann auf Fotos und anschließend bei einem Gang durch den verschneiten Wald. Denn für den Nachwuchs haben die Bäume selber gesorgt, junge Pflanzen zeigen, dass auf dem Kalkrücken Naturverjüngung passiert.

Förster Christof Vetter bestätigte die Auffassung der beiden Sprecher. Der Besitzer habe „die schlechten Bäume entnommen, die besseren frei gestellt“. So habe er für mehr Licht gesorgt, was auch dem Wachstum anderer Bäume zugute kommt, damit auf den Parzellen nicht nur Buchen wachsen. Die Fachleute versicherten einhellig: Die Vorwürfe und polemischen Darstellungen gegen den Waldbesitzer sind „nicht gerechtfertigt“.

Und was ist mit dem Steinbruch, kippen die wirtschaftlichen Interessen des Betreibers den Naturschutz? Darauf konnten die Männer der Kreisverwaltung nicht antworten. Wenn der Besitzer einen Antrag stellt, die Abgrabungsstelle zu erweitern werde abgewogen, erklärte Hachmann. Und dann muss der Raumordnungsplan geändert werden. Das macht die Bezirksregierung. Erst danach kann mit den weiteren Planverfahren bis zur Genehmigung begonnen werden.

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