Leserbrief zur *Regionale- Baustelle* am Vorbecken der Sorpetalsperre

By admin um 18:53 am Dienstag, Oktober 29, 2013

(Dem ausführlichen Leserbrief von Herrn Säuberlich ist fast nichts mehr hinzuzufügen.) Bereits vor einem Jahr habe ich in einem Leserbrief meine Bedenken geäußert, dass, wenn die Regionale-Pläne so umgesetzt werden, es gravierende Folgen für Fauna und Flora am Vorbecken hat. Die kommunalpolitische Mehrheit wollte den „touristischen Mehrwert“ steigern. Aber: Einen Radweg und einen sanierten Fußweg hätte es auch ohne diese gravierenden Eingriffe gegeben. Und viel billiger!! (Kritiker vermuten schon jetzt, dass die für Amecke veranschlagten 1,2 Millionen an die 2 Millionen-Grenze heranreichen werden).

Es hätte weder die Seestraße verlegt werden müssen (welch ein Schwachsinn!), noch hätte das ortsbildprägende historische Bruchsteinhaus abgerissen werden müssen (dessen Natursteine jetzt im Park liegen und irgendwann einmal zum Kräutergarten werden sollen, falls dann noch Steine da sind, denn der „Steinberg“ wird wöchentlich deutlich kleiner …).

Wessen Interessen werden da durchgesetzt? Warum gibt es so wenig kritische Stimmen aus dem Stadtgebiet – wie die von Herrn Säuberlich?

Ich betone erneut: Ich habe nichts gegen eine Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Aber warum wurde nicht der maßvolle Weg gewählt? Warum hat man nicht auf dem aufgebaut, was vorhanden war? Warum muss die Gastronomie in den See ´reinragen? Warum muss den Seglern Wasserfläche genommen werden? Warum gibt es einen so massiven Eingriff in die Natur? Warum soll es eine beleuchtete, Energie und Euros verbrauchende Fontäne geben? (Soll damit vom Verkehrslärm abgelenkt werden?)

Was sollen Superlative wie „einzigartige Freizeitstruktur“ (Meinolf Kühn)? Was haben die tierischen Bewohner des Vorbeckens davon, dass es „für jeden Baum oder Busch, der entfernt wird“, … Ökopunkte“ gibt? (Umweltschutzbeauftragter Leser) Und weiter: „Alles, was nicht durch Neupflanzungen ausgeglichen wird, soll in eine ökologische Aufwertung des Zusammenflusses der Sorpe und der Röhr in Hachen fließen.“ Dann stelle man nur schnell Schilder auf für die betroffenen Tiere!!
Nachhaltiger Tourismus, das wäre ein zukunftsweisendes Zeichen gewesen!

Welches Konzept hat die Stadt Sundern eigentlich? Ein Skandal reiht sich an den anderen (insolventer Golfplatz, bedrohtes „Gastwelten-Projekt“ …) Auch im Gastwelten-Marketing wurde mit Superlativen nicht gespart: „Das Innovationszentrum GastWelten verknüpft in einer europaweit einzigartigen Konzeption alle wesentlichen Segmente der Tourismusbranche. Der ganzheitliche Beratungsansatz für die Hotellerie und Gastronomie steht ebenso im Fokus, wie die ReiseWelten, die die relevanten Themen der Zukunft und des Gastes erlebbar mit innovativen Produkten präsentieren und Lust auf kreative Ideen machen.“ (Quelle: Stadtmarketing Sundern).

Es hätte eine Verschönerung der Seestraße mit dem so wichtigen Radweg auch ohne diese gravierenden Eingriffe gegeben. Warum hat von Seiten der Kommunlapolitik außer den Grünen niemand diese Variante favorisiert?? Und warum lehnt sich fast niemand gegen diesen Wahnsinn und den Wahnsinn des noch anstehenden Ferienparkprojekts auf?

Ich bin fast sprachlos.

Marion Neiteler
Amecke

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