Radweg Sundern- Seidfeld: BürgerInnen machen Druck

By admin um 20:31 am Freitag, September 16, 2011

StreitpunktArbeit am Bürgerradweg Seidfeld – Sundern

Sundern, 16.09.2011, Matthias Schäfer

Fußweg Seidfeld nach Sundern

Fußweg Seidfeld nach Sundern

 

Seidfeld. Der Fußweg zwischen Seidfeld und Sundern bleibt auch zehn Wochen nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg ein Streitpunkt. Im Hauptausschuss erfuhren die Politiker, dass es aber durchaus neue Nachrichten gibt.

So konnte Beigeordneter Meinolf Kühn berichten, dass der Ausbau des Weges in Angriff genommen wurde. Das hatte auch Bürgermeister Detlef Lins in der letzten Sitzung des Rates, unmittelbar vor den Sommerferien versprochen. Inzwischen hat das Liegenschaftsamt der Stadt Sundern Gespräche über Grundstücksverhandlungen aufgenommen, Ziel ist es, den Weg zu verbreitern.

Gedämpft wurden allerdings die Hoffnungen, dass im Bereich der Einmündung der Kreisstraße von Amecke kommend, eine Leitplanke zum Schutz der Nutzer kommen könnte. So hatte es die FDP gefordert. „Straßen NRW hat uns mitgeteilt, dass es dort keine Leitplanke geben kann, da zu wenig Raum vorhanden ist“, informierte Beigeordneter Meinolf Kühn. Wenn eine Leitplanke gesetzt würde, dann würde, so Straßen NRW, niemand hinter der Planke hergehen können.

Inzwischen hat sich auch bei der WAZ-Mediengruppe eine Mutter zu Wort gemeldet, deren Tochter bei einem Verkehrsunfall im Alter von sieben Jahren gestorben ist. Sie erzählte auch, dass 1964 eine Busverbindung nach Sundern eingerichtet wurde, weil in dem Jahr drei Schulkinder bei einem Unfall schwer verletzt wurden. Erlaubt waren damals 70 km/h. Aber schon 1965 wurde die Buslinie wieder eingestellt. Als 1968 ein weiteres Kind starb, sei der Gehweg von Seidfeld nach Stockum gebaut worden. Von 1977 bis 1979 starben dann weitere drei Kinder auf der Seidfelder Straße. Die erste Ganzjahresfahrkarte erhielten die Seidfelder Kinder dann 1984, sie wurde 2000 auf eine Winterfahrkarte reduziert, schreibt die Seidfelderin.

Was sie nicht verstehen kann: „So hat die Stadt über Jahrzehnte hinweg freiwillig zehntausende Euro – trotz immenser Schulden – freiwillig ausgegeben, ob wohl der Schulweg gar nicht gefährlich war oder ist? Muss erst wieder etwas passieren – ein fünftes Schulkind sterben – bis die Stadt reagiert?“, fragt die Mutter in einem Schreiben an unsere Zeitung.

Inzwischen laufen die Verhandlungen, um die Situation mit Asphaltaufbrüchen, Überwachsungen und räumliche Enge zu entschärfen. Außerdem sind auch die Abstände der Leitpfosten verringert worden, so Meinolf Kühn.

 

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