Michael Stechele: Rote Antworten auf grüne Fragen

By admin um 21:56 am Montag, August 24, 2009

*In Amecke befindet sich das Tierheim, das dringend eine neue
> Unterkunft benötigt. Ein vernünftig eingerichtetes Tierheim ist im
> öffentlichen Interesse. Was gedenken Sie zu unternehmen, damit das
> Tierheim einen vernünftigen und gesicherten Standort bekommt?*

Die Stadt Sundern ist verpflichtet Fundtiere aufzunehmen und dafür brauchen wir das Tierheim. Wir haben Gespräche über Erika Badura mit Frau Walcak geführt und unterstützen den Verein bei der Suche nach einem neuen Standort.

>
> *Nachdem in Westenfeld, auch durch Unterstützung der grünen
> Ratsfraktion, Fußgänger-Überwege errichtet wurden, fehlen
> entsprechende Querungshilfen noch in anderen Ortsteilen. Zu nennen ist
> hier insbesondere Seidfeld. Wie stehen Sie dazu und was beabsichtigen
> Sie dort zu unternehmen?*

Die SPD Fraktion hat sich im dafür zuständigen Hauptausschuss immer wieder für Maßnahmen eingesetzt, die den Interessen der FußgängerInnen und RadfahrerInnen gegenüber denen der Autofahrer Priorität einräumen. Insofern unterstütze ich alle diese Initiativen aus der Bevölkerung. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass Ordnungsamt, Polizei und Straßen.NRW in diesen Fragen sehr restriktiv urteilen und im Zweifelsfall dem Automobilverkehr Priorität einräumen – immer unter Berufung auf die StVO. Leider hat sich die Ratsmehrheit diesen Wertungen bisher weitestgehend angeschlossen. Ich habe mir die Situation an verschiedenen Stellen angesehen. Neben Seidfeld sehe ich insbesondere Handlungsbedarf in der Settmecke.

> *Nachdem der Radweg um die Sorpe fertig gestellt wurde, muss es
> Priorität haben, die Rad-Verbindungen zwischen den Dörfern zu
> verbessern. Hierzu gehören die Verbindungen Sundern – Seidfeld,
> Sundern- Endorf, Sundern- Westenfeld und eine Trasse durchs Röhrtal.
> Welche Möglichkeiten sehen Sie
> hier?*
>

siehe Antwort zu Frage 2. Zusätzlich ist darauf hinzuweisen, dass die aktuellen Aktivitäten der Verwaltung in Richtung Vernetzung der Radwege auf die Initiative der SPD im Planungsausschuss zurückgehen. Radwegeplanung ist immer einer der Schwerpunkte der kommunalpolitischen Forderungen der SPD gewesen. Auch befürworten wir weitestgehend die Trasse des VCD durch das Röhrtal.

> *Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung führt dazu, dass teilweise
> schon schlechte Infrastruktur in den Ortsteilen noch schlechter wird.
> Dabei ist es von Bedeutung, dass für eine alternde Bevölkerung
> grundlegende Infrastruktureinrichtungen in den Dörfern erhalten
> bleiben. Die Post hat sich mittlerweile aus fast allen Dörfern
> verabschiedet, Läden und sonstige Einrichtungen der Grundversorgung
> sind gefährdet. Wie wollen Sie dieser Entwicklung entgegenwirken?*

Im Grunde befinden wir uns in einer Art Abwärtsspirale. Es ist der Mehrheitsfraktion nicht gelungen rechtzeitig die richtigen Impulse zu setzen. Junge Menschen ziehen weg oder nicht hierhin, weil es ihnen an attraktiven Arbeitsplätzen und interessanten Kultur- und Freizeiteinrichtungen fehlt. Mit dem Wegzug brechen die Märkte weg. Die Region verliert an weiteren Angeboten und damit weiter an Attraktivität. Diese Spirale ist nur aufzuhalten, indem Arbeitsplätze geschaffen werden, die für junge und qualifizierte Kräfte interessant sind. Die Entwicklung lässt sich nur aufhalten, indem die Infrastruktur innerhalb der Regionen Sunderns nicht nur an einem Ort vorgehalten werden. Junge Familien die nach Sundern ziehen wollen oder hier bleiben wollen, müssen sich auch entwickeln können.

