Hexenverfolgung: Lücke in der jüngeren Forschung?

By admin um 9:07 am Sonntag, April 10, 2011

Nachdem die Grünen den Antrag veröffentlichten das Thema Hexenverfolgung auch in Sundern aufzuarbeiten (siehe unten), erschien in der örtlichen Presse unter dem Titel *Jüngere Forschung blieb unerwähnt* nachfolgender Leserbrief von Dr. Hubert Schmidt (Historiker mit einer Doktorarbeit über die Geschichte des Kirchspiels Stockum, erster Direktor des Gymnasiums Sundern):

*Im Bericht zitiert Klaus Korn Dr. K. Tücking von 1877 “Zu Stockum wurden in früheren Zeiten auch Hexen verbrannt…* und vermisst Hinweise “in den vorhandenen Chroniken”.In seiner Darstellung vermisst man die Ergebnisse der modernen Forschung. Über “Hexenverfolgung im Herzogtum Westfalen* hat Studiendirektor Dr. Rainer Decker (Paderborn), in der Westf. Zeitschrift 1981/82 einen umfassenden Aufsatz geschrieben (S. 339- 386), 1984 veröffentlichte das Schieferbergbaumuseum in Holthausen unter der Redaktion von Landesarchivdirketor Dr. Lfred Bruns (Münster) den Band “Hexen, Gerichtsbarkeit im kurkölnischen Sauerland” mit 256 Seiten;1987 schrieb Dr. Mmagdalene Padberg (Eslohe) das Buch “Ein außergewöhnlcher hexenprozeß in Eleve contra Volmers/Hoberg mit 208 Seiten.In der Literatur sind alle relevanten Hexenprozess- Akten angegeben und ausgewertet. In einer Karte hat Dr Dcker die “Orte mit Hexenprozessen im Herzogtum estfalen” (S. 378) zeichnerisch dargestellt. Stockum ist nicht angegeben (siehe Kate). Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse der von den Grüen aus Sundern jetzt geforderte Aufarbeitung.
Dr. Hubert Schmidt Sundern*
Hier die Antwort der Grünen darauf  (die in der örtlichen Presse bisher nicht gebracht wurde):
*Dr. Hubert Schmidt vermisst im Antrag der Grünen weitergehende Hinweise auf die moderne Forschung. Die von ihm genannten Publikationen sind uns allerdings alle bekannt. Nicht bekannt ist uns trotzdem, dass sich bisher ein Heimatforscher für den Bereich des Stadtgebiets Sundern mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Hier wäre eine Gesamtschau auf das Thema für Sundern notwendig.Deswegen der Antrag der Grünen.Desweiteren finden wir interessant, wie es zu dem offensichtlichen Bruch inder geschichtlichen Beurteilung der Themas zwischen dem 19. und 20.Jahrhundert kam:Während im 19. Jahrhundert noch die Auffassung von Dr. Tücking (der Dr.Hubert Schmidt hinlänglich bekannt ist) vertreten wird, dass in Stockum (wie in Endorf und Allendorf) Hexenverbrennungen stattfanden und sogar eineÖrtlichkeit benannt wird (*auf der Höhe wo jetzt die Chausee herführt*, wasungefähr im Bereich Ende Dörenschlade bis Osterfeuerplatz sein müßte) findet sich in den Publikationen des 20. Jahrhundert keinerlei Hinweis mehr darauf, das Thema existiert plötzlich nicht mehr.Für einen Heimatforscher wäre es doch durchaus interessant herauszufinden,woran das liegt.

Matthias Schulte- Huermann

Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen

Zum Hafen 1

59846 Sundern- Stockum

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Pingback by zoom » Umleitung: Heute nur von Links nach Rechts und mittenrein. «

April 10, 2011 @ 10:05 pm

[…] und die Hexenverfolgung: Lücke in der jüngeren Forschung? … gruenesundern Tags »   Armut, CDU, CSU, Hagen, Hexenverfolgung, Lötzsch, Linkspartei, […]

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