Schildbürgerstreich bahnt sich in der *City* an!

By admin um 21:06 am Dienstag, April 29, 2008

Sundern. (me) Ein Ast kratzt an der Hausfassade, sie muss kostenträchtig saniert werden. Damit so etwas nicht immer wieder vorkommt, reicht es, den Ast zu stutzen oder muss der Baum, an dem der Ast wächst, entfernt werden?

Es geht um die Bäume in der Fußgängerzone. Ortsvorsteher und CDU-Ortsunionsvorsitzender Hans-Jürgen Schauerte schrieb der Stadt, dass er von Anliegern die Klage vernommen habe, die Äste ruinierten Fassaden, außerdem würfen die Bäume zu viel Schatten und das Laub verstopfe im Herbst die Dachrinnen. Eine Lösung wurde gesucht.

Der Planungsausschuss beriet jetzt zwei Vorschläge der Verwaltung. Der erste: die Bäume so weit beschneiden, dass die Fassaden geschont werden. Zwei Linden wurden schon gestutzt, so dass das Ergebnis zu sehen ist. In drei bis fünf Jahren könne man erkennen, wie die Bäume nach dem Schnitt weiter wachsen. Denn krank sind die Linden nicht – sie wachsen nur hoch und breit.

Die zweite Möglichkeit: die großkronigen Linden werden ersetzt durch „eine schmalkronige säulenförmige Baumart (Carpinus betulus Frans Fontaine – Säulen-Hainbuche)”, das schlägt der Umweltbeauftragte der Stadt Dieter Leser vor.

Vehement sprach sich Ausschussmitglied Antonius Becker (Bündnis 90/Die Grünen) gegen einen Austausch der Linden gegen solche „kleine mickrige Dinger” aus, „die nur praktisch sind”.

Er habe von Passanten der Innenstadt in mehreren Gesprächen erfahren, dass sie sich über die inzwischen groß gewachsenen Linden in der Fußgängerzone freuen. Das seien endlich „Bäume, die man langsam als Bäume erkennen kann”.

aus : Westfaelische Rundschau

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