Kreisverwaltung will Jagdsteuer senken

Es soll ja Jagdverpächter und Jagdpächter geben, die einen viel zu geringen Pachtpreis vereinbaren. Denn dann kann der Pächter immerhin 20% Jagdsteuer sparen, für deren Berechnung die Jagdpacht als Bemessungsgrundlage dient. Zum Ausgleich könnte der Jagdpächter ja irgendwelche Einrichtungen oder Gegenstände teurer als üblich anmieten …

Diesem Verhalten hatte der Kreistag im Februar 2005 einen Riegel vorgeschoben. Er beschloß – noch unter Landrat Leikop – eine Änderung der Jagdsteuersatzung, so daß bei offensichtlich zu geringen Jagdpachten je Hektar der Jagdwert aller gleichgearteten Jagdbezirke im Kreisgebiet zugrunde gelegt werden konnte. Dieses Verfahren wird bereits seit langer Zeit für (nicht verpachtete) Eigenjagden angewandt.

Nach weniger als drei Jahren soll die Jagdsteuer-Korrektur für die „Discount-Pachten“ bereits wieder abgeschafft werden. So steht es jedenfalls in einer Vorlage der Verwaltung für die Kreistagssitzung am 14.12.2007, wegen angeblicher rechtlicher Unsicherheiten. Die SBL wird kritisch nachfragen!

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