Grüne Fragen an die Herren Lins, Stechele und Laufmöller

By admin um 21:08 am Montag, August 17, 2009

Sehr geehrte Herren Bürgermeisterkandidaten!

Wie Ihnen bekannt ist, hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen in diesem Wahlkampf ganz bewusst darauf verzichtet, eine(n) eigenen Bürgermeisterkandidaten/in aufzustellen. Um zu erfahren, bei wem die grünen Wähler und die zukünftige Ratsfraktion in *guten* Händen ist, haben wir daher einen Fragenkatalog entworfen und bitten Sie, die entsprechenden Fragen kurzfristig zu beantworten. Wir werden Ihre Antworten dann über das Internet bzw. an unseren Infoständen verbreiten.

Herzlichen Dank für Ihre Mühe!

Mit freundlichen Grüßen

Anke Rose
Klaus Korn

*In Amecke befindet sich das Tierheim, das dringend eine neue Unterkunft benötigt. Ein vernünftig eingerichtetes Tierheim ist im öffentlichen Interesse. Was gedenken Sie zu unternehmen, damit das Tierheim einen vernünftigen und gesicherten Standort bekommt?*

*Nachdem in Westenfeld, auch durch Unterstützung der grünen Ratsfraktion, Fußgängerüberwege errichtet wurden, fehlen entsprechende Querungshilfen noch in anderen Ortsteilen. Zu nennen ist hier insbesondere Seidfeld. Wie stehen Sie dazu und was beabsichtigen Sie dort zu unternehmen?*

*Nachdem der Radweg um die Sorpe fertig gestellt wurde, muss es Priorität haben, die Radverbindungen zwischen den Dörfern zu verbessern. Hierzu gehören die Verbindungen Sundern- Seidfeld, Sundern- Endorf, Sundern- Westenfeld und eine Trasse durchs Röhrtal. Welche Möglichkeiten sehen Sie hier?*

*Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung führt dazu, dass teilweise schon schlechte Infrastruktur in den Ortsteilen noch schlechter wird. Dabei ist es von Bedeutung, dass für eine alternde Bevölkerung grundlegende Infrastruktureinrichtungen in den Dörfern erhalten bleiben. Die Post hat sich mittlerweile aus fast allen Dörfern verabschiedet, Läden und sonstige Einrichtungen der Grundversorgung sind gefährdet. Wie wollen Sie dieser Entwicklung entgegenwirken?*

* Die Grünen vertreten die Meinung, dass die Beiträge für Kindergärten abgeschafft werden sollten. Wie stehen sie dazu?

*Auf Grund der rückläufigen Bevölkerungszahlen wird es erhebliche Veränderungen im Grundschulbereich geben: Schon jetzt wurden Grundschulen geschlossen. Zukünftig werden Schließungen bzw. Zusammenlegungen im Bereich Endorf, Stockum und Langscheid geplant. Wie wollen Sie mit den genannten Schulstandorten umgehen? Sollen die Standorte erhalten bleiben und wenn ja mit welchen Maßnahmen?*

* Rückläufige Schülerzahlen betreffen auch das Schulzentrum. Die beiden Hauptschulen wurden schon jetzt zusammengelegt. Die Grünen sind der Meinung, dass die frühzeitige Selektion nach dem 4. Schuljahr unsinnig ist und eine bessere Durchlässigkeit zwischen den Schultypen gewährleistet werden muss. Dabei bietet sich das Schulzentrum auf Grund der räumlichen Nähe dafür an. Welche Möglichkeiten sehen Sie um die Zusammenarbeit unter den Schultypen zu verbessern?*

* Welche Bedeutung messen Sie dem Öffentlichen Nahverkehr in Sundern zu? Wie wollen Sie die Anbindung der Dörfer an das Bussystem verbessern? Welche Möglichkeiten sehen Sie für ein Anruf- Sammeltaxisystem in Sundern?*

* Wie stehen Sie zu den Forderungen nach Ortsumgehungen um Hachen und Stemel?*

*Der Wirtschaftsstandort Sundern hat leider schon lange keinen Bahnanschluss mehr. Eine Wiederaufnahme des Bahnbetriebs auf der Röhrtalbahn wäre sowohl für den Tourismus als auch für das produzierende Gewerbe langfristig von großer Bedeutung. Wollen Sie sich dafür einsetzen, dass sowohl der Güterverkehr als auch Personennahverkehr auf die Röhrtalbahn kommt? Wie wollen Sie dieses Anliegen finanzieren?*

*In der Tourismusentwicklung wurden bisher erhebliche Gelder in den Sorpebereich gesteckt. Alleine in Langscheid wurden mit dem Kurpark, der Seepromenade und der Saunaanlage im Haus des Gastes Millionensummen investiert. Durch die geplante Ferienhausanlage in Amecke werden weitere Investitionen der Stadt notwendig sein. Wie sehen Sie die touristische Entwicklung in den anderen Regionen der Stadt: Das Alte Testament und Stockum beispielsweise sind alte Urlaubsgebiete. Was gedenken Sie zukünftig zu unternehmen, um die touristische Entwicklung dort zu fördern?*

