Stellungnahme Amecke 21 zur Ratssitzung

By admin um 18:50 am Sonntag, Mai 5, 2013

Stellungnahme zur Ratssitzung am 25.4.03 / Ferienparkanlage Amecke

 

Euphorie ohne Fakten

Viele Bürger waren am 25.4.13 im Ratssaal versammelt und warteten darauf, dass endlich Pläne zum Ferienpark, die ja bereits zum 25.10.12 angekündigt waren, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wim Egging/stepinvest, Don van Schaik/Dormio und Klass Bruina Slot/Ballast Nedam waren gekommen, um den Anwesenden die erhofften Pläne zu zeigen. Doch was kam, war zwar eine überzeugende Vorstellung ihrer Unternehmen mit den bereits realisierten Projekten, aber wieder keine Pläne, wie der Park denn nun gestaltet werden soll. Wir können sicherlich behaupten, dass alle mehr als enttäuscht waren und mit deutlich anderen Erwartungen an der Sitzung teilgenommen haben. Man darf wohl mit Gewissheit sagen, dass die Pläne im Oktober eben nicht fertig waren und der Investor deshalb „krank“ war.

Nunmehr wird für die Vorstellung der Planungsdetails der Sommer als Termin genannt.

Es sind nach wir vor 220 Häuser im Gespräch. Die BI hält dies für zu groß. Die Nachfrage nach Ferienzentren ist seit 2000 bundesweit rückläufig (BTE-Gutachten 2008).  Zu viel Konkurrenz in der Region (sinkende Übernachtungszahlen in Medebach (3500 Betten) hat zu massiven Besucherrückgängen geführt. Zudem entstand ein neuer Ferienpark in Winterberg-Siedlinghausen; 2014 soll mit dem Bau des Ferienparks in Bestwig- Andreasberg begonnen werden (hier sind 250 Häuser geplant).Wir bezweifeln nach wie vor, dass ein Park dieser Größenordnung ausreichend ausgelastet sein wird. Anlagen mit außenorientiertem Angebotskonzept können auch in wesentlich kleineren Dimensionen errichtet und wirtschaftlich betrieben werden, da die Kosten für die touristische Infrastruktur niedrig gehalten werden können. (Quelle: Gutachten BTS im Auftrag des HSK, 2008). Wir befürchten Konfliktpotential zwischen „Tagesrummel“ am Wochenende, Anwohnern und Ferienparkgästen: Der Ferienparkgast sucht Ruhe und Erholung und nicht Verkehrschaos und Motorenlärm. Gerade der dörfliche, naturnahe Charakter von Amecke hat den besonderen Reiz dieses Standortes ausgemacht und genau dieser Standortvorteil wird durch die Größe des Parks verspielt.

Auch wenn Don van Schaik von Dormio Hoffnung weckte, weil er von 5 Personen pro Haus sprach (bisher war von 12 bis 24 die Rede), und ein Angebotskonzept favorisiert, das offen sein soll nicht nur für Gäste des Ferienparks                                      

        befürchten wir, dass unser Dorf überfordert ist, permanent mehrere hundert Gäste zu integrieren

        haben wir Bedenken, ob es tatsächlich so viele potentielle Gäste gibt, die bereit und auch finanziell in der Lage sind , solche Preise für eine Woche Urlaub im Sauerland (ohne Schönwettergarantie) zu zahlen (Hauptsaison ca.1.300 €/Woche, Nebensaison ca. 800-900 €/Woche )

        finden wir einen Park mit 220 Häusern viel zu groß (wir stehen für sanften Tourismus) und fordern wir eine Anlage mit deutlich weniger Häusern

Wir fordern zudem,

        dass Waldabstände eingehalten werden

        dass die Einbettung der doch massiven Bebauung in die Landschaft erfolgt

        dass nicht – wie bisher geplant – bis an den  Sorperandweg  gebaut wird

        dass es keine „Sauerländer Dirndlarchitektur“ gibt

         dass dem „Naherholungsgebiet Sorpesee“ Rechnung getragen wird

        die Häuser individuell aussehen und es kein hässliches Einerlei gibt

        ökologisch gebaut wird                                           

Wir können nur hoffen, dass sich die Projektbeteiligten ihrer Verantwortung bewußt sind und dass Vernunft und Objektivität zu einem Ergebnis führen, mit dem  A L L E zuversichtlich in die Zukunft schauen können.

 

BI AMECKE21-für einen sanften Tourismus

Sabine Heinrich    Susanne Müer      Marion Neiteler

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