Gesplitteter Gebührenmaßstab ist umweltpolitischer Schwachsinn?

By admin um 13:24 am Freitag, Dezember 4, 2009

In der heutigen Tagespresse findet sich ein Leserbrief eines Matthias Nückel zur Umgestaltung der Abwassergebühren in Sundern. Statt nach dem reinen Frischwasserverbrauch wird nun auch in Sundern der Versiegelungsgrad in der Gebühr berücksichtigt.
Der Leserbriefschreiber hält die Regelung für umweltpolitischen Schwachsinn, da der *sparsame Umgang mit dem knappen Gut Trinkwasser bestraft* würde und er hält sie für ungerecht: Zitat Nückel: *Am meisten zahlt die alleinstehende Rentnerin, die das eigene Haus bewohnt, zu*.
Die Grünen haben sich in der Vergangenheit immer für eine Neuordnung der Abwassergebühren eingesetzt. Da Herr Nückel in der Vergangenheit schon des öfteren dadurch aufgefallen ist, das er durch Halbwahrheiten versucht Stimmungen zu schüren antwortet Matthias Schulte- Huerman als Ratsmitglied für die Grünen auf seine Äußerungen:

*Herr Nückel schreibt zur Umgestaltung der Abwassergebühren in Sundern: *Umweltpolitisch ist diese Regelung schlicht schwachsinnig*
Diese Aussage ist unrichtig: Sämtliche Umweltverbände haben aus guten Gründen diese Neuregelung der Abwassergebühren in den vergangenen Jahren gefordert. Sundern ist erst durch ein Gerichtsurteil, das auch auf die umweltpolitische Notwendigkeit und die Gebührengerechtigkeit abzielt, dazu gezwungen worden dies ebenfalls zu machen. Es ist interessant das Herr Nückel denen Schwachsinnigkeit unterstellt.
Fakt ist: Sparsamer Umgang mit Wasser macht sich auch zukünftig in niedrigeren Gebühren bemerkbar. Zusätzlich wird durch die Einbeziehung der versiegelten Fläche ein Anreiz gegeben weniger Flächen zu versiegeln. Die Grünen haben es in dem Zusammenhang übigends erreicht, dass der sogenannten Anschluß- und Benutzungszwang nicht greift. Von daher können Bewohner von Einfamilienhäusern auch zukünftig (sofern es die Bodenverhältnisse zulassen) ihr Wasser auf dem Grundstück versickern (und Gebühren sparen). Somit ist diese neue Regelung umweltpolitisch äußerst sinnvoll. In Neubaugebieten kann durch die Regelung erreicht werden, das zukünftig so geplant wird, das das Regenwasser im Gebiet versickert wird.
Das Einpersonenhaushalte, die ein Einfamilienhaus bewohnen (und deren Zahl leider auf Grund der demographischen Entwicklung zunimmt) eine etwas höhere Gebühr bezahlen mag sein. Ob das aber umweltpolitisch schwachsinnig ist mag wohl sehr bezweifelt werden.

Matthias Schulte- Huermann
Zum Hafen 1m 59846 Sundern- Stockum
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Sundern

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