Grüne stimmten nicht für neuen Ehrenbürger!

By admin um 7:24 am Freitag, April 3, 2009

Sundern. (ass) Die Stadt hat seit gestern einen neuen Ehrenbürger: Ferdi Tillmann (76) aus Stockum wurde gestern Abend nach einem mehrheitlichen Ratsbeschluss dazu ernannt. Tillmann ist neben Franz Müntefering, der im Vorjahr ernannt wurde, der dritten Ehrenbürger der neuen Stadt Sundern.

Kritik kam von Klaus Korn (Grüne), der aus ökologischen Erwägungen (Bau von Autobahnen, Bobbahn Winterberg und dem Klettern im Hönnetal) gegen den Vorschlag stimmte. Die beiden anderen Vertreter der grünen Fraktion enthielten sich.

Erster Ehrenbürger war seinerzeit Franz Josef Tigges.Der Sunderner Heimatbund äußerte sich unterstützend: „Ferdinand Tillmann hat sich durch seinen beispielhaften und außergewöhnlichen Einsatz für die Menschen, für seine Heimat und für die gesamte Region verdient gemacht”, heißt es in der Stellungnahme des Heimatbundes. Bürgermeister Friedhelm Wolf erwähnte gestern noch das große Engagement auf kommunaler und bundespolitischer Ebene hinzu. Die Liste der Ehrenämter, die der Diplom-Kaufmann, derzeit inne hat, ist groß: So trat er zwar vor kurzem als Ortsvorsteher (1994 bis 2008) seines Heimatortes zurück, übernahm aber das Amt des Ortsheimatpflegers, und sprüht schon wieder vor Ideen. Außerdem ist Tillmann seit 2008 2. Vorsitzender des Kulturrings Sundern. Dort liegt auch ein Schwerpunkt seiner Arbeit: So gilt er als Initiator des „Dorfmusicals” in Stockum sowie des Kunstsommer und des Johannismarktes. Auch der Skulpturenweg, der Stockum mit Dörnholthausen verbindet, ist von ihm und Johannes Dröge umgesetzt worden. Schon seit der Gründung gehört Tillmann dem Sunderner Heimatbund an: „Zahlreiche Beiträge und Veröffentlichungen zur Geschichte der Stadt Sundern auf heimatkundlichem Gebiet wären ohne seine finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen”, betonte Vorsitzender Friedrich Schulte-Cramer. Er hebt auch die Anna und Ferdinand Tillmann-Stiftung hervor, die manches Vorhaben ermögliche, was sonst nicht finanzierbar gewesen wäre. Zusätzlich gelobt wird die Renovierung des alten Krämerschen Hofes und den Ausbau zum Kulturzentrum „Schepes Huof”. Ergänzend sind seine Vorsitze im MGV Stockum, im Verein 1000 Jahre Stockum, in der Interessengemeinschaft Hönnetal und des Forums Luft- und Raumfahrt Bonn/Berlin zu nennen. Die politische Karriere des Christdemokraten ist hinlänglich bekannt: Nach dem Gemeinderat in Stockum und dem Stadtrat Sundern, seiner Tätigkeit als Landrat des alten Kreises Arnsberg war Tillmann von 1972 bis 1994 im Bundestag. Die Aufzählung aller Aktivitäten wäre aber nicht vollständig, würde nicht Tillmanns Engagement im Dorfwettbewerb erwähnt: Sein schönster Erfolg kam 2003 mit der Goldmedaille für Stockum, Dörnholthausen und Seidfeld. In den Wettbewerbsjahren hat der neue Ehrenbürger Sunderns die Wettbewerbskriterien konsequent auf seine Heimat angewandt und umgesetzt.

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