>
> * Die Grünen vertreten die Meinung, dass die Beiträge für Kindergärten
> abgeschafft werden sollten. Wie stehen sie dazu?

Gute Arbeitsplätze brauchen gute Bildung. Die fängt in den Kindertagesstätten an. Gute Bildung muss für alle möglich sein, unabhängig vom Einkommen. Also müssen die Kindergartenbeiträge für die Zukunft stabil bleiben und mindestens das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei sein.

>
> *Auf Grund der rückläufigen Bevölkerungszahlen wird es erhebliche
> Veränderungen im Grundschulbereich geben: Schon jetzt wurden
> Grundschulen geschlossen. Zukünftig werden Schließungen bzw.
> Zusammenlegungen im Bereich Endorf, Stockum und Langscheid geplant.
> Wie wollen Sie mit den genannten Schulstandorten umgehen? Sollen die
> Standorte erhalten bleiben und wenn ja mit welchen Maßnahmen?*

Die Frage der Schulstandorte ist nicht primär eine Entscheidung der Stadt Sundern, sondern auch Sundern muss ich nach den Vorgaben der Landesregierung richten. Deshalb ist der Einfluss, den die Stadt nehmen kann, begrenzt.
Zusammenlegungen wie im Alten Testament werden sich nach diesen Vorgaben nicht verhindern lassen. Sie müssen aber verträglich sein und die einzelnen Standorte müssen möglichst erhalten bleiben, ähnlich wie in Westenfeld und Hellefeld, damit eine wohnortnahe Versorgung gesichert bleibt.

Die GS Langscheid gilt als langfristig gesichert; es geht zunächst um die Frage der GS Endorf und Stockum. Hier sollte –ähnlich wie im AT- eine Verbundschule angestrebt werden, die mittel- und langfristig beide Standorte erhält. An welcher Stelle der „Schulschwerpunkt“ dann sein wird, ist eine Entscheidung, die im Gesamtzusammenhang des noch auszugestaltenden Regionalisierungskonzeptes entschieden werden muss.

>
> * Rückläufige Schülerzahlen betreffen auch das Schulzentrum. Die
> beiden Hauptschulen wurden schon jetzt zusammengelegt. Die Grünen sind
> der Meinung, dass die frühzeitige Selektion nach dem 4. Schuljahr
> unsinnig ist und eine bessere Durchlässigkeit zwischen den Schultypen
> gewährleistet werden muss. Dabei bietet sich das Schulzentrum auf
> Grund der räumlichen Nähe dafür an. Welche Möglichkeiten sehen Sie um
> die Zusammenarbeit unter den Schultypen zu verbessern?*

Bisher werden noch viel zu Viele als „Versager“ abgestempelt und abgehängt. Die Zahl derjenigen, die in unserem Schulsystem „nach unten“ durchgereicht werden, ist zwanzigmal so hoch wie die Zahl derjenigen, die „von unten“ aufsteigen können. Um dieses abzumildern, brauchen wir länger gemeinsamen Unterricht und in den weiterführenden Schulen vermehrt Ganztagsangebote. Diese bieten die Chance, Defizite gezielt aufzufangen und aufzuarbeiten. Schule wird so zum integralen Bestandteil des Wirtschafts-, Sport- und Kulturlebens in Sundern werden.

> * Welche Bedeutung messen Sie dem Öffentlichen Nahverkehr in Sundern zu?
> Wie wollen Sie die Anbindung der Dörfer an das Bussystem verbessern?
> Welche Möglichkeiten sehen Sie für ein Anruf- Sammeltaxisystem in
> Sundern?*

Mit dieser Forderung rennt man bei mir offen Türen ein. Die SPD plädiert schon seit Jahrzehnten dafür, ein flexibles System des ÖPNV zu entwickeln, das auf mehreren Beinen steht (AST, Linienbusse, Bürgerbus, Einrichtung einer Mobilitätszentrale usw.). Erinnert sei an den Fahrradbus zum Sorpesee, der auf Initiative der SPD hin entwickelt wurde. Die Einrichtung eines AST muss mit den Taxiunternehmen intensiv gesprochen werden; die ehemals negative Haltung der Taxiunternehmen zu diesem Teil des ÖPNV sollte nicht als letztes Wort genommen werden.

