MVA mit minderwertiger Technik stößt in Paderborn auf breite Ablehnung

By admin um 1:20 am Freitag, Februar 16, 2007

In Paderborn haben sich am Dienstag der Planungsausschuß und am Mittwoch der Rat mit der von der Fa. Stratmann (Bestwig) in Mönkeloh (zwischen Paderborn und Borchen) geplanten Müllverbrennungsanlage befaßt – wobei es sich laut Antragsteller um ein „Heizkraftwerk“ handeln soll. Das Ergebnis war vernichtend für die Antragsteller: In beiden Gremien wurde einstimmig eine ablehnende Stellungnahme der Stadt Paderborn beschlossen! Also einschließlich CDU und FDP, und das in Paderborn …

Die Stadtverwaltung hatte gut vorgearbeitet und einen Gutachter beauftragt. Dessen Ausführungen war zu entnehmen, daß der Genehmigungsantrag ca. 60 Mängel enthält. Die Filtertechnik sei veraltet und unzureichend. Es würde viel zu hohe Schadstoffemissionen geben. Der vorgesehenen Brennstoff-Mix sei kritisch zu sehen. Der Bedarf für eine solche Anlage sei in Paderborn nicht vorhanden. U.s.w.

Damit reiht sich die Stellungnahme der Stadt ein in eine breite Ablehnungsfront. Zu ihr gehören Nachbargemeinden, Uni-Senat, Landrat, Ärzteverein u.v.m. Das allein garantiert aber noch keine ablehnende Entscheidung, denn durchgeführt wird das Verfahren von der Bezirksregierung in Detmold. Selten aber dürfte eine Firma aus dem HSK mit einer Anlagenplanung auf solch massive Ablehnung gestoßen sein. Die Fa. Stratmann sollte nun selbst die richtige Konsequenz ziehen und ihren Antrag umgehend zurücknehmen!

Weitere Infos stehen auf https://www.keinemva.de .

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