*Die Bevölkerung in Sundern wird seit Jahren durch hohe Gebühren belastet: Die Kanalgebühren beispielsweise liegen in Sundern über dem Landsdurchschnitt. Dies bedeutet vor allem für Familien mit Kindern eine erhebliche Belastung. Wie sehen Sie die Entwicklung in den kommenden Jahren? Was gedenken Sie zu unternehmen, um den Gebührenanstieg zu senken?*

*Vor den Wahlen hat die Ratsmehrheit in Stockum, Allendorf und Westenfeld Kunstrasenplätze bezuschusst. Bekanntlich müssen die Plätze nach max. 15- 20 Jahren wieder unter erheblichem Kostenaufwand saniert werden. Auf die Vereine kommt damit in der Zukunft eine erhebliche Belastung zu, zumal die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen rückläufig sind. Wie sehen Sie die Möglichkeiten der Vereine, diese erhebliche Kostenlast zukünftig zu schultern? Wird die Stadt auch zukünftig für die Folgekosten aufkommen?*

*Alle Parteien fordern mittlerweile die Förderung der regenerativen Energien. In Sundern hat sich bisher aber wenig getan:Windkraft könnte besser genutzt werden. Bisher wurde aber in Sundern keine Vorrangfläche ausgewiesen. Wo sehen Sie Möglichkeiten, um auch in Sundern Windenergie zu nutzen?*

* Die Stadt Sundern ist ein großer Waldbesitzer, da sie aber gleichzeitig hoch verschuldet ist, gab es bereits in der Vergangenheit Diskussionen über einen Verkauf von Waldflächen. Wie stehen Sie dazu?*

* Die Verwendung von Biomasse in Form von Holzhackschnitzeln ist eine hervorragende Möglichkeit, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu verringern. Die Grünen hatten eine solche Verwendung in der Vergangenheit im Schulzentrum gefordert, dies wurde aber leider von der Ratsmehrheit abgelehnt. Wie stehen Sie dazu und wo sehen Sie Möglichkeiten, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu verringern und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten?*

*Die Stadt Sundern besitzt eine hohe Pro-Kopf-Verschuldung, auf Grund der Verschuldungsspirale wird der politische Spielraum des Rats immer mehr eingeengt und Steuererhöhungen sind notwendig. Gleichzeitig belasten die hohen Schulden zukünftige Generationen. Wie stehen Sie zu diesem Problem? Wollen Sie den Schuldenberg abbauen? Wenn ja, mit welchen Maßnahmen?*

* In Sundern sollen der Flächennutzungsplan und der Landschaftsplan neu aufgestellt werden. Es besteht dabei die Möglichkeit, neue Flächen zum Schutz der Natur auszuweisen und unnötige Gewerbe- bzw. Wohnbebauungsflächen zurückzunehmen. Wollen Sie diese Möglichkeiten nutzen?*

* Nach Kyrill wird die Waldlandschaft in unserer Region immer mehr durch Weihnachtsbaum- und Schnittgrünkulturen verändert. Wir sind der Meinung, dass diese Monokulturen für das Landschaftsbild nicht sinnvoll sind und dadurch zusätzlicher Chemikalieneinsatz im Wald verursacht wird. Sehen Sie Möglichkeiten, hier einzugreifen? Wenn ja, welche?*

* Nachdem nun die alte Forderung der Grünen nach einem Jugendbeirat umgesetzt wird, muss dem Beirat auch Kompetenz gegeben werden. Wie sehen Sie die Funktion eines Jugendbeirats? Soll er auch Entscheidungskompetenz besitzen? Wenn ja, in welchen Bereichen?*

* Die Grünen halten das Gammon in Sundern nicht für ein geeignetes Jugendzentrum, da multifunktionale Räume fehlen. Wie stehen Sie dazu, dass ein Haus für die Jugend in Sundern nötig ist? Haben Sie dafür Standortvorschläge?*

* Um Jugendlichen in Sundern eine gute Zukunft zu geben, ist es von besonderer Dringlichkeit, ausreichende Lehrstellen zur Verfügung zu stellen. Sehen Sie Möglichkeiten als Bürgermeister das Lehrstellenangebot in der freien Wirtschaft zu erhöhen? Wenn ja, welche? Werden Sie als Bürgermeister dafür sorgen, dass die Stadt Sundern mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt?*

* Die Führungsetage im Rathaus besteht derzeit fast ausschließlich aus Männern. Was gedenken Sie zu tun, damit mehr Frauen in Führungspositionen im Rathaus kommen?*

*In unserer Stadt leben viele ausländische MitbürgerInnen, die der Ausländerbehörde in Meschede unterstehen. Bekannt ist, dass die Kreisausländerbehörde oftmals einen rüden Ton gegenüber unseren ausländischen Mitbürgern besitzt und in der Vergangenheit oft nächtlich Abschiebungen durchgeführt hat. Die Grünen lehnen diese Vorgehensweise ab und sind der Meinung, dass die Behörde ihren Spielraum zugunsten der bei uns lebenden ausländischen Mitbürger nicht hinreichend nutzt. Wie sehen Sie als Bürgermeister die Möglichkeit, Einfluss darauf zu nehmen um ausländischen Mitbürgern, die bei uns integriert sind, ein Bleiberecht zu geben?*

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