Steinbrucherweiterung gekippt?

By admin um 9:17 am Samstag, Juli 19, 2008

Zur Steinbrucherweiterung in Westenfeld äußert sich nun die CDU (siehe Artikel aus der WR unten), nimmt es aber mit den Fakten nicht so genau:

1. Eine Unterschutzstellung ist schon längst von den Grünen beantragt. Allerdings danken wir der CDU das sie unseren Antrag unterstützt.
2. Die CDU behauptet es gäbe keinen Antrag auf Erweiterung des Steinbruchs. Diese Aussage ist nicht richtig: Der Hochsauerlandkreis antwortet auf den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen auf Unterschutzstellung des Waldes: …werde ich Ihren Antrag prüfen, auch unter Berücksichtigung des Antrags auf Erweiterung des Steinbruchbetriebs Westenfeld, der bei der Bezirksregierung vorliegt.*

Damit könnte die Stellungnahme der CDU ein reines taktisches Spielchen sein um hinterher sagen zu können *Leider hat die Bezirksregierung unserem Antrag nicht entsprochen und die Erweiterung genehmigt. *

aus Westfaelische Rundschau:

Steinbruch: CDU beantragt Schutz – „Erweiterung wird verhindert“
Sundern, 18.07.2008, 0 Kommentare, Trackback-URL
Sundern. (HK) Prompte Reaktion der Sunderner CDU: Nach dem WR-Bericht über die Sorgen der Bürgerinitiative gegen Steinbrucherweiterung teilte Stadtverbandsvorsitzender Stefan Lange gestern mit, dass seine Partei die Sicherstellung des Kalkwäldchens …

… beantragen will. Damit wäre eine Erweiterung des Steinbruchs dorthin vom Tisch. Die Bürgerinitiative fürchtet, dass eine Erweiterung des Steinbruchs Westenfeld in Richtung auf das Wasserwerk Röhre dramatische Folgen für die ganze Stadt haben könnte – dass dadurch die Trinkwasserversorgung stark beeinträchtigt werden könnte. Zudem haben die Anlieger des Gebietes Sorgen, dass Sprengungen zu Schäden an Häusern führen könnten.

„Die CDU nimmt die Sorgen und Ängste der Bürger der Stadt Sundern sehr ernst“, sagt Stefan Lange, Stadtverbandsvorsitzender der CDU. Insbesondere die Frage der Sicheren Wasserversorgung der Stadt Sundern beschäftige auch seine Partei.

„In Fragen der Trinkwassersicherheit ist die CDU nicht zu Kompromissen bereit; Wasserqualität und Sicherheit haben in allen Fragen Vorrang“, teilten Lange und CDU-Fraktions-Chef Günter Martin gestern mit.

Und das habe zur Konsequenz, dass die CDU die „einstweilige Sicherstellung“ des von einer möglichen Erweiterung betroffenen Kalkwäldchens beantrage. „Das geschieht im Vorgriff auf den 2011 neu zu beschließenden Landschaftplan des Landes Nordrhein-Westfalens, in dem das Gebiet aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen werden wird.“ Stefan Lange: „Eine Erweiterung des Steinbruchs in diesem Areal wird somit verhindert.“ In dem Antrag sollen auch die Interessen der Westenfelder Bevölkerung sowie der Arbeiter des Steinbruchs berücksichtigt werden.

Im Übrigen gebe es derzeit noch keinen konkreten Antrag auf Erweiterung – sondern nur eine Anfrage bei der Bezirksregierung.

Irritiert hatte die CDU auf die Vorwürfe reagiert, der Sunderner Ortsvorsteher Hans-Jürgen Schauerte sei einer Einladung zur Bürgerversammlung nicht gefolgt. Schauerte habe keine Einladung erhalten, betonte Stefan Lange.

„Schade ist auch, dass sich die Bürgerinitiative nicht direkt an uns gewandt hat“, meinte Lange. Er würde sich mehr den unmittelbaren Dialog miteinander wünschen.

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