Gutachten bestätigt Potential der Röhrtalbahn

By admin um 17:07 am Samstag, November 19, 2011

Ab Sonntag, 11. Dezember, verkehren wieder fahrplanmäßige Personenzüge von und nach Brilon-Stadt.

Nun haben sich auch für die zweite Bahnstrecke im Kreisgebiet, deren Reaktivierung angestrebt wird, die Chancen verbessert. Für die Röhrtalbahn zwischen Neheim-Hüsten und Sundern wurde eine Potentialuntersuchung erstellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass in den untersuchten Varianten ein positiver Nutzen-Kosten-Wert von mehr als “1,0″ erreicht würde, während sie in den derzeitigen Bedarfsplänen des Landes NRW noch mit einem Nutzen-Kosten-Wert (NKW) von –0,88 bewertet wurde. Damit wäre eine Förderung der Investitionen nicht möglich gewesen.

Untersucht wurden 2 Varianten (Flügelzug mit der Line RE 57, Pendelzug) mit jeweils 2 Untervarianten (umfangreiches Busangebot, stak reduziertes
Busangebot). Angenommen wurde eine Fahrzeit von 25 Minuten je Richtung. Im Ergebnis erweist sich die Flügelzugvariante mit einem stark reduzierten Busangebot als die Variante mit dem höchsten Nutzen-Kosten-Wert (NKW = 1,82), danach folgt die gleiche Variante (Flügelzug) mit einem umfangreichen Busangebot (NKW = 1,57). Aber auch die Pendelzugvariante schneidet relativ gut ab. Zusammen mit dem abgespeckten Busangebot ergibt sich hier ebenfalls ein ausreichend guter Nutzen-Kosten-Wert (NKW = 1,49). Sogar die Pendelzugvariante, zusammen mit einem umfangreichen Busangebot, erreicht noch einen positiven Nutzen-Kosten-Wert (NKW = 1,25). Bei der Pendelzugvariante wären allerdings die laufenden Betriebskosten nur etwa halb so hoch wie bei den Flügelzügen.

Erörtert werden diese Ergebnisse in der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 29. November. Die Verwaltung schlägt in ihrem Beschlußvorschlag u.a. vor:
Die Verwaltung wird beauftragt, die vorliegenden Ergebnisse (Infrastrukturgutachten und Potentialuntersuchung) der Reaktivierung der Röhrtalbahn in den bereits beschlossenen Nahverkehrsplan des NWL einzubringen und eine Beschlussfassung im NWL zeitnah herbeizuführen.
In Abstimmung mit dem ZRL/NWL wird sich der Hochsauerlandkreis bei der Fortschreibung der Bedarfspläne des Landes NRW dafür einsetzen, eine Korrektur durch die vorliegenden Ergebnisse (Infrastrukturgutachten und Potentialuntersuchung) bezüglich der Bewertung einer Reaktivierung der Röhrtalbahn zu erwirken.

Bereits am 09. Dezember wird sich die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Schienenpersonenverkehr Ruhr-Lippe (ZRL) ebenfalls mit diesem Thema befassen.

Quelle: www.sbl-fraktion.de

 

 

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