Intensivierung der Wälder und ihre Folgen

By admin um 20:14 am Mittwoch, Januar 18, 2012

Der Ossenstein in Sundern Dörnholthausen ist ein altes Kulturdenkmal im Waldgebiet der Homert. Angeblich soll der Felsen, der in unmittelbarer Nähe zur Quelle des Stockumer Bachs/Settmecke liegt,  eine alte germanische Kultstätte sein. Im ersten vorchristlichen Jahrtausend siedelten die Bewohner des Sauerlandes auf diesen Höhen, von daher ist es schon sehr wahrscheinlich, dass der Ossenstein eine kultische Bedeutung für die Bewohner besass. Heute gibt es nur wenige Zeugnisse dieser alten Geschichte: Vor allem Gräber und alte Hohlwege  in den Wäldern zeugen von dieser Besiedlung die noch wenig erforscht ist.

Der *Fortschritt* hat auch in diesen entlegenen Waldgebieten Einzug gehalten. Er wird es  zukünftigen Generationen, unmöglich machen die  wenigen Zeugnisse der Besiedlung zu erforschen: Während über Jahrhundete Waldwirtschaft nur mit einfachem Gerät und ohne Chemikalieneinsatz ausgeübt wurde werden seit wenigen Jahren,   unterstützt durch die Forstbehörden,  die kargen Böden mit schwerem Gerät bis auf den Fels großflächig  gefräst und gehäckselt um die Waldflächen in intensiv genutzte Schnittgrünkulturen mit exotischen Gehölzen umzuwandeln. Die Wege werden verbreitert und zur *Waldautobahnen* ausgebaut. Dadurch werden  Spuren von eventuellen Gräberfeldern oder andere Zeichen einer bronze – oder eisenzeitlichen Besiedlung  vollkommen zerstört.

 

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