> * Wie stehen Sie zu den Forderungen nach Ortsumgehungen um Hachen und
> Stemel?*

Für die Ortsumgehung um Hachen gibt es keine technisch realisierbaren Möglichkeiten, damit ist eine Ortsumgehung Stemel ökonomisch nicht sinnvoll.

>
> *Der Wirtschaftsstandort Sundern hat leider schon lange keinen
> Bahnanschluss mehr. Eine Wiederaufnahme des Bahnbetriebs auf der
> Röhrtalbahn wäre sowohl für den Tourismus als auch für das
> produzierende Gewerbe langfristig von großer Bedeutung. Wollen Sie
> sich dafür einsetzen, dass sowohl der Güterverkehr als auch
> Personennahverkehr auf die Röhrtalbahn kommt? Wie wollen Sie dieses
> Anliegen finanzieren?*

Für die Reaktivierung der Röhrtalbahn setzt sich die SPD schon seit vielen Jahren ein. Die Wichtigkeit der Strecke hat die Schadensbeseitigung nach Kyrill eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es wäre ein großer Fehler, würde man der Forderung der CDU nachgeben die Strecke endgültig still zu legen.
Die von der SPD geforderte Wiederaufnahme des Personenverkehrs gewinnt an Realisierungswahrscheinlichkeit. Gerade die touristische Entwicklung rund um den Sorpesee (Seepromenade, Radweg, geplantes Feriendorf) bietet für die RTB riesige Chance, die genutzt werden müssen.

> *In der Tourismusentwicklung wurden bisher erhebliche Gelder in den
> Sorpebereich gesteckt. Alleine in Langscheid wurden mit dem Kurpark,
> der Seepromenade und der Saunaanlage im Haus des Gastes
> Millionensummen investiert. Durch die geplante Ferienhausanlage in
> Amecke werden weitere Investitionen der Stadt notwendig sein. Wie
> sehen Sie die touristische Entwicklung in den anderen Regionen der
> Stadt: Das Alte Testament und Stockum beispielsweise sind alte
> Urlaubsgebiete. Was gedenken Sie zukünftig zu unternehmen, um die
> touristische Entwicklung dort zu fördern?*

Mit der einseitigen Entwicklung von Leuchtturmprojekten muss Schluss sein. Ich werde ein größeres Gewicht darauf legen, dass alle Ortsteile ihre Chancen erhalten. In den Gesprächen mit Gastronomen und Ortsvorstehern habe ich festgestellt, dass in den Ortsteilen viele gute Ideen da sind, die es zu entwickeln gilt. Natürlich ist das für die Zukunft ungleich schwieriger, da die Stadt Sundern sich durch die einseitigen Investitionen im erheblichen Maße gebunden hat. Wir müssen nachholen, was in der Vergangenheit versäumt worden ist, die Entwicklung einer Strategie für die kommenden 20 Jahre. Jeder muss wissen, wann und wo und was gemacht werden soll.

>
> *Die Bevölkerung in Sundern wird seit Jahren durch hohe Gebühren belastet:
> Die Kanalgebühren beispielsweise liegen in Sundern über dem
> Landsdurchschnitt. Dies bedeutet vor allem für Familien mit Kindern
> eine erhebliche Belastung. Wie sehen Sie die Entwicklung in den
> kommenden Jahren? Was gedenken Sie zu unternehmen, um den
> Gebührenanstieg zu
> senken?*

Ich habe in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2009 gefordert, dass die Eigenkapitalverzinsung (ein Kredit der Stadt Sundern an die eigenen Stadtwerke) um 2% Punkte gesenkt werden soll. Dies wurde vom CDU- Fraktionsvorsitzenden Martin als „nicht seriös“ zurückgewiesen. Mit der Umsetzung meines Vorschlages wären die Abwassergebühren um ca. 20 Cent gesenkt worden.

