Grundschulstandorte auf der Kippe

By admin um 22:15 am Dienstag, November 30, 2010

Heute wurde im Schulausschuss über die Schulstandorte im *Alten Testament* und in Stockum- Endorf beraten. Die Verwaltung hatte im Vorfeld die Vorlage ins Internet gesetzt und die Reaktionen darauf in der Sitzung vorgestellt.
Im Bereich Altes Testament wird offensichtlich keine große Dringlichkeit gesehen einen Standort schnell zu schließen. Anders in Stockum:
Vorgelegt wurde ein von der Schulpflegschaftsvorsitzenden und dem Rektor Hellweg unterzeichneter Dringlichkeitsantrag der Schulkonferenz. Darin heißt es: *Die gewählten Elternvertreter der Schulstandorte Endorf und Stockum fordern ene definitive Entscheidung des Schulträgers zur Standortfrage… Lt. Schulentwicklungsplan ist für beide Standorte ab Schuljahr 2015/2016 keine Eigenständigkeit mehr gewährleistet, so dass nur an einem Schulstandort aktives Schulleben und innovative Schulentwicklung stattfinden kann. Deshalb halten wir es für unverzichtbar, unverzüglich eine klare Aussage zu treffen, welcher Standort gehalten oder geschlossen wird…. Die gewählten Eltern fordern daher über das Gremium der Schulkonferenz eine endgültige Entscheidung zur Standortfrage bis zum 11.2.2011.*

Etwas substanzvoller und differenzierter ist da das Schreiben des Fördervereins der Grundschule. Darin heißt es:
*Für uns als Förderverein ist es nicht einfach mit zwei Standorten gleichermaßen zu arbeiten, Anschaffungen gleichermaßen zu verteilen oder auch Betreuung zu organisieren…. In Stockum ist der Platz begrenzter, in Endorf der geringere Betreuungsbedarf. Wir haben aber insgesamt 20 Anfragen für eine verlängerte Betreuungszeit bis 15 Uhr, zuzüglich 30 Anfragen bis 13.30 Uhr. Um Kinder auch nach 13.30 Uhr zu betreuen, wie von Elternseite gewünscht, bedeutet das für uns das wir nicht nur einen Betreuungsraum brauchen, sondern auch bei steigender zu betreuender Kinderzahl einen Raum zum Essen und Hausaufgaben machen. Dies ist derzeit schweirig zu bewerkstelligen….Von daher würden wir es begrüßen, wenn eine Standortentscheidung nicht künstlich von der Politik in die Länge gezogen würde. So dass man an dem Ort, an dem die Schule letzendlich sein soll, auch dementsprechend bauliche Maßnahmen einleiten würde. Wie in den letzten Tagen von Seiten der Politik zu vernehmen ist, gibt es Pläne den Schulbetrieb an beiden Standorten längerfristig aufrechtzuerhalten, auch bei sinkenden Schülerzahlen und demnächst einzügigen Klassen. Von Elternseite und Förderverein durchaus zu begrüßen, jedoch mit Einwand des Zweifels der praktischen Umsetzbarkeit dieser Pläne: Demnächst 2 Klassen pro Standort?
Uns ist klar, dass es um eine Phase von 2- 4 Jahren zu überbrücken gilt, an der wir auf jedenfall 2 Standorte haben. Gerade in dieser Zeit ist der Schulträger gefragt, die Bedingungen für die Schüler zu optimieren. Dies fängt an beim gut geregelten Bustransfer bis zur Verfügungstellung von genügend Raum für eine Betreuung, wenn ausgeweitet wird bis 15 Uhr…*

Darüber hinaus liegen noch einige engagierte Stellungnahmen von Eltern vor:

z.B.:*Es ist von großem Wert jeden Standort zu erhalten. Kleinere Klassen fordern eine gute Lernatmosphäre, wohltuend für die Schüler und die Lehrer. Wenn an de Zukunft gedacht wird, dann doch btte im Sinne unserer Kinder, denn sie sind unsere Zukunft in die wir investieren müssen. Und Geld ist vorhanden, es muß nur vernünftig eingesetzt werden.*

Der Schulausschuss hat in seiner Sitzung heute beschlossen, das eine Entscheidung zur Schließung eines Standortes in der 2. Hälfte das nächsten Jahres gefällt werden soll.

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Pingback by zoom » Umleitung: eine teilweise schräge Sammlung … oder? «

November 30, 2010 @ 11:01 pm

[…] Sundern: Grundschulstandorte auf der Kippe … gruenesundern […]

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