Spenden zur Rückführung der Familie Rustemi erbeten

By admin um 3:02 am Donnerstag, März 8, 2007
MARSBERG – Mit beachtlichem Engagement bemüht sich der Marsberger Unterstützerkreis der nach Südserbien abgeschobenen und dort erheblich Not leidenden Familie Rustemi um deren Rückkehr nach Marsberg. Seit nunmehr 10 Monaten kämpft der Kreis von Engagierten für diese Familie, deren Kinder in schlimmer Weise Opfer von Sexualverbrechen ihres eigenen Vaters wurden und die zusammen mit der psychisch kranken Mutter jetzt bei der Familie des inzwischen inhaftierten Täters wohnen müssen. Am ersten März-Wochenende war zum wiederholten Male ein Team der TV-Sendereihe „Cosmo-TV“ des WDR 3 mit der Redakteurin Martina Kast zu Dreharbeiten in Marsberg (die Sendung wird an einem der nächsten Sonntage ausgestrahlt: 15.55 bis 16.25 Uhr). Diesmal kam das Team, um die Vorbereitungen des Unterstützerkreises zur Rückführung der Familie Rustemie zu begleiten. An diesem Tag trat dieser Kreis erstmals deutlich sichtbar mit einem Infostand in der Marsberger Hauptstraße in die Öffentlichkeit. Jugendliche des örtlichen JBZ hatten Stellwände mit Fotos und Informationen zusammen getragen und präsentierten diese der Öffentlichkeit. Unter dem Motto: „Jeder Marsberger spendet einen Euro für die Rückkehr der Familie Rustemi“ wurde die Bevölkerung um Spenden gebeten. Das Team des WDR befragte dabei die Passanten und die nahmen den Gesprächsfaden mit den Hauptakteuren des Unterstützerkreises – Helga Rosenbaum, Propst Norbert Schröer, JBZ-Leiter Meinolf Stuhldreier und Pfarrer Alfred Hammer – auf.
Der Unterstützerkreis muss – bevor es zur Rückführung der Familie Rustemi kommen kann – der Ausländerbehörde gegenüber die Zusicherung abgeben, die bei der Abschiebung der Familie entstandenen Kosten zu garantieren. Zur Genehmigung einer Wiedereinreise müssen die entstandenen Abschiebungskosten an den Hochsauerlandkreis zurückerstattet werden (bei wiedereinreise gesetzlich vorgeschrieben).
Aus diesem Grund wird der Unterstützerkreis in den kommenden Wochen die Bewohner/Innen Marsbergs, verschiedene Institutionen und auch Einzelpersonen um ihre Unterstützung bitten.
Derzeit beantragt die Familie Rustemi das Visum zur Ausreise, nachdem sie die zuvor nötigen Pässe mittlerweile erhalten hat. Danach muss die deutsche Botschaft in Belgrad in Abstimmung mit der Ausländerbehörde des HSK über die Wiedereinreise entscheiden. Wenn es wohl noch ein längerer Weg sein wird, so setzt der Unterstützerkreis zusammen mit Rechtsanwalt Kay Hofheinz alles daran, dass die Familie Rüstemi bald wieder in Marsberg leben kann. Vor allem: dass endlich die abgebrochene Behandlung der traumatisierten Mutter und ihre Kinder fortgesetzt werden kann.
Das Spendenkonto: Volksbank Marsberg (BLZ 40069266), Kto. 6000339300, Stichwort „Rustemi“ (Spendenquittung für das Finanzamt kann ausgestellt werden).
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