>
> *Vor den Wahlen hat die Ratsmehrheit in Stockum, Allendorf und
> Westenfeld Kunstrasenplätze bezuschusst. Bekanntlich müssen die
> Plätze nach max. 15- 20 Jahren wieder unter erheblichem Kostenaufwand
> saniert werden. Auf die Vereine kommt damit in der Zukunft eine
> erhebliche Belastung zu, zumal die Mitgliederzahlen in den
> Sportvereinen rückläufig sind. Wie sehen Sie die Möglichkeiten der
> Vereine, diese erhebliche Kostenlast zukünftig zu schultern? Wird die
> Stadt auch zukünftig für die Folgekosten aufkommen?*

Auf dieses Problem haben wir in unseren Stellungnahmen im Rahmen der Kunstrasenplatzdebatten immer wieder hingewiesen. Die Vereine haben entsprechende Finanzierungspläne aufgestellt, die nach ihren Berechnungen es ihnen ermöglichen, die laufende Unterhaltung der Plätze zu sichern.

>
> *Alle Parteien fordern mittlerweile die Förderung der regenerativen
> Energien. In Sundern hat sich bisher aber wenig getan: Windkraft könnte
> besser genutzt werden. Bisher wurde aber in Sundern keine
> Vorrangfläche ausgewiesen. Wo sehen Sie Möglichkeiten, um auch in
> Sundern Windenergie zu
> nutzen?*

Vor einigen Jahren wurde schon eine Untersuchung über Vorrangflächen für Windkraftanlagen erstellt, sie ist heute noch gültig. Vorgeschlagen wurden Flächen in Hövel, zwischen Stockum und Dörnholthausen und in Hagen, außerdem auf der Hellefelder Höhe. Man hat damals keine Vorrangflächen ausgewiesen. Die SPD wird dieses Thema noch einmal aufgreifen. Wichtig ist, dass diese Entscheidungen politisch nachhaltig vorbereitet und von der politischen Mehrheit unterstützt werden, denn gegen den Widerstand der Bevölkerung eine solche Liste durchsetzen zu wollen wäre für das gemeinsame Ziel eher kontraproduktiv.

>
> * Die Stadt Sundern ist ein großer Waldbesitzer, da sie aber
> gleichzeitig hoch verschuldet ist, gab es bereits in der Vergangenheit
> Diskussionen über einen Verkauf von Waldflächen. Wie stehen Sie dazu?*

Der Verkauf von Tafelsilber hilft nicht, wenn anschließend die gleichen Fehler wieder gemacht werden. Die CDU hat in 60 Jahren die Stadt finanziell ruiniert. 85,5 Mio € Schulden, d.h. jeder Einwohner Sunderns trägt fast 3000,- € städtische Schulden. Ist der Wald weg, fehlt eine weitere Einnahmequelle. Es fehlt vor allem an ökologischer Gestaltungsmöglichkeit.

>
> * Die Verwendung von Biomasse in Form von Holzhackschnitzeln ist eine
> hervorragende Möglichkeit, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu
> verringern. Die Grünen hatten eine solche Verwendung in der
> Vergangenheit im Schulzentrum gefordert, dies wurde aber leider von
> der Ratsmehrheit abgelehnt. Wie stehen Sie dazu und wo sehen Sie
> Möglichkeiten, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu verringern und
> einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten?*

Im Rahmen der Umsetzung des Konjunkturpaketes II hat sich die SPD dafür eingesetzt, dass die Mittel konsequent zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude eingesetzt werden. Dieser Weg muss konsequent fortgesetzt werden. Dazu gehört es auch, dass wir die Möglichkeiten nutzen sollten, die die Abhängigkeit von nicht regenerativen Energien reduzieren.

>
> *Die Stadt Sundern besitzt eine hohe Pro-Kopf-Verschuldung, auf Grund
> der Verschuldungs-spirale wird der politische Spielraum des Rats immer
> mehr eingeengt und Steuererhöhungen sind notwendig. Gleichzeitig
> belasten die hohen Schulden zukünftige Generationen. Wie stehen Sie zu diesem Problem?
> Wollen Sie den Schuldenberg abbauen? Wenn ja, mit welchen Maßnahmen?*

