Ist die Ferienhausanlage Amecke eine Mogelpackung?

By admin um 23:20 am Mittwoch, April 8, 2009

Die Vorstellung des Investors für die Ferienhausanlage Amecke in der vergangenen Ratssitzung hatte nach Ansicht der Grünen wenig Substanz. Für selbstverständlich hätten es die Grünen gehalten, wenn der Investor touristische Projekte, die bereits von ihm abgeschlossen wurden, in der Sitzung als Referenzen vorgelegt hätte. Doch erst auf Nachfrage des Grünen Ratsmitglieds Matthias Schulte- Huermann sagte der Investor zu eine entsprechende Liste dem Protokoll beizufügen. Die Angaben in der Sitzung dazu waren mehr als dürftig. Vollkommen unbefriedigend waren auch die Aussagen zum Freibad: Während dem Investor ein fertiger Bebauungsplan an die Hand gegeben wird, konnte er sich zu keiner Aussage durchringen ob ein möglicher Betreiber des Ferienparks das Freibad nutzen will .Für die Grünen war die Frage der Verwendung des Freibads und der Erhalt der Einrichtung für die Öffentlichkeit immer eines der Hauptargumente für eine Ferienhausanlage an der Sorpe.
Genauso schwammig und unkonkret sind für die Grünen die Aussagen zu weiteren Nutzung des Tennisplatzes.
Was allerdings am meisten überraschte in der Sitzung war die Aussage, das bisher noch kein konkreter Betreiber für eine Ferienhausanlage genannt werden konnte.
Entweder der Investor wollte ihn nicht nennen, oder aber er hat wirklich noch keinen Betreiber.
Für die Grünen ist das allerdings eine Grundvoraussetzung bevor weitere Verträge geschlossen werden und um entscheiden zu können ob die Anlage dort einen Sinn macht. Eine Ferienhausanlage die genehmigt wird und später in eine ganz normale Wohnanlage umgewandelt wird weil ein Betreiberkonzept fehlt ist eine planerische Katastrophe für die Sorpe. Dies würde bedeuten das es den Verantwortlichen in der Stadt nicht darum ging eine nachhaltige touristische Konzeption zu entwickeln sondern dem CDU Ortsfürsten von Wrede in Parteipatronageart 20 ha Waldfläche in Bauland umzuwandeln. Der vorhandene Bebauungsplan jedenfalls verhindert eine solche Entwicklung nicht. Dafür spricht auch, das entsprechende Einwendungen grüner Ratsmitglieder zum Bebauungsplan schlicht und ergreifend ignoriert wurden.
Im nichtöffentlichen Teil der gleichen Ratssitzung wurde dann noch Hals über Kopf ein sog. Optionsvertrag (ohne das er überhaupt vorlag) gegen die Stimmen der Grünen beschlossen.
Im öffentlichen Teil der Ratssitzung hieß es noch dazu: * Zu den Inhalten der zu schließenden Vorvereinbarung und dem später zu schließenden Optionsvertrag wird im nichtöffentlichen Teil berichtet.*
Nach der Sitzung bleibt für die Grünen der Eindruck, das es sich bei der *Ferienhausanlage* Amecke um eine unseriöse Mogelpackung handelt.

Filed under: Uncategorized kommentieren »

Keine Kommentare »

Keine Kommentare.

RSS feed der Kommentare dieses Beitrags. TrackBack URI

kommentieren