Robin Wood kritisiert dreisten Ökoschwindel aus dem Sauerland

By admin um 10:12 am Samstag, Dezember 1, 2012

ROBIN WOOD gibt im Internet aktuelle Tipps zum Weihnachtsbaumkauf und warnt vor Verbrauchertäuschung

 

Weihnachten unterm Tannenbaum ist beliebt. In mehr als jedem zweiten Haushalt in Deutschland wird in den kommenden Wochen ein Christbaum aufgestellt. ROBIN WOOD weist darauf hin, dass die meisten der rund 25 Millionen in Deutschland verkauften Christbäume aus Plantagen stammen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden – eine enorme Belastung für Böden und Gewässer. Dabei geht es auch anders. Im Internet unter www.robinwood.deinformiert die Umweltorganisation über Öko-Weihnachtsbäume mit glaubwürdigem Siegel und gibt Einkauf-Tipps.

Bis in die fünfziger Jahre stammten alle Weihnachtsbäume von „drauß‘ vom Walde“. Heute kommen mehr als 80 Prozent der Weihnachtsbäume aus Plantagen, in denen viel Chemie zum Einsatz kommt: Insektizide gegen Rüsselkäfer und Sitkalaus, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs, Mineraldünger für gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- und Blaufärbung der Nadeln.

Daher rät Rudolf Fenner, Waldreferent von ROBIN WOOD: „Wer auf einen Weihnachtsbaum nicht verzichten mag, wählt am besten einen aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird.“ Christbaum-KäuferInnen sollten auf die Siegel des FSC (Forest Stewardship Council) und der anerkannt ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe (Naturland, Bioland etc.) achten. Bäume mit diesen Zertifikaten sind ohne Pestizid- und Mineraldüngereinsatz herangewachsen.

Genaues Hinschauen ist angebracht, denn auch bei Weihnachtsbäumen gibt es Schwindel-Siegel. Besonders dreist sind gerade einige Weihnachtsbaumproduzenten aus dem Sauerland, dem Hauptanbaugebiet von Weihnachtsbaumkulturen. Sie behaupten, dass Bäume mit dem Logo FairForest „besonders umweltverträglich“ und „mit hohen ökologischen Standards“ produziert worden seien. Nichts daran ist wahr. Wer sich die zehn Kriterien dieses Labels anschaut, erkennt, dass in diesen Baumkulturen nach wie vor Totalherbizide eingesetzt werden. Verzichtet wird lediglich auf Herbizide mit dem Benetzungsmittel Tallowamin. Dieser Zusatzstoff wird aber ohnehin gerade von der chemischen Industrie – nach Aufforderung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – durch andere Benetzungsmittel ersetzt. „An diesem Label ist alles irreführend“, sagt Fenner. „Weder stammen die FairForest-Bäume aus dem Wald, noch herrschen dort faire Produktions- und Handelsbedingungen, und unter ökologischen Bedingungen wachsen diese Bäume schon gar nicht heran.“

Um die Suche nach glaubwürdig zertifizierten Öko-Weihnachtsbäumen zu erleichtern, gibt ROBIN WOOD seit über zehn Jahren alljährlich eine nach Bundesländern sortierte Liste mit inzwischen über 70 Verkaufsstellen heraus. Ergänzt wird diese Liste durch allgemeine Tipps zum Baum-Einkauf und eine Kurzinformation zu den Siegeln.

Kontakt:
Rudolf Fenner, Waldreferent, Tel. 040 / 380 892 11, wald(at)robinwood.de

Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood.de

Hier die Liste der Betriebe mit dem Schwindelsiegel:

 

• Becker-Gödde aus Bestwig
• Feldmann-Schütte aus Oberkirchen
• Hennecke aus Sundern
• Mütherich aus Niederlandenbeck (Eslohe

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