Die CDU hat in 60 Jahren die Stadt finanziell ruiniert. 85,5 Mio € Schulden, d.h. jeder Einwohner Sunderns trägt fast 3000,- € städtische Schulden. Im nächsten Jahr kommen wir in die Haushaltssicherung, dass ist so eine Art Insolvenzverfahren. Da wird zunächst der Insolvenzverwalter mitmischen. Aus dieser Misere kommen wir nur, wenn wir für die Stadt anpacken. Wir brauchen neue Arbeitsplätze, neue Investitionen um die Steuerkraft zu erhöhen. Alle Ausgaben müssen priorisiert werden. Wir brauchen einen Konsens über alle Gruppen hinweg. Das erreichen wir nur, wenn darum im Rat und in der Bevölkerung gerungen wird. Das erreichen wir nur, wenn es keine absolute Mehrheit einer Partei im Rat gibt. Das erreichen wir nur, wenn an der Spitze dieser Stadt nicht nur der CDU Kopf ausgetauscht wird, sondern ein neuer Politikstil Einzug hält und die Gefälligkeitspolitik ein Ende hat.

>
> * In Sundern sollen der Flächennutzungsplan und der Landschaftsplan
> neu aufgestellt werden. Es besteht dabei die Möglichkeit, neue Flächen
> zum Schutz der Natur auszuweisen und unnötige Gewerbe- bzw.
> Wohnbebauungsflächen zurückzunehmen. Wollen Sie diese Möglichkeiten
> nutzen?*
>

Wir werden auch in Zukunft Gewerbe- und Wohnbebauungsflächen brauchen. Im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes werden wir natürlich deutlich kritischer den Bedarf bewerten. Allerdings darf der Plan nicht nur unter der ökologischen Brille betrachtet werden, sondern er muss auch zukünftige Bedarfe für Industrieansiedlungen ermöglichen. Nur so entstehen neue Arbeitsplätze und besteht ein Anreiz für junge Familien hier hin zu ziehen oder zu verbleiben. Ich hatte oben auf die Notwendigkeit hingewiesen dem demografischen Wandel offensiv zu begegnen.

> * Nach Kyrill wird die Waldlandschaft in unserer Region immer mehr
> durch
> Weihnachts-baum- und Schnittgrünkulturen verändert. Wir sind der
> Meinung, dass diese Monokulturen für das Landschaftsbild nicht
> sinnvoll sind und dadurch zusätzlicher Chemikalieneinsatz im Wald
> verursacht wird. Sehen Sie Möglichkeiten, hier einzugreifen? Wenn ja,
> welche?*

Was den privaten Wald angeht, kann die Stadt natürlich nur im Rahmen ihrer eigenen rechtsaufsichtlichen Kompetenzen eingreifen. Modelle können nur für den eigenen Forst entwickelt werden. Ich sehe hier Handlungsbedarf. Ich halte es für erforderlich mit allen Beteiligten in den Dialog zu treten um für Sundern, vielleicht auch im Rahmen der Regionale 2013 Modellprojekte zu entwickeln. Ich glaube es reicht nicht hier nur dagegen zu sein, sondern es geht darum neue Wege zu entwickeln um die ökonomischen Interessen der Waldbesitzer mit den ökologischen Interessen der Bevölkerung in Einklang zu bringen. Ich habe da noch kein Konzept.

>
> * Nachdem nun die alte Forderung der Grünen nach einem Jugendbeirat
> umgesetzt wird, muss dem Beirat auch Kompetenz gegeben werden. Wie
> sehen Sie die Funktion eines Jugendbeirats? Soll er auch
> Entscheidungskompetenz besitzen? Wenn ja, in welchen Bereichen?*

Jugend braucht Raum und Stimme. Die SPD hat sich seit vielen Jahren dafür eingesetzt. Ich fordere ein echtes Jugendparlament, mit echten Rechten. Der Dialog dazu muss zwischen Jugend und Rat geführt werden. Bürgermeister Wolf diese Diskussion vermieden. Ich werde da nachbessern.

>
> * Die Grünen halten das Gammon in Sundern nicht für ein geeignetes
> Jugendzentrum, da multifunktionale Räume fehlen. Wie stehen Sie dazu,
> dass ein Haus für die Jugend in Sundern nötig ist? Haben Sie dafür
> Standortvorschläge?*

Jugend braucht Raum und Stimme. Die SPD hat sich seit vielen Jahren dafür eingesetzt. Die Einrichtung des ersten Jugendzentrums in Sundern geht auf Initiativen der SPD zurück. Die CDU hat ohne Not den alten Standort platt gemacht. Das Gammon ist zu klein für eine umfassende Jugendarbeit. Die Idee weitere Teile des Bahnhofsgebäudes mit einzubeziehen halte ich für gut.

>
> * Um Jugendlichen in Sundern eine gute Zukunft zu geben, ist es von
> besonderer Dringlichkeit, ausreichende Lehrstellen zur Verfügung zu
> stellen. Sehen Sie Möglichkeiten als Bürgermeister das
> Lehrstellenangebot in der freien Wirtschaft zu erhöhen? Wenn ja,
> welche? Werden Sie als Bürgermeister dafür sorgen, dass die Stadt
> Sundern mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt?*

Wir müssen es schaffen in Sundern mehr gute Arbeits- und Ausbildungsplätze bereitzustellen. Der Bürgermeister muss sich persönlich um die Anwerbung von Investoren kümmern. Unternehmen die expandieren wollen, müssen von der Wirtschaftsförderung unterstützt werden. Wir brauchen mehr Gewerbeflächen und eine bessere Verkehrsanbindung. Hier hat Sundern viele Chancen verpasst. Sunderns Zukunft kann nur im Erhalt und im Ausbau des produzierenden Gewerbes liegen. Und natürlich muss auch die Stadt Sundern sich an der Ausbildung beteiligen. Ich kann mir dabei auch vorstellen, dass wir neue Wege gehen, z.B. uns an Verbundausbildungen beteiligen.

>
> * Die Führungsetage im Rathaus besteht derzeit fast ausschließlich aus
> Männern. Was gedenken Sie zu tun, damit mehr Frauen in
> Führungspositionen im Rathaus kommen?*
>

Nun kenne ich die Personalpolitik der Stadt Sundern nicht im Detail. Einen großen Schwachpunkt in der Frauenförderung sehe ich, dass die Gleichstellungsbeauftragte sich ihrer Aufgabe nicht hinreichend widmen kann, da sie laufend neue Aufgaben übertragen bekommt. Ich würde es als meine Aufgabe ansehen, bei der Personalauswahl und Personalentwicklung Frauen konsequent zu fördern. Dazu gehört auch, alle Möglichkeiten zu nutzen Familie und Beruf zu verbinden. Teilzeitarbeit und Telearbeit während der Familienphase haben sich in anderen Unternehmen erfolgreich eingeführt. Mentoringmodelle für Frauen auf den Weg an die Spitze sind ebenfalls erfolgreich.

> *In unserer Stadt leben viele ausländische MitbürgerInnen, die der
> Ausländerbehörde in Meschede unterstehen. Bekannt ist, dass die
> Kreisausländerbehörde oftmals einen rüden Ton gegenüber unseren
> ausländischen Mitbürgern besitzt und in der Vergangenheit oft
> nächtlich Abschiebungen durchgeführt hat. Die Grünen lehnen diese
> Vorgehensweise ab und sind der Meinung, dass die Behörde ihren
> Spielraum zugunsten der bei uns lebenden ausländischen Mitbürger nicht
> hinreichend nutzt. Wie sehen Sie als Bürgermeister die Möglichkeit,
> Einfluss darauf zunehmen um ausländischen Mitbürgern, die bei uns
> integriert sind, ein Bleiberecht zu geben?*

Durch das restriktive Vorgehen des HSK droht vielen Familien mit traumatischen Erlebnissen aus früheren Krisengebieten die baldige Abschiebung. Dies gilt insbesondere für oft sehr gut integrierte Familien aus dem ehemaligen Jugoslawien, deren Kinder hier geboren wurden oder die bereits kurz nach ihrer Geburt nach Deutschland kamen und die seit Jahren hier auch zur Schule gehen. Vielen Familien mit Flüchtlingshintergrund fällt es gerade angesichts der Wirtschaftskrise schwer, ihren Lebensunterhalt unabhängig von Transferleistungen zu bestreiten. Ich werde mich für einen Fortbestand der Bleiberechtsregelung einsetzen.

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