Neue Kanalgebühren: Grüne gegen Regenwasserzwang!

By admin um 10:35 am Dienstag, Juli 1, 2008

In Sundern wird zur Zeit eine neue Satzung zur Berechnung der Abwassergebühren diskutiert.

Hintergrund ist, dass das Oberverwaltungsgericht Münster die bisherige Berechnung der Abwassergebühren nach dem Verbrauch an Frischwasser für unrechtmäßig erklärt hat. Daher muß zukünftig zur Berechnung der Abwassergebühren auch das Wasser berücksichtigt werden, das als Regenwasser über versiegelte Flächen in die Kanalisation gelangt.

Dieser sogenannte gesplittete Gebührenmaßstab ist auch eine alte Forderung der Grünen, da diese Regelung einen Anreiz bietet um Regenwasser auf dem Grundstück zu versickern und gerechter ist.

Dieser Vorteil den die Neuberechnung bietet soll nun aber durch den sogenannten *Anschluß- und Benutzungszwang* wieder aufgehoben werden, der nach Vorstellung der Verwaltung umgesetzt werden soll.

Durch den *Anschluß- und Benutzungszwang wird jede® BürgerIn gezwungen sein anfallendes Regenwasser in die Kanalisation einzuleiten.

Eine solche Zwangswirtschaft für sauberes Regenwasser lehnen die Grünen kategorisch ab. Das Regenwasser sollte dort wo es möglich ist auf den Grundstücken versickern und nicht den teuren Weg in die Kanalisation und Kläranlage machen.

Schon in der Vergangenheit haben sich insbesondere viele größere Gewerbebetriebe durch Einleitung ihres Oberflächenwassers in angrenzende Bachläufe von der Kanalisation abgekoppelt, der Anschluß- und Benutzungszwang würde nun genau die privaten Grundstückseigentümer treffen.

Unverständlich ist die Durchsetzung dieser Regelung für die Grünen auch, weil schon bisher immer beklagt wurde, dass die Kanäle teilweise überlastet sind (insbesondere bei Starkregen) und zuviel *Fremdwasser* führen.

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