Radweg statt Bahnlinie?????

By admin um 21:50 am Montag, Januar 9, 2012
Vermehrt melden sich zur Zeit Radfahrer zu Wort, die einen vernünftigen Radweg durchs Röhrtal fordern um endlich die für Radfahrer absolut gefährliche Situation zwischen Sundern- Stemel -Hachen- Müschede  zu verbessern und gleichzeitig aus touristischen Gründen eine Anbindung des  Ruhrtalradweg an den Radweg um die Sorpetalsperre  zu bekommen.
Diese Forderung ist richtig , berechtigt und die Umsetzung einer solchen Radwegeverbindung dauert schon viel zu lange. Hier besteht die dringende Notwendigkeit einer überörtlichen koodinierten Radwegeplanung.
Verwundert bin ich allerdings darüber, dass einzelne Radfahrer offensichtlich die einzig mögliche Umsetzung eines solchen Radwegs darin sehen, dass die Trasse der noch in Betrieb befindlichen Röhrtalbahn benutzt wird. *Die beste Lösung für die Röhrtalbahn ist die Nutzung als Radweg* so heißt es beispielsweise in einem Schreiben eines Radfahrers an die Grünen. Welche Umweltpolitik soll hier gegeneinander ausgespielt werden?
Haben die oder der Radfahrer nicht mitbekommen, dass die Röhrtalbahn eine wichtige bestehende Infrastruktureinrichtung des Mittelzentrums Sundern ist? Ohne die Röhrtalbahn, wäre die Holzmengen nach Kyrill nicht so problemlos aus unserer Region abgefahren worden. Doch *Dank* hat die Röhrtalbahn nicht dafür erhalten: Die Infrastrukturmittel aus dem EU Sondertopf Kyrill wurden leider ausschließlich in Waldwege gesteckt und  nicht in die Bahnstrecke. Und: Auch in Sundern gibt es noch viele mittelständische Beriebe, die die zukunftsorientierte Notwendigkeit eines Erhalts der Trasse für den Güterverkehr sehen.
und auch für Pendler, Urlaubsreisende, Jugendliche und Senioren ist eine Wiederherstellung des Personenverkehrs auf der Röhrtalbahn attraktiv.
Die Röhrtalbahn und ein vernünftiger Radweg durch Röhrtal schließen sich nicht gegenseitig aus! Im Gegenteil: Der VCD hat schon vor über 10 Jahren eine Konzeption für einen Radweg durchs Röhrtal vorgestellt und im Bereich Arnsberg wird auch daran gearbeitet: In Müschede müßte eine solche Trasse parallell zur Röhrtalbahn verlaufen. Zwischen Hachen und Stemel ist eine Trasse entlang des Wassergrabens möglich. Eine direkte Anbindung an den Sorperadweg kann von hier erfolgen. Von Stemel nach Sundern kann die Straße durchs Gewerbegebiet genutzt werden, ein vernünftige Anbindung könnte über das Schmackegelände erfolgen.
Die Grünen haben in einer der letzten Ratssitzungen gefordert, dass in der Stadtverwaltung Sundern eine Ansprechstelle geschaffen wird, die  Radwegekonzeptionen erstellt und für die Umsetzung sorgt. Der Bürgermeister hat daraufhin Herrn Schadow mit dieser Aufgabe betraut. Wir können nur hoffen, dass der Bürgermeister ihn mit genügend Kompetenzen ausstattet um hier zu einer umweltpolitisch vernünftigen Lösung zu kommen.
Matthias Schulte- Huerman
Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen
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