Mesolithische Fundstelle in Sundern?!

By admin um 21:48 am Donnerstag, März 15, 2012

Auf Einladung der grünen Ratsmitglieder Klaus Korn, Matthias Schulte- Huermann und des örtlichen Bergbaufachmanns Hans Kleiner kamen 2 Archaeologen des westfaelischen Landesamts für Bodendenkmalpflege zu einer interessanten Besichtigung verschiedener Fundstelle im Bereich der Homert. Begonnen wurde mit der Besichtigung oben auf dem Blackshahn zwischen Dörnholthausen und Hagen. Dort befinden sich alte vermutlich frühmittelalterliche Ackerterrassen. In den Zeiten in denen die Tallagen noch nicht bearbeitbar waren wurden diese Höhenlagen ackerbaulich genutzt und in diesen Bereichen wurden während der Bronzezeit auch die Toten in Steinhaufen bestattet. Vermutlich gab es auch Siedlungsbereiche dort, die aber bisher noch nicht gefunden wurden. Zudem lagen in unmittelbarere Nähe auch Kupfer- und Eisenerzvorkommen und das Holz wurde zu Holzkohle weiterverarbeitet.
Vom Blackshahn ging es weiter über den Ossenstein zur Quelle des Stockumer Bachs bzw. der Settmecke. Vermutlich wurde von hier das nötige Wasser für die Bewirtschaftung bezogen. Im unmittelbaren Bereich der Bachquelle finden sch zudem interessante Köhlerstellen. Zum direkt angrenzenden Ossensten äußerten sich die Archaeologen auch: Die hiesige Vorstellung, dass er eine alte germanische oder keltische Kultstätte sei halten sie für falsch. Nach ihren Vorstellungen dürfte es sich beim Ossenstein eher um eine Fundstelle aus dem Mesolitihikum (Mittelsteinzeit) handeln. In den Wanderungsbewegungen nach der Eiszeit wurden solche Stellen oftmal als Rastplätze genutzt.
Einig war mann sich bei der Begehung, dass durch die Intensivbewirtschaftung der Wälder und insbesondere das intensive Fräsen der Flächen viel an Strukturen und möglichen Fundstellen zerstört